08.03.2018 - 21:32 Uhr
Weiden in der Oberpfalz

Eishockey: Tilburg geht als Titelverteidiger in die Play-offs Am Freitag Auftakt der Achtelfinal-Serien in der Oberliga

Die Play-offs sind der Saisonhöhepunkt im Eishockey. Während in der DEL und der DEL2 noch die Pre-Play-offs gespielt werden, startet die Oberliga schon am Freitag in die heiße Phase. Nach dem Modus "Best-of-5" kommt es im Achtelfinale zu reizvollen Duellen zwischen den Klubs aus Nord und Süd. Gespielt wird am Freitag (9. März), Sonntag (11. März), Dienstag (13. März), und falls nötig, Freitag (16. März) und Sonntag (18.März).

Im Vorjahr noch im Trikot der Blue Devils, in dieser Saison mit 50 Treffern der Top-Torjäger in der Oberliga Nord: Patrick Schmid von den Hannover Scorpions. Bild: Gebert
von Rudolf Gebert Kontakt Profil

Deggendorfer SC (1. Süd) - Herner EV (8. Nord)

Süd-Meister Deggendorf geht als Favorit in die Serie gegen den Ersten der Nord-Qualirunde, der sich damit den achten Play-off-Platz sicherte. Bei den Niederbayern hängt viel vom Ausländer-Duo Kyle Gibbons (Topscorer der Süd-Staffel mit 88 Punkten) und Curtis Leinweber (73) ab. Auch Herne stellt mit Aaron McLeod (100) und Bradley Snetsinger (98) zwei fleißige Punktesammler.

Starbulls Rosenheim (2. Süd) - Hannover Indians (7. Nord)

DEL2-Absteiger Rosenheim will unbedingt zurück in die zweithöchste Klasse und dürfte sich von den Indians nicht aufhalten lassen. Für die Starbulls spricht die Ausgeglichenheit - vier starke Sturmreihen - und die beste Defensive um Top-Goalie Lukas Steinhauer. Die Indians setzen auf die von allen Gegnern gefürchtete Atmosphäre im Eisstadion "Am Pferdeturm".

Selber Wölfe (3. Süd) - Füchse Duisburg (6. Nord)

Das Duell Wölfe kontra Füchse scheint ziemlich offen zu sein. Selb ist das beste Unterzahlteam, aber oft zu harmlos in Überzahl. Duisburg liegt in beiden Statistiken im Mittelfeld. Die Wölfe haben vier Spieler unter den "Top 15" der Scorerliste: Jared Mudryk (83 Punkte), Kyle Piwowarczyk (67), Landon Gare (61) und Ian McDonald (58). Bei den Füchsen können mehr Akteure ein Spiel entscheiden, nicht nur Topscorer Raphael Joly (60).

EV Landshut (4. Süd) - Moskitos Essen (5. Nord)

Auch in dieser Paarung ist der Ausgang offen. Hauptrunden-Primus EV Landshut offenbarte in der Meisterrunde viele Schwächen und fiel auf Rang vier zurück. Hinter Rosenheim stellt der EVL die zweitbeste Defensive im Süden, Essen hat im Norden hinter Meister Tilburg die meisten Tore geschossen. Bei den Moskitos steht der frühere Weidener Verteidiger Frank Gentges als Coach an der Bande. Der letztjährige Devils-Angreifer Marko Babic ist verletzt.

Tilburg Trappers (1. Nord) - Blue Devils Weiden (8. Süd)

Tilburg sicherte sich mit 28 Punkten Vorsprung Platz eins im Norden. Die Niederländer, die nach wie vor nicht in die DEL2 aufsteigen dürfen, gewannen 2016 und 2017 die deutsche Oberliga-Meisterschaft und peilen den dritten Titel in Folge. Die Blue Devils sind der "Underdog". Sie haben aber mit Siegen gegen die "Top 3" der Oberliga Süd - Deggendorf, Rosenheim und Selb - bewiesen, dass sie auch gegen Favoriten bestehen können.

Saale Bulls Halle (2. Nord) - EV Regensburg (7. Süd)

Der Heimvorteil spricht für Halle, doch die Regensburger haben sich zum Ende der Meisterrunde stabilisiert. Das Prunkstück der Saale Bulls ist die Defensive, die zweitbeste hinter Tilburg, um Top-Goalie Kevin Beech. Im Angriff fehlt ein überragender Scorer, der EVR hat mit Nikola Gajovsky (82 Punkte) und Arnoldas Bosas (73) gleich zwei. Der Litauer Bosas ist mit 44 Treffern der Top-Torjäger in den Süd-Staffel.

Icefighters Leipzig (3. Nord) - ERC Sonthofen (6. Süd)

Leipzig bot bis Dezember dem souveränen Meister Tilburg Paroli, ließ aber seit dem Jahreswechsel stark nach. Bei Sonthofen ist der Trend gegenteilig: Wie meist in den vergangenen Jahren kamen die Bulls nach einem schwachen Start im Lauf der Saison richtig in Schwung. Die Abwehr um Goalie Patrick Glatzel ist der große Trumpf der Allgäuer, die eine leichte Favoritenrolle einnehmen.

Hannover Scorpions (4. Nord) - EC Peiting (5. Süd)

Im Sturm der Scorpions geben zwei ehemalige Weidener den Ton an. Patrick Schmid trug in der vergangenen Saison das Devils-Trikot, das kurze Engagement von Björn Bombis liegt schon länger zurück. Beide erzielten heuer 86 Scorerpunkte, Schmid ist mit 50 Treffern der Top-Torjäger der Oberliga Nord. Auch Peiting hat mit Ty Morris (74) und Milan Kostourek (65) zwei fleißige Punktesammler, ist aber insgesamt ausgeglichener besetzt. Zudem stellen die Oberbayern mit Bradley Miller (60) den mit Abstand punktbesten Verteidiger der Oberliga Süd.

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