04.02.2009 - 00:00 Uhr
Weiden in der OberpfalzSport

EV Regensburg peilt Durchmarsch in Oberliga an - Schlagerspiel am Freitag Der klare Aufstiegsfavorit

Der EV Regensburg hat nie ein Geheimnis aus seiner Zielsetzung gemacht. Schon im Mai 2008, kurz nach der Insolvenz der Eisbären-Betriebs-GmbH und dem Rückzug von der 2. Bundesliga in die Landesliga, gab es eine klare Ansage: Schnellstmögliche Rückkehr ins Profi-Eishockey unter dem Motto "Durchmarsch in die Oberliga".

von Rudolf Gebert Kontakt Profil

Der Aufstieg in die Bayernliga ist für den EV Regensburg also nur ein Etappenziel. Eine Hürde - vielleicht sogar die schwerste - auf dem Weg dorthin sind die Blue Devils, die den Topfavoriten von der Donau am Freitag um 20 Uhr im Weidener Eisstadion empfangen. Vor dem Oberpfalzderby in der Gruppe A der Aufstiegsrunde zur Bayernliga führt Regensburg (12:0 Punkte) die Tabelle vor Weiden (10:0) und dem EV Lindau (10:2) an.

Dass der Aufstieg allerdings kein Selbstläufer wird, musste der EV Regensburg schon in der Vorrunde der Landesliga Nord erfahren. Nach Niederlagen in Pegnitz und zwei Mal gegen Meister EHC Bayreuth reichte es "nur" für Platz zwei. Damit verpassten die Bezirkshauptstädter ebenso wie die drittplatzierten Blue Devils den Sprung in die offensichtlich leichtere Gruppe B. Somit kämpfen beide Teams in der Gruppe B um den Aufstieg und die Vorherrschaft in der Oberpfalz. Das freut natürlich besonders die Kassierer, denn sowohl morgen in Weiden, als auch am 20. Februar beim Rückspiel in der Donauarena wird mit ausverkauften Stadien gerechnet.
Da die Regensburger nichts dem Zufall überlassen wollten, haben sie sich im Dezember 2008 mit den Oberliga-Verteidigern Rainer Schuster (Passau) und Patrick Landstorfer (Deggendorf) verstärkt. Mitte Januar wurde dann auch die bis dahin offene Ausländerposition mit Dustin Hughes besetzt. Das Gastspiel des kanadischen Stürmers war allerdings nur von kurzer Dauer. Im Match gegen Geretsried - erst sein dritter Einsatz für Regensburg - erlitt Hughes eine schwere Augenverletzung. Für ihn ist die Saison beendet, er ist inzwischen in seine Heimat zurückgekehrt.

Doch auch ohne Hughes bleibt der EVR der Aufstiegsfavorit Nummer eins. "Regensburg hat mehr Qualität in der Spitze", sagt Devils-Coach Viktor Proskouriakov, der damit vor allem das Top-Trio Thomas Daffner (67 Scorerpunkte), Sven Gerike (57) und Christian Setz (50) meint. "Kopf der Mannschaft" ist der 37-jährige Daffner. Der Ex-Nationalspieler (15 Länderspiele) nahm 2001 an der Weltmeisterschaft in Deutschland teil und absolvierte für die Kassel Huskies über 200 DEL-Spiele. Zuletzt spielte er vier Jahre für den EV Landshut in der 2. Bundesliga. Auch Spielertrainer Gerike verfügt über viel Erfahrung, unter anderem war der 32-Jährige zuletzt fünf Jahre für die Eisbären Regensburg in der 2. Bundesliga am Puck. Setz ist ebenfalls 32 Jahre alt, er spielte sechs Jahre für Straubing in der 1. Liga Süd sowie in der Oberliga und hatte in den letzten fünf Jahren maßgeblichen Anteil am Passauer Höhenflug.

Sollte es den Blue Devils gelingen, dieses Trio in Schach zu halten, sind sie gegen den alten Rivalen nicht chancenlos. Eine weitere Vorraussetzung ist, dass die Weidener endlich einmal komplett antreten können. Das war bei den Vorrundenduellen nicht der Fall: Sowohl beim 3:5 zu Hause, als auch beim 4:5 in Regensburg fehlte jeweils eine Reihe wichtiger Leistungsträger.

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