13.10.2017 - 22:14 Uhr
Weiden in der OberpfalzSport

Fußball Bayernliga Nord Nächste Pleite für SpVgg SV

Vor Wochenfrist 1:5 in Würzburg, jetzt die gleiche Klatsche gegen Hof - die Talfahrt der SpVgg SV Weiden nimmt beängstigende Formen an. Im Derby am Freitagabend wachen die Schwarz-Blauen erst auf, als es schon zu spät ist.

Das war die Vorentscheidung: Tomas Petracek traf in der 55. Minute mit einem überlegten Flachschuss auf 15 Metern flach ins untere Eck zum 3:1 für die SpVgg Bayern Hof. Danach drehte der Hofer Torjäger jubelnd ab, rechts am Boden der Weidener Martin Bächer. Bild: A. Schwarzmeier
von Sebastian SchellProfil

Nach dem miserablen Auftritt in Würzburg hatte Stefan Fink während der Woche Einzelgespräche mit den Spielern geführt, mehr Willenskraft und Engagement eingefordert. Auf fruchtbaren Boden sind die eindringlichen Worte nicht gefallen. Eine Stunde lang zeigten die Weidener gegen die SpVgg Bayern Hof einen geradezu mutlosen Auftritt und handelten sich zurecht eine hohe 1:5 (1:1)-Heimniederlage ein - die dritte der laufenden Saison.

Erst spät aufgewacht

"Wir sind erst nach einer Stunde aufgewacht. Das ist viel zu spät", kritisierte Fink seine Mannschaft. "Wir hatten lange keinen Zugriff auf den Gegner, konnten die Bälle nicht in den eigenen Reihen halten. Das war ohne Mumm. So kann man nicht auftreten." Den Hofer Sieg bezeichnete der SpVgg-SV-Coach als "vollkommen in Ordnung". Eine Sichtweise, die auch Bayern-Coach Alexander Spindler teilte: "Wir waren 60 Minuten lang klar besser. Der Rückstand hat uns nicht aus der Bahn geworfen. Am Ende haben wir für unser aggressives Spiel belohnt."

Beide Teams starteten nervös in die letzte Vorrundenbegegnung. Ziemlich schnell war aber erkennbar, dass die Formkurve der Hofer deutlich nach oben zeigt. Durch bissige Zweikampfführung und geschickte Raumaufteilung übernahmen die Gäste nach 15 Minuten das Zepter und erspielten sich ein klares Übergewicht. Die SpVgg SV war immer einen Schritt zu spät und konnte froh sein, dass die Oberfranken aus ihrer Überlegenheit und mehreren Möglichkeiten kein Kapital schlugen

Wie aus dem Nichts kam die SpVgg SV in den Genuss des ersten Treffers. Benjamin Werner nickte eine Hereingabe von Johannes Scherm zum schmeichelhaften 1:0 aus kurzer Entfernung ein (29.). Die Führung änderte nichts am Spielverlauf. Hof konnte noch vor dem Seitenwechsel mit einem sehenswerten Freistoßtor aus gut 20 Metern in den Winkel durch Philipp Dartsch ausgleichen (41.).

Sahen die Weidener Fans zuletzt im zweiten Durchgang regelmäßig eine stärker auftretende SpVgg-SV- Elf, so setzte es diesmal eine kalte Dusche in Form eines Doppelpackes. Martin Bächer konnte den agilen Tomas Petracek nicht stoppen und Harald Fleischer schob dessen Vorlage nur 60 Sekunden nach Wiederanpfiff locker aus zwei Meter ein (47.). Nur wenig später stand wieder das Duell Petracek gegen Bächer im Blickpunkt. Erneut setzte sich der Hofer durch und ließ Torwart Dominik Forster mit einem Flachschuss keine Abwehrchance (55.).

Elfmeter verschossen

Erst jetzt zeigte sich die Wasserwerkelf agiler und drängte die Hofer in die eigene Hälfte zurück. Christoph Hegenbart zielte zweimal knapp vorbei (55./57.). Auch Werner verzog alleine vor Torwart Christopher Schulz (70.). Als der eingewechselte Josef Rodler von Miranda im Strafraum zu Fall gebracht wurde, lag der Anschlusstreffer in der Luft. Florian Rupprechts Elfmeter gegen seine ehemaligen Teamkameraden war aber zu schwach geschossen und Schulz konnte rechts unten parieren. Damit waren das letzte Aufbäumen und die beste Phase der Schwarz-Blauen im Keim erstickt. Erneut Fleischer mit einem Tor des Monats in den Winkel (80.) und Özdemir (89.) schraubten das Ergebnis auf 1:5.

Während die Hofer einen Befreiungsschlag im Abstiegskampf schafften, rutscht die SpVgg SV Weiden immer tiefer in den Abstiegsstrudel. Am kommenden Samstag bietet sich zum Rückrundenauftakt die nächste Gelegenheit, die Negativserie von jetzt fünf Spielen ohne Sieg zu beenden. "Wir brauchen dringend ein Erfolgserlebnis", mahnt Stefan Finkan. Gegner im Sparda-Bank-Stadion ist dann der TSV Großbardorf.SpVgg SV Weiden: Forster, Wildenauer, Polom, Bächer (57. Rodler),Rupprecht, Scherm, Graf, Hegenbart (83. Reich), Graml, Lang (46. Busch), Werner

Nachrichten per WhatsApp und Facebook Messenger

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.