Die Schufterei des Weideners dauert länger
Nürnberg-Profi Dennis Lippert aber endlich schmerzfrei

Es wird selbst dauern, bis Dennis Lippert beim 1. FC Nürnberg wieder auf der Ersatzbank Platz nehmen kann. Bild: Bernd Müller
Sport
Weiden in der Oberpfalz
27.03.2018
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Die Oberpfälzer Fußballer beim 1. FC Nürnberg hatten in letzter Zeit viel Pech: Der Raigeringer Patrick Erras ist nach seinem Kreuzbandriss wieder eine feste Größe. Die Rückkehr des Weideners Dennis Lippert dauert länger als erwartet.

So einen Jahrestag braucht kein Mensch, und so war auch etwas Ablenkung angesagt. "Ich bin mit meinen Eltern in Weiden ein bisschen Rad gefahren", erzählt Dennis Lippert. Zunächst zum Reservespiel der SpVgg SV, dann in die Altstadt. Am vergangenen Sonntag, dem 25. März, war es genau ein Jahr her, dass die Kreuzbänder im linken Knie des jungen Profifußballers vom 1. FC Nürnberg rissen. Im Trainingsspielchen gegen die eigenen A-Junioren. "Natürlich denkt man an so einem Tag daran", sagt der 22-Jährige. "Aber es nützt ja nichts es ist nun mal passiert."

Der Weg zurück ist hart für den Weidener - und er dauert länger als erwartet. Als Club-Trainer Michael Köllner Mitte Januar beim Interview mit den Oberpfalzmedien sagte, dass der Jungprofi jetzt zur Reha zu Klaus Eder nach Donaustauf gehe, war man beim Club von zunächst vier Wochen ausgegangen. Und die Club-Verantwortlichen hofften auch, dass Lippert in dieser Saison noch zurückkehrt. "Ich glaube, ich bin jetzt die zehnte Woche hier", blickt der Defensivmann zurück. Er berichtet aber auch, dass es ihm mittlerweile gut gehe. Er spüre keine Schmerzen mehr, nachdem er vor einiger Zeit auch muskuläre Probleme wegen falscher Belastung hatte. Auf dem Laufband könne er ständig mehr machen, sagt der Oberpfälzer. "Das große Ziel ist es natürlich, bald wieder auf dem Platz zu stehen." Nicht bei einem Zweitligaspiel, das wird in dieser Spielzeit nichts mehr werden. "Aber einfach auf dem Platz laufen zu können, auch wieder in der Nähe der Mannschaft zu sein."

Doch noch ist es nicht soweit. Noch sieht der Trainingsalltag so aus: drei Mal am Tag Behandlungen, zwei Mal Training. "Und da kann eine Einheit schon mal bis zu zweieinhalb Stunden dauern", erklärt er. Es gibt einiges körperlich aufzuholen. Von Montag bis Samstag schuftet er an den Fitnessgeräten, am Sonntag ist er zu Hause bei der Familie in Weiden oder er besucht auch die Heimspiele seiner Club-Kollegen.

Wenn er im Sommer wieder richtig in der Vorbereitung angreift, dann ist Lippert überzeugt, dass er es bei einem Erstligisten macht. "Wir steigen auf. So eine Delle hat jeder Verein mal." Und, so fügt der Weidener mit fester Stimme an: "Wir hätten es auch verdient."

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