08.02.2018 - 21:52 Uhr
Weiden in der Oberpfalz

Eishockey: Schnelle Chance zur Revanche Blue Devils treffen auf Regensburg und Deggendorf

Das gibt's eigentlich nur im Eishockey: Vor einer Woche verloren die Blue Devils gegen Regensburg und in Deggendorf, an diesem Wochenende bekommen sie sofort die Chance zur Revanche. Bei den Weidenern ist ein wichtiger Verteidiger wieder dabei.

"Das Geld regiert im Sport. Und wir können uns nicht mit Rosenheim oder Landshut messen. Das sind keine Ausreden, sondern Fakten." Zitat: Ken Latta, Trainer der Blue Devils Weiden
von Rudolf Gebert Kontakt Profil

"Wir haben keine Punkte geholt und waren daran selber schuld", blickt Ken Latta, der Trainer der Blue Devils, auf die Niederlagen gegen den EV Regensburg (4:6) und beim Deggendorfer SC (3:7) zurück. Das Problem war wie schon häufig in dieser Saison die hohe Fehlerquote. "Wenn wir die individuellen Fehler nicht abstellen, wird es auch in den letzten acht Meisterrundenspielen schwierig", sagt der Weidener Coach und fordert in erster Linie mehr Konzentration. "Wir müssen so spielen, wie beim Sieg gegen Sonthofen. Obwohl Sonthofen viel Druck gemacht hat, sind wir konzentriert geblieben."

Vor dem Oberpfalzderby am Freitag um 20 Uhr beim EV Regensburg und dem Heimspiel am Sonntag (Beginn 18.30 Uhr) gegen den Deggendorfer SC weiß Latta, wo es am meisten zwickt. "Die größte Baustelle ist die Defensivarbeit. Wir haben viel geredet und im Training viel defensiv gearbeitet." Ein Lichtblick ist die Rückkehr von Daniel Willaschek, der am vergangenen Wochenende verletzt pausieren musste. Mit Kapitän Ralf Herbst fällt allerdings ein wichtiger Abwehrspieler weiter aus. Die auf Rang acht liegenden Blue Devils liefern sich mit dem EV Regensburg einen Zweikampf um Platz sieben. Momentan hat der Oberpfälzer Rivale fünf Zähler mehr auf dem Konto. "Druck ist natürlich immer da", sagt Latta, doch einen besonderen Druck sehe er in diesem Duell nicht. "Ich verstehe die Panik bei einigen Leuten nicht. Während der Hauptrunde waren die Spieler mehr unter Druck, das Saisonziel Platz acht und damit den Klassenerhalt zu erreichen. Und das haben sie geschafft", erklärte der Kanadier. "Nun kann die Mannschaft das Sahnebonbon drauflegen", fügte Co-Trainer Florian Zellner hinzu.

Das Erreichen der Play-offs sei für Weiden als Riesenerfolg zu werten. "Das Geld regiert im Sport. Und wir können uns nicht mit Rosenheim oder Landshut messen. Das sind keine Ausreden, sondern Fakten", weiß Latta, der aber seiner Mannschaft zutraut, an einem guten Tag auch einen vermeintlich übermächtigen Gegner zu schlagen. In diese Kategorie fällt auch der Tabellenzweite Deggendorfer SC. Auch die Niederbayern haben ein Top-Team, das Ende Januar noch mit dem langjährigen DEL-Profi René Röthke verstärkt wurde.

Aufgebot Blue Devils: Wiedemann, Lala - Willaschek, Schusser, Noe, Hendrikson, Heider, Schreyer - Heinisch, Straka, Stähle, Waldowsky, Abercrombie, Pauker, Siller, Kirchberger, Zellner, Pronath

Das Geld regiert im Sport. Und wir können uns nicht mit Rosenheim oder Landshut messen. Das sind keine Ausreden, sondern Fakten.Ken Latta, Trainer der Blue Devils Weiden

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