06.04.2018 - 22:52 Uhr
Oberpfalz

Fußball bayernliga Nord SpVgg SV: Befreiungsschlag bleibt aus

Die SpVgg SV Weiden tritt auf der Stelle. Beim 2:2 am Freitagabend gegen die zweite Mannschaft des 1.FC Schweinfurt 05 verbuchten die Schwarz-Blauen zwar den ersten Punktgewinn in 2018, der nötige Befreiungsschlag blieb aber aus.

von Sebastian SchellProfil

Nach sieben Niederlagen in Folge wollten die Weidener gegen den Tabellennachbarn aus Unterfranken unbedingt einen Dreier einfahren, um im Kampf um den direkten Klassenerhalt wieder Boden gutzumachen. Nach 90 kampfbetonten Minuten stand aber lediglich eine Punkteteilung. "Wir hätten heute eigentlich gewinnen müssen", kommentierte Interimstrainer Florian Schrepel das unbefriedigende Remis. "Aber es hilft nichts. Wir dürfen nicht jammern, sondern müssen weitermachen, auch wenn uns langsam die Spiele wegrennen."

Schrepel nahm im Vergleich zur 1:2-Niederlage bei der SpVgg Ansbach nur eine Änderung vor. Der zuletzt gesperrte Johannes Scherm startete für Niklas Lang. Wie bereits in Ansbach agierte Christoph Hegenbart neben Florian Rupprecht als Innenverteidiger in der Viererkette. Letzterer sorgte für einen denkbar schlechten Weidener Auftakt bei Schrepel's Heimdebüt. Völlig unbedrängt spielte Rupprecht einen Aufbaupass in die Beine von Tobias Fleischer, der aus zehn Metern keine Mühe hatte, um Torwart Noah Schmidt zum ersten Treffer des Abends zu überwinden (4.).

Die Schwarz-Blauen reagierten wütend und hätten durch eine Doppelchance von Ondrej Brusch zeitig den Ausgleich erzielen können, jedoch parierte beide Male Schweinfurts Keeper Christoph Saballus (8./10.). Schweinfurt zog sich mit einer Fünferkette tief zurück in die eigene Hälfte und überließ der SpVgg SV das Spiel. Viel Ballbesitz, aber auch wenig Tempo kennzeichneten die Aktionen der Gastgeber nach vorne. Dagegen war die Defensive anfällig. Ein weiter Ball hebelte die gesamte SpVgg-SV-Hintermannschaft aus und erneut war es Fleischer, der Schmidt mit einem gekonnten Heber zum 0:2 überlistete (28.). "Diese beiden Gegentore haben uns schlussendlich um den Sieg gebracht", sagte Schrepel.

Die Max-Reger Städter waren geschockt, bis ein Zufallsprodukt der SpVgg SV neues Leben einhauchte. Wie eine Billardkugel fiel der Ball nach drei Stationen Josef Rodler vor die Füße, der eiskalt zum wichtigen Anschlusstreffer in die kurze Ecke einnetzte (39.). Praktisch mit dem Pausenpfiff verhinderte die Latte bei einem Weitschuss von Fabio Feidel Schlimmeres für die Heimelf.

Die SpVgg SV nahm nach dem Wechsel ihr Herz endlich in beide Hände und hatte zu Beginn des zweiten Durchganges ihre stärkste Phase. Wieder war es Rupprecht, der für den ersten Aufreger sorgte. Einen Freistoß aus 22 Metern setzte der Innenverteidiger zum frühen 2:2 sehenswert in die Maschen (49.). Nun zeigte die Wasserwerkelf die von Schrepel geforderten Emotionen. Michael Busch hatte mit einer Doppelchance die Führung auf dem Fuß, scheiterte aber beide Male an Saballus (62./67.). Da jetzt auch die "Schnüdel" mutiger wurden, entwickelte sich ein ansehnlicheres Spiel als in der ersten Hälfte. Benjamin Werner hatte die beiden einzigen "Bretter" des restlichen Abends auf dem Fuß. Alleine vor Saballus verzog er zunächst knapp (80.) und seinem Kopfball fehlte es am nötigen Schwung (83.). "Wir müssen jetzt das Positive rausziehen. Immerhin haben wir gezeigt, dass wir noch leben", sagte Schrepel in Hinblick auf das Heimspiel am Mittwoch gegen die SpVgg Jahn Forchheim. Und Christoph Hegenbart, der neue Innenverteidiger, pflichtete bei: "Die Moral in der Mannschaft stimmt. Es gibt keinen Grund aufzugeben."

Wir dürfen nicht jammern, sondern müssen weitermachen, auch wenn uns langsam die Spiele wegrennen.Florian Schrepel

SpVgg SV Weiden: Schmidt, Wildenauer, Rupprecht, Scherm, Graml, Heinl (86. Reich), Hegenbart, Brusch (76. Zeitler), Busch Rodler (68. Lang), Werner

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