Eishockey
Blue Devils: Oberpfalzderby

Flugeinlage von Verteidiger Daniel Sevo über den Tölzer Goalie Markus Janka: Die Szene stammt vom letzten Heimspiel, das die Blue Devils am vergangenen Freitag gegen den EC Bad Tölz mit 3:2 nach Verlängerung gewannen. Am Freitag steigt in der Hans-Schröpf-Arena das Oberpfalzderby gegen den EV Regensburg, am Sonntag treten die Weidener beim Deggendorfer SC an. Bild: Gebert
Sport
Weiden in der Oberpfalz
15.12.2016
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Nach dem Ausscheiden des EHV Schönheide geht die Hauptrunde der Oberliga Süd mit elf Vereinen weiter. Die elf noch ausstehenden Spiele der Sachsen werden mit 5:0 für den jeweiligen Gegner gewertet. Die Blue Devils sind zwei Mal davon betroffen. Zunächst freuen sich die Weidener aber aufs Oberpfalzderby.

An der Spitze der Oberliga Süd sind die "Top 3" näher zusammengerückt. Verantwortlich dafür ist der EC Bad Tölz (3./45 Punkte), der innerhalb einer Woche zwei Mal den Tabellenführer stürzte. Nach dem 4:2 am 4. Dezember gegen den VER Selb (1./50) besiegte die Truppe von Trainer Axel Kammerer am vergangenen Sonntag den EV Regensburg (2./47) mit 4:1 und verhalf damit den Oberfranken zurück auf den Thron. Die Selber Wölfe holten zuletzt fünf Punkte und kehrten damit nach zwei Niederlagen in die Erfolgsspur zurück. Zudem haben sie als erstes Team die 100-Tore-Marke übersprungen.

Auch der Deggendorfer SC (4./39) hat seine Durststrecke beendet. Nach der Länderspiel-Pause hatten die Niederbayern nur eine von sechs Partien gewonnen, doch zuletzt landeten sie wieder vier Siege in Folge. Der DSC steuert ebenso klar auf Play-off-Kurs wie der EC Peiting (5./36), der in der jüngeren Vergangenheit für torreiche Spiele zuständig ist: vor zweieinhalb Wochen das 9:6 gegen Weiden und zuletzt das 8:5 gegen Lindau und das 4:7 in Deggendorf.

Auch die Blue Devils (6./34) sind mit neun Punkten Vorsprung auf Rang neun auf einem guten Weg in Richtung Meisterrunde. Zu verdanken haben das die Weidener ihren starken Auftritten in der Hans-Schröpf-Arena mit acht Siegen in zehn Heimspielen (24 Punkte). Eine Top-Leistung ist auch am Freitag nötig, wenn der Oberpfälzer Rivale EV Regensburg in Weiden aufkreuzt. Wenn die Devils defensiv so diszipliniert arbeiten wie in den letzten vier Heimpartien (nur fünf Gegentore), sind sie gegen den Favoriten nicht chancenlos.

Während die Blue Devils zu Hause eine Macht sind, zeigen sie auswärts ein ganz anderes Gesicht - selten konstant über 60 Minuten und anfällig in der Defensive. Zusammen mit dem ERC Sonthofen (10./20) kassierten die Weidener in der Fremde die meisten Gegentore (beide 54). Und am Sonntag geht es zum Deggendorfer SC mit Top-Goalgetter Kyle Gibbons, der mit 23 Treffern gleichauf mit dem Selber Achim Moosberger die Torjägerliste anführt. Zur Erinnerung: Bei der 3:4-Heimniederlage gegen die Niederbayern erzielte der US-Amerikaner alle vier Treffer.

Jirik bester Devils-Scorer

Hinter Gibbons und Moosberger folgen in der Torschützenliste die Regensburger Peter Flache (19) und Nikola Gajovsky (17) sowie der Höch-stadter Ales Kreuzer (16). Doch offensiv haben auch die Blue Devils einiges zu bieten. Auf den Positionen sechs, acht und zehn liegen Patrick Schmid (15), Matt Abercrombie (14) und Martin Heinisch (13). Die Scorerliste führen der Selber Kyle Piwowarczyk und der Peitinger Ty Morris mit jeweils 37 Punkten an. Hinter einem Quartett mit 36 Zählern liegt der Weidener Kapitän Ales Jirik (35) auf Rang sieben. Unter den "Top 20" sind auch Matt Abercrombie mit 30 und Patrick Schmid mit 29 Punkten.
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