06.05.2018 - 21:20 Uhr
Oberpfalz

Fußball Bayernliga Nord SpVgg SV darf weiter hoffen

Die SpVgg SV Weiden revanchiert sich für die Hinspielniederlage und erhält sich mit einem 3:1-Erfolg bei der DJK Gebenbach die kleine Chance auf den direkten Klassenerhalt in der Fußball-Bayernliga Nord. Gästetrainer Florian Schrepel hat dabei ein glückliches Händchen bei seiner Taktik.

Der Weidener Winterneuzugang Adam Hajek (rechts am Ball), Torschütze zur 1:0-Führung, hat die Gebenbacher Johannes Böhm (links vorne) und Kapitän Timo Kohler (Mitte) ausgespielt und strebt auf das Tor zu. Bild: Ziegler
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Gebenbach. Der Abstand blieb gleich, doch jetzt sind es nur zwei Spiele: Da auch die DJK Don Bosco Bamberg am 32. Spieltag der Fußball-Bayernliga Nord gewann, hat die SpVgg SV Weiden weiterhin fünf Punkte Rückstand auf einen Nicht-Relegationsplatz. "Natürlich haben wir heute ein ganz primitives Mittel gehabt, die Gebenbacher zu schlagen", sagte Weidens Trainer Florian Schrepel nach dem 3:1-Sieg vor rund 400 Zuschauern in Gebenbach: "Das hat geheißen, hinten zu Null zu spielen und vorne ein Tor mehr zu machen. Bei so einer Spielweise braucht man natürlich bei den Kontern auch ein bisschen Glück - und das haben wir heute gehabt."

Dass er mit der defensiven Grundausrichtung den richtigen Ansatz gewählt hatte, bestätigte auch Trainerkollege Faruk Maloku. "Weiden hat sein Konzept durchgebracht, auf Konter zu spielen. Dieses Mittel gerade im Abstiegskampf anzuwenden, ist auch völlig in Ordnung." Gebenbach hatte die beste Phase in den ersten 15 Minuten, als sich der tief stehende Gegner noch nicht so richtig auf die Heimelf eingestellt hatte. Nach Kopfballmöglichkeiten von Novotny und Kohler (3./7.) sowie einem Gorgiev-Freistoß in der 8. Minute hätte die DJK durchaus in Führung gehen können. Die größte Möglichkeit hatten aber die Gäste bei ihrem ersten Angriff in der 12. Minute, als der schnelle Adam Hajek alleine auf Torhüter Michael Nitzbon zulief, der DJK-Schlussmann dieses Duell aber für sich entschied.

Die zweite Möglichkeit nach einem kapitalen Fehler der DJK im Mittelfeld nutzte der agile Hajek und brachte seine Elf in der 19. Minute in Führung. In der Folge tat sich Gebenbach extrem schwer, Positionen und Lücken in der dichtgestaffelten Gästeabwehr zu finden. Den Weidenern gelang es, die Räume eng zu halten und auf Fehler im Spielaufbau der DJK zu lauern. Nach einem weiteren individuellen Fehler der Gebenbacher gelang Mathias Heinl vier Minuten vor der Pause das 0:2.

Für die zweiten 45 Minuten brachte DJK-Trainer Maloku Torjäger Marco Seifert. Ausgerechnet in der Phase, als Gebenbach richtig Druck aufbaute und den Gegner einschnürte, gab es nach dem ersten Konter der Gäste in der zweiten Hälfte einen Foulelfmeter, den Benjamin Werner zum 0:3 (52.) verwandelte. Lukas Libotovsky hatte seinen Landsmann Adam Hajek zu Fall gebracht.

Nur fünf Minuten später startete Timo Kohler ein Solo in den Strafraum und konnte nur noch durch ein Foul gestoppt werden. Dominik Haller ließ beim Elfmeter dem starken Gästetorhüter Schmidt keine Chance und verkürzte auf 1:3. Gebenbach bemühte sich weiter, und Weiden hatte in der 72. Minute Glück, dass der Schiedsrichter nach einem Foul von Wildenauer an Kohler nicht erneut auf den Punkt zeigte.

"Gebenbach hat uns keinen Millimeter geschenkt, die wollten das Spiel unbedingt gewinnen und daher muss ich meiner Mannschaft noch mehr Respekt zollen. Es war sicherlich kein unverdienter Sieg, auch weil wir taktisch sehr, sehr diszipliniert gespielt haben", so der Weidener Trainer Schrepel nach dem Spiel.

Natürlich haben wir heute ein ganz primitives Mittel gehabt, die Gebenbacher zu schlagen.Florian Schrepel, Trainer der SpVgg SV Weiden

DJK Gebenbach: Nitzbon, Gorgiev, Biermeier, Libotovsky, Kohler, Haller, Böhm, Hempel, Becker, Jonas Lindner (65. Kopac), Novotny (46. Seifert)

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