Eishockey: Einzug in die Meisterrunde?
Blue Devils zum Abschluss der Hauptrunde in Deggendorf und gegen Selb

Können die Blue Devils den achten Platz behaupten und damit den Einzug in die Meisterrunde bejubeln? In den Spielen in Deggendorf und zu Hause gegen Selb sind zwei Punkte nötig, falls Konkurrent Lindau sechs Zähler einfährt. Bild: Gebert
Sport
Weiden in der Oberpfalz
11.01.2018
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Play-offs oder Kampf um den Klassenerhalt? Am Wochenende fällt für die Blue Devils die Entscheidung, ob sie sich in der Meisterrunde weiter mit den Großen der Oberliga Süd messen dürfen oder in die Verzahnungsrunde mit den Bayernligisten müssen. Unterdessen ist die nächste Vertragsverlängerung unter Dach und Fach.

Diese Nervenschlacht hätten die Cracks der Blue Devils sich und ihren Fans ersparen können. An den letzten beiden Hauptrunden-Spieltagen fällt die Entscheidung, ob die Weidener (8./41 Punkte/Tordifferenz -14) oder der EV Lindau (9./36/-17) die Qualifikation für die Meisterrunde schaffen. Inzwischen steht der vorläufige Spielplan für die Meisterrunde fest. Der Achte startet am Freitag, 19. Januar, mit der Partie bei den Starbulls Rosenheim, das erste Heimspiel wäre am Sonntag, 21. Januar, gegen den ERC Sonthofen.

In Deggendorf, gegen Selb

Doch daran verschwendet in Weiden und Lindau noch niemand einen Gedanken. Zunächst gilt die ganze Konzentration den bevorstehenden Aufgaben. Die Blue Devils treten am Freitag (20 Uhr) beim Deggendorfer SC (2./65 Punkte) an und empfangen am Sonntag (18.30 Uhr) den Lokalrivalen Selber Wölfe (3./65). Das vermeintlich leichtere Programm hat das Team vom Bodensee: Lindau gastiert zunächst bei Schlusslicht TEV Miesbach (12./5) und erwartet dann den ECDC Memmingen (10./26). Sollte Lindau zwei Dreier einfahren, müssen die Blue Devils mindestens zwei Punkte holen, um das Saisonziel "Play-off-Einzug" zu schaffen.

"Wir haben uns selbst in diese schwere Situation gebracht, jetzt müssen wir uns auch selbst herausbringen", sagt Devils-Trainer Milan Mazanec, der von seiner Mannschaft Konzentration, Disziplin und hundertprozentigen Einsatz fordert. Besonders wichtig sei die Defensivleistung: "Daran haben wir im Training die ganze Woche gearbeitet." Verzichten muss der Coach auf den verletzten Verteidiger Petr Heider. Im dritten Block stürmt Lukas Zellner anstelle von Marco Pronath.

Deggendorf und Selb haben vor dem Abschluss der Hauptrunde dieselbe Ausgangsposition, beide können noch Erster werden. Gegen die Niederbayern haben die Blue Devils in dieser Saison drei Mal verloren, gegen den Nachbarrivalen zwei von drei Partien gewonnen. "Ich setze auf die Faktoren Derby und Emotionen", blickt Teammanager Christian Meiler auf das Match am Sonntag voraus. "Für uns ist das Spiel wichtiger als für Selb und mit dem Rückhalt aus der Fankurve ist alles möglich." Bei den Wölfen fällt Stürmer Herbert Geisberger die nächsten drei Wochen aus. Der mit 42 Punkten drittbeste Scorer der Selber erlitt am Dienstag im Nachholspiel in Waldkraiburg eine Verletzung am Ellbogen.

Mirko Schreyer verlängert

Nach Stürmer Marcel Waldowsky (bis 2020) und Abwehrspieler Daniel Willaschek (bis 2019) hat auch Verteidiger Mirko Schreyer seinen Vertrag vorzeitig um ein Jahr verlängert. Damit beginnt im Herbst die dritte Saison des 21-Jährigen im Trikot der Blue Devils. Schreyer absolviert weiter beim Devils-Sponsor Secure IT eine Ausbildung zum IT-Systemelektroniker. In der laufenden Saison stand er in 28 Partien (ein Tor, drei Vorlagen) im Kader der Blue Devils.

Aufgebot Blue Devils: Wiedemann, Lala - Herbst, Noe, Schusser, Willaschek, Hendrikson, Schreyer - Heinisch, Straka, Stähle, Siller, Abercrombie, Waldowsky, Pauker, Kirchberger, Zellner, Pronath
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