Eishockey Oberliga Süd: Blue Devils gegen Höchstadter EC
Ein Punkt, drei Verletzte

Die Blue Devils unterlagen am Mittwochabend dem Höchstadter EC mit 4:5 nach Verlängerung. Das Bild zeigt eine Szene vor dem Weidener Kasten (von links): David Hajek, die Gästespieler Richard Stütz und Dan Heilman, Goalie Philip Lehr und Ludwig Synowiec. Bild: Gebert
Sport
Weiden in der Oberpfalz
29.12.2016
1475
0

Das war keine Werbung für den Eishockey-Sport! In einer Partie mit vielen schmutzigen Fouls und 115 Strafminuten zogen die Blue Devils gegen den Höchstadter EC mit 4:5 nach Verlängerung den Kürzeren. Es blieb also nur ein Punkt für die Weidener, die drei Verletzte zu beklagen haben.

Den Blue Devils ist die Revanche für die 3:4-Niederlage am zweiten Weihnachtsfeiertag nicht geglückt. Zwei Tage nach dem Skandalspiel in Höchstadt hatte Markus Berwanger auf eine Partie gehofft, die in ruhigeren Bahnen verläuft. Doch der Trainer der Blue Devils bekam wie die knapp 1500 Zuschauer ein Hauen und Stechen zu sehen. "Es war ein sehr hitziges Spiel, wie immer gegen Höchstadt, wobei hitzig heute untertrieben ist. Das Spiel war eher sehr schmutzig", sagte Berwanger nach der 4:5 (0:2, 2:0, 2:2, 0:1)-Niederlage nach Verlängerung. Gästetrainer Daniel Jun war stolz auf seine Mannschaft: "Das sind wichtige Punkte, ein großer Erfolg, denn in Weiden gewinnt man nicht alle Tage."

115 Strafminuten

Der schwache Hauptschiedsrichter Martin Holzer verhängte 115 Strafminuten (47 gegen Weiden und 68 gegen die Gäste), darunter zwei Spieldauerdisziplinarstrafen (Marko Babic bei den Blue Devils und Patrik Dzemla bei Höchstadt) und eine Matchstrafe gegen HEC-Akteur Michal Petrak, der Marcel Waldowsky übel niederstreckte. "Waldi" wurde mit Verdacht auf Gehirnerschütterung ins Klinikum eingeliefert, ebenso wie Daniel Willaschek (Verdacht auf ausgekugelte Schulter). Zudem musste Marko Babic mit mehreren Stichen im Gesicht genäht werden.

Die Blue Devils begannen gut und hatten auch Chancen, verloren aber Mitte des ersten Drittels durch individuelle Fehler den Faden. Zunächst hatten die Weidener bei einem Lattenschuss von Ales Kreuzer Glück, doch nur 17 Sekunden später brachte Tomas Rousek die Gäste in Führung (11. Minute). Markus Babinski (15.) legte in Überzahl das 2:0 nach.

100 Sekunden nach Wiederbeginn leistete sich Michal Petrak einen üblen Check gegen den Kopf von Marcel Waldowsky. Der Höchstadter flog mit einer Matchstrafe vom Eis, "Waldi" kam noch einmal kurz zurück, musste aber dann ins Klinikum eingeliefert werden. Diese Szene war der Auslöser einer ersten größeren Schlägerei. Wenig später wurde Daniel Willaschek gegen die Bande gecheckt, auch für ihn war das Match beendet. Sportlich gaben die Weidener durch die Tore von Michael Kirchberger (26./Überzahl) und Patrik-Oliver Rypar (28.) zum 2:2 die Antwort. In der 35. Minute wurde Philipp Siller von Markus Babinsky übel gefoult, der HEC-Akteur kam mit zwei Minuten glimpflich davon. Die Folge war eine Rauferei zwischen Marko Babic und Patrik Dzemla, die beiden eine Spieldauerdisziplinarstrafe einbrachte.

Im Schlussdrittel brachte Matt Abercrombie (44./Überzahl und 50./ Unterzahl) die Weidener zwei Mal in Führung, doch Ales Kreuzer (47. und 56.) gelang jeweils der Ausgleich. Tomas Rousek markierte nach 40 Sekunden der Verlängerung den Siegtreffer für Höchstadt. "Am Ende müssen wir über den einen Punkt froh sein, denn am Schluss stand nach den Ausfällen keine Mannschaft mehr auf dem Eis", erklärte Markus Berwanger.

Freitag in Schönheide

Am Freitag treten die Devils stark ersatzgeschwächt in Schönheide an. Es fehlen Marko Babic (gesperrt), Marcel Waldowsky, Daniel Willaschek (beide verletzt) und auch Martin Heinisch wird nach seinem Verkehrsunfall noch nicht auflaufen können.
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.