Ex-Trainer der Spvgg Weiden vor Einzug in Meisterrunde
Lettieri sorgt in Polen für Furore

Gino Lettieri (links) trainierte früher auch die SpVgg Weiden. Jetzt zeigt er als Trainer in Polen vollen Einsatz. Bild: Archivbild: Eger
Sport
Weiden in der Oberpfalz
12.01.2018
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Weiden/Kielce. Das Urteil vor der Saison war klar: Korona Kielce steigt aus der ersten polnischen Fußball-Liga ab. Der Stand zur Winterpause: Korona Kielce ist die Überraschung der Saison, liegt auf Platz 7 in der 16-er-Liga. Trainiert wird der Klub aus dem Städtchen 180 Kilometer südlich von Warschau seit dem Sommer von Gino Lettieri, dem Ex-Trainer der SpVgg Weiden, der auch früher immer wieder beim SV Poppenreuth (Kreis Tirschenreuth) gespielt hat. "Ich bin mehr als zufrieden", sagt Lettieri, der immer noch beste Kontakte in die Region hat, in einem Interview mit dem "Kicker".

"Das Team hat sich den bisherigen Erfolg Stück für Stück erarbeitet", lobt der Coach seine Truppe. Dabei sei er anfänglich schon erschrocken gewesen ob der körperlichen Verfassung der Spieler. In den letzten Spielen ging seiner Mannschaft auch etwas die Puste aus. "Diesen Einbruch hatte ich aber schon eher erwartet", sagt Lettieri. Der Spielplan sei doch sehr dicht gedrängt und sein Kader sehr klein. "Wir müssen da noch was tun", wird der 51-Jährige im "Kicker" zitiert, " aber unser Budget ist natürlich sehr begrenzt". Laut Trainer liegt das Saisonbudget bei etwa fünf Millionen Euro, was den Zahlen eines kleineren deutschen Zweitligisten entspricht.

Dennoch ist Lettieri, dessen letzte Trainerstationen in Deutschland der MSV Duisburg und der FSV Frankfurt waren, aber auf dem besten Weg, die Play-offs der besten acht Teams zu erreichen. "Das wäre mehr als ein Traum", sagt er. Zudem steht Korona im Pokal-Halbfinale. Es ist gar nicht so abwegig, dass Lettieri mit seinem Team nächste Saison gar internationale Spiele bestreitet.

International ist auch sein Umgang mit den Spielern. "Ich habe drei Spieler, die Italienisch verstehen", sagt der Italo-Schweizer. "Einige verstehen Deutsch, mit anderen spreche ich Englisch", erzählt er im Fachmagazin. "Und für den Rest übersetzt mein Co-Trainer ins Polnische." Die Fußballer ist eh international und alle Spieler scheinen zu wissen, was Lettieri will. "Die Aufgabe mit einem Klub, mit keinem Budget das Maximale herauszuholen, fand ich spannend", sagte Lettieri noch. Er hat schon viel geschafft.
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