Eishockey
Geduld der Schlüssel zum Erfolg

Die Blue Devils feierten am Sonntag einen verdienten 4:1-Erfolg gegen den Höchstadter EC. In dieser Szene tauchen Martin Heinisch (links) und Marko Babic (rechts) gefährlich vor dem Gästekasten auf. Bild: Gebert
Sport
Weiden in der Oberpfalz
05.12.2016
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Die Blue Devils haben einen weiteren wichtigen Schritt in Richtung Meisterrunde gemacht. Mit dem Sieg gegen den Höchstadter EC haben die Weidener den Vorsprung auf Rang neun auf elf Zähler ausgebaut. Der starke Goalie Philip Lehr verpasste den "shutout" nur um 156 Sekunden.

"Ich bin heute sehr zufrieden. Wir haben eine geschlossene Mannschaftsleistung in allen Blöcken geboten", sagte Markus Berwanger nach dem 4:1 (2:0, 2:0, 0:1)-Erfolg gegen den Höchstadter EC. Geärgert hat sich der Trainer der Blue Devils nur darüber, dass Keeper Philip Lehr keinen "shutout" geschafft hat. "Schade, er hat heute super gehalten und hätte es verdient gehabt." Der entscheidende Schlüssel zum Erfolg gegen disziplinierte Gäste war für Berwanger, dass seine Mannschaft sehr geduldig geblieben sei.

Bei den Mittelfranken gab es nach dem Match reichlich Gesprächsstoff. Trainer Daniel Jun war wegen einer sehr ausführlichen Ansprache in der Kabine sogar der Pressekonferenz fern geblieben. Dafür kam der Sportliche Leiter Jörg Schobert, für den die frühe Spieldauerdisziplinarstrafe gegen Topscorer Michal Petrak den Plan über den Haufen geworfen habe. "Wir haben erst nach 30 Minuten ins Spiel gefunden. Insgesamt war es ein gebrauchter Tag", sagte Schobert.

Lehr mit starker Leistung

Ohne den wegen der Spieldauerdisziplinarstrafe in Schönheide gesperrten Philipp Siller gingen die Blue Devils in das wichtige Match gegen den Tabellenneunten. Außer Goalie Philip Lehr, der eine starke Leistung ablieferte, stand kein weiterer Förderlizenzspieler zur Verfügung. Der erste Aufreger war der Kniecheck von Michal Petrak gegen Marko Babic, für den Tschechen war das Match nach sieben Minuten beendet. Die fünfminütige Überzahl lief schleppend an, doch dann schlenzte Ales Jirik die Scheibe schön vors Tor und Martin Heinisch hielt den Schläger hin. Auch das 2:0 erzielten die Blue Devils im Powerplay. Matt Abercrombie startete auf der rechten Seite ein Solo und Patrick Schmid verwertete den Querpass des Kanadiers acht Sekunden vor Drittelende.

Auch zu Beginn des zweiten Abschnitts drückte die Sturmreihe mit Abercrombie, Schmid und Marcel Waldowsky dem Spiel mit tollen Kombinationen den Stempel auf. Abercrombie (22.) und Schmid (28.) erhöhten auf 4:0 und sorgten für die Vorentscheidung. Die Blue Devils nahmen fortan etwas das Tempo heraus, verloren aber nie die Kontrolle. Höchstadt wurde etwas besser, kam auch zu Möglichkeiten, doch Philip Lehr schien an diesem Tag unbezwingbar zu sein. Bis zur 58. Minute, dann verhinderte Ales Kreuzer mit seinem Ehrentor den "shutout".

Mittwoch in Sonthofen

Nach dem siebten Sieg im neunten Heimspiel liegen die Blue Devils mit 31 Punkten auf Rang sechs. Mit einem Dreier am Mittwoch (Beginn um 19 Uhr) im Nachholspiel beim ERC Sonthofen (11./17) können die Weidener auf Platz vier klettern. Doch das wird alles andere als einfach, denn die Allgäuer befinden sich nach drei Siegen in den letzten vier Partien im Aufwind.
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