Eishockey Oberliga Süd: Blue Devils Weiden gegen EV Regensburg
EVR-Kapitän William Trew schießt die Blue Devils ab

Der Regensburger Kapitän William Trew (links) war der überragende Mann im Oberpfalzderby zwischen den Blue Devils Weiden und dem EV Regensburg. Beim 6:2-Erfolg der Gäste glänzte Trew als vierfacher Torschütze. Rechts der Weidener Verteidiger Ralf Herbst. Bild: Gebert
Sport
Weiden in der Oberpfalz
07.01.2017
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Der EV Regensburg hat die Machtverhältnisse zurechtgerückt. Im dritten Oberpfalzderby dieser Saison feierte der Favorit bei den Blue Devils einen klaren Sieg. Ein langjähriger DEL-Akteur drückte dem Spiel seinen Stempel auf.

Vor drei Wochen hatten die Blue Devils für einen Coup gesorgt, als sie den EV Regensburg verdient mit 5:2 bezwangen. Am Dreikönigstag ließen die Gäste von der Donau keinen Zweifel aufkommen, wer die klare Nummer 1 in der Oberpfalz ist. Die ersatzgeschwächten Weidener hatten zwar auch gute Phasen, richtig in Gefahr konnten sie den Favoriten bei der 2:6 (1:0, 1:4, 0:2)-Heimniederlage aber nur im ersten Drittel und Mitte des zweiten Abschnitts bringen.

"Der Sieg für Regensburg geht in Ordnung. Die individuelle Klasse war heute ausschlaggebend", sagte Devils-Trainer Markus Berwanger. Gästecoach Doug Irwin freute sich über die drei Punkte und war mit den letzten 40 Minuten seiner Mannschaft hochzufrieden. "Im ersten Drittel hätte Weiden 3:0 führen können, da haben wir zu wenig Leidenschaft und Emotionen gezeigt. Mit dem ersten Tor im zweiten Drittel hat sich das Spiel gedreht."

Bei den Blue Devils fehlten die verletzten Daniel Willaschek und Marcel Waldowsky. "Waldi" saß nach seiner Gehirnerschütterung zwar auf der Bank, kam aber nicht zum Einsatz. Zudem standen am Freitag keine Förderlizenzspieler zur Verfügung. Dennoch erwischte das Weidener Rumpfteam einen guten Start und ging in der sechsten Minute durch Martin Heinisch in Führung. Regensburg wirkte in den ersten 20 Minuten nicht souverän und die Devils hätten durchaus noch einen oder zwei Treffer nachlegen können. "Da hat uns unser überragender Goalie Fießinger im Spiel gehalten", lobte Irwin.

Nach Wiederbeginn wurden die Blue Devils eiskalt erwischt. Bereits nach zehn Sekunden war EVR-Kapitän William Trew zur Stelle und markierte das 1:1. Jetzt machte Regensburg ernst und setzte die Weidener enorm unter Druck. Die logische Folge war das 1:2 (28.), erneut durch den ehemaligen DEL-Spieler Trew, der von 2006 von 2011 für die Straubing Tigers in der höchsten deutschen Liga stürmte. Wenig später verlor der am Freitag schwache Devils-Verteidiger David Hajek die Scheibe an Svatopluk Merka, der alleine auf Fabian Hönkhaus zulief und dem Devils-Keeper keine Chance ließ (30.). Das Spiel schien gelaufen zu sein, doch dann gelang ausgerechnet Hajek im Powerplay das 2:3 (31.). Dieser Treffer gab den Gastgebern noch einmal Auftrieb und der Ausgleich lag mehrfach in der Luft. Die starke Phase beendete erneut Trew mit dem 2:4 (39.).

"Im letzten Drittel hatten wir nicht mehr die Power, um etwas dagegenzusetzen", erkannte Berwanger die Überlegenheit der Gäste an. Yannick Drews (44.) und der 43-jährige Routinier Trew (57./Überzahl) mit seinem vierten Tor machten den verdienten 6:2-Endstand für Regensburg perfekt.

Sonntag in Regensburg

Am Sonntag um 18 Uhr steigt in der Regensburger Donau-Arena das vierte Oberpfalzderby in dieser Saison. "Wir haben eine schwierige Phase vor uns, denn wir haben weiterhin verletzte Spieler und zudem sind zwei bis drei Spieler außer Form. Wir werden alles geben, aber um in Regensburg etwas zu holen, muss alles passen", erklärte Berwanger, der auch am Sonntag auf Daniel Willaschek und Marcel Waldowsky verzichten muss.
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