27.12.2016 - 02:10 Uhr
Weiden in der OberpfalzSport

Eishockey Oberliga Süd: Trainer der Blue Devils Weiden lässt Ärger freien Lauf Markus Berwanger: "Wir sind betrogen worden"

Für Markus Berwanger war am Montagabend der Weihnachtsfrieden gestört. Der Trainer der Blue Devils ließ nach der Niederlage beim Höchstadter EC seinem Ärger freien Lauf. "Das ist eine Sauerei. Wir sind heute richtig betrogen worden", schimpfte der ehemalige Nationalspieler und machte Hauptschiedsrichter Markus Fischer für die Einbuße verantwortlich.

Michael Kirchberger lauert vor dem Kasten des Höchstadter Keepers Phillip Schnierstein, rechts HEC-Akteur Phillip Seelmann. Diese Szene stammt vom 4:1-Heimsieg der Blue Devils am 4. Dezember. Am zweiten Weihnachtsfeiertag zogen die Weidener in Höchstadt mit 3:4 den Kürzeren. Bild: Gebert
von Rudolf Gebert Kontakt Profil

Höchstadt an der Aisch. "Bei fünf gegen fünf waren wir die bessere Mannschaft", sagte Markus Berwanger nach der 3:4 (1:1, 1:1, 1:2)-Niederlage der Blue Devils beim Höchstadter EC. Diese zahlenmäßige Ausgeglichenheit auf dem Eis war am zweiten Weihnachtsfeiertag aber nur selten gegeben. Das Strafminuten-Verhältnis von 54:16 spricht eine deutliche Sprache und deshalb war der Weidener Coach nach dem Match nicht zu beruhigen: "Eine Sauerei! Wir sind von hinten bis vorne beschissen worden. Er hat mit Absicht gegen uns gepfiffen", wetterte Berwanger gegen Hauptschiedsrichter Markus Fischer. Höchstadt nutzte die vielen Hinausstellungen und erzielte alle vier Tore im Powerplay, zwei davon sogar in doppelter Überzahl.

Heinisch: Verkehrsunfall

Die Blue Devils mussten am Montag auf Martin Heinisch verzichten. Der 31-jährige Stürmer, mit 15 Treffern der drittbeste Torschütze hinter Matt Abercrombie (18) und Patrick Schmid (16) hatte am ersten Weihnachtsfeiertag auf dem Weg zum Training nach Weiden in Tschechien einen Verkehrsunfall. "Er ist nicht schwerer verletzt", gab Teammanager Christian Meiler, der von einem "Schleudertrauma" sprach, Entwarnung. Markus Berwanger musste die Sturmreihen umbauen. Philipp Siller übernahm die Heinisch-Position neben Kapitän Ales Jirik und Marko Babic. Dafür stürmte Marcel Waldowsky im Block mit Matt Abercrombie und Patrick Schmid. Die dritte Reihe bildeten Michael Kirchberger, Thomas Schreier und Lukas Zellner. In dieser Formation kam auch Mirko Schreyer zum Einsatz.

Schon nach 35 Sekunden marschierte mit Ales Jirik der erste Weidener in die Kühlbox. Diese Strafe überstanden die Gäste noch unbeschadet. Nach der Führung durch Marko Babic (12. Minute) folgte eine doppelte Unterzahl für die Devils, die Tomas Rousek (13.) zum Ausgleich nutzte. Bis zum Ende des ersten Drittels summierten sich die Strafen gegen Weiden einschließlich eines Zehners gegen Ales Jirik auf 22 Minuten.

Sevo vergibt Penalty

Nach Wiederbeginn hatte Daniel Sevo die Chance zur erneuten Führung, doch der Devils-Verteidiger scheiterte mit einem Penalty (23.). Auf der Gegenseite brachten die Höchstadter gleich zwei Penaltys (30. und 46.) nicht im Kasten von Fabian Hönkhaus unter - die Fehlschützen waren Michal Petrak und Philipp Seelmann. Das 2:1 für Weiden gelang dann Matt Abercrombie in Unterzahl (33.), doch Michal Petrak glich fast postwendend im Powerplay aus (35.). "Beim Stand von 2:2 gab es zwei Strafzeiten, die nichts waren. Damit hat der Schiedsrichter das Spiel gegen uns entschieden", kommentierte Markus Berwanger die Hinausstellungen gegen Daniel Willaschek und Ralf Herbst. Die Folge waren die beiden Gegentore durch Martin Vojcak (49./5:3-Überzahl) und Daniel Sikorski (50./ 5:4-Überzahl). Die Blue Devils versuchten alles, um das Blatt noch zu wenden, doch es reichte nur noch zum 3:4-Anschlusstreffer durch Marcel Waldowsky (51.).

Revanche am Mittwoch?

Die Blue Devils bekommen schnell die Chance, sich für diese ärgerliche Niederlage zu revanchieren. Am Mittwoch um 20 Uhr gastiert Höch-stadt in der Hans-Schröpf-Arena.

Eine Sauerei! Wir sind von hinten bis vorne beschissen worden. Er hat mit Absicht gegen uns gepfiffen.Markus Berwanger, Trainer der Blue Devils Weiden

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