Eishockey Oberliga Süd
Devils setzen auf Heimstärke

Oberpfalzderby in der Hans-Schröpf-Arena: Die Blue Devils empfangen am Freitag um 20 Uhr den EV Regensburg. Das Bild zeigt eine Szene vom Hinspiel in der Donau-Arena, das die Weidener mit 3:4 verloren. Michael Kirchberger (weißes Trikot) kämpft hier mit den EVR-Akteuren Stefan Huber (links) und Tim Brunnhuber (rechts) um die Scheibe. Bild: Gebert
Sport
Weiden in der Oberpfalz
16.12.2016
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Von wegen stade Zeit! Vor Weihnachten sind die Blue Devils mit der Serie von vier Spielen gegen die "Top 4" der Oberliga Süd besonders hart gefordert. Die Hälfte - gegen den Dritten Bad Tölz und bei Spitzenreiter Selb - haben die Weiden schon hinter sich. Jetzt warten mit Regensburg und Deggendorf der Tabellenzweite und -vierte.

"Es wird sehr schwer am Wochenende", sagt Trainer Markus Berwanger. Chancenlos sei sein Team allerdings nicht. Zunächst steht für die Blue Devils (6./34 Punkte) am Freitag um 20 Uhr das Oberpfalzderby gegen den EV Regensburg (2./47) auf dem Programm. Am Sonntag (Beginn 18.30 Uhr) folgt das Match beim Deggendorfer SC (4./39).

"Wir spielen zu Hause gutes Eishockey und sind in unserem Stadion eine Macht", verspricht Berwanger dem Favoriten aus der Domstadt einen heißen Tanz. In zehn Heimspielen feierten die Blue Devils acht Siege, nur gegen Selb (2:3 n.V.) und Deggendorf (3:4) gab es Niederlagen. Bei Regensburg schätzt der Weidener Coach vor allem die "spezial teams". In Über- und Unterzahl ist die Truppe von EVR-Trainer Doug Irwin die Nummer eins der Oberliga Süd. "Doch wir sind ja da auch nicht so schlecht", sagt Berwanger - und ein Blick in die Statistiken bestätigt seine Aussage. Im Powerplay sind Devils auf Rang fünf und im Unterzahlspiel direkt hinter Regensburg Zweiter.

Der EV Regensburg hat mit Daniel Fießinger und Cody Brenner zwei herausragende Torhüter. Sie sind die Garanten dafür, dass der EVR nur 46 Gegentore - die wenigsten der Liga - kassiert hat. In der Abwehr sorgen mit Barry Noe, Sebastian Wolsch und Kevin Schmitt unter anderem drei Ex-Weidener für Stabilität. Im Sturm trumpft Nikola Gajovsky (im Vorjahr "Spieler der Saison" in der Oberliga Süd) heuer zwar noch nicht so groß auf, doch mit 36 Punkten ist der Tscheche wieder der vereinsinterne Topscorer. Fleißige Punktesammler beim EVR sind außerdem Peter Flache (33), William Trew (33) und der Kanadier Brandon Wong (30).

Beim Deggendorfer SC ragt die Paradereihe mit dem US-Amerikaner Kyle Gibbons, dem Kanadier Curtis Leinweber (beide 34 Punkte) und dem Ex-Weidener Stefan Ortolf (28) heraus. Gibbons führt mit 23 Treffern zusammen mit dem Selber Achim Moosberger die Torjägerliste an. Im Hinspiel zeigte der Kanadier seine Vollstreckerqualitäten, als er beim Deggendorfer 4:3-Sieg in Weiden alle vier Treffer erzielte.

Personell hat Trainer Berwanger bis auf Thomas Schreier, er ist bis einschließlich Freitag wegen eines grippalen Infekts krankgeschrieben, alle Mann an Bord. Er plant nur mit drei Blöcken, da keine Unterstützung durch Förderlizenzspieler zu erwarten ist. "Bayreuth hat selber zwei Kranke", erklärte der Weidener Trainer. Zwischen den Pfosten steht heute Fabian Hönkhaus. Wer in Deggendorf das Devils-Gehäuse hütet, will Berwanger kurzfristig entscheiden.

Blue Devils: Hönkhaus, Lehr - Herbst, Nägele, Hajek, Sevo, Willaschek, Synowiec - Babic, Jirik, Heinisch, Siller, Abercrombie, Schmid, Waldowsky, Kirchberger, Schreyer, Zellner, Schreier (eventuell Sonntag)

Wir spielen zu Hause gutes Eishockey und sind in unserem Stadion eine Macht.Markus Berwanger, Trainer Blue Devils Weiden
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