Fußball Bayernliga Nord
SpVgg SV: Mehr Hoffnung trotz Niederlage

Die Weidener Spieler nahmen in Ansbach die Zweikämpfe an. In dieser Szene behauptet sich Niklas Lang (rechts) gegen den Ansbacher Max Störzenhofecker; am Boden verfolgt Michael Busch (Weiden) die Aktion. Bilder (2): Markus Zahn
Sport
Weiden in der Oberpfalz
02.04.2018
219
0
 
"Unser Spiel heute war auf jeden Fall in Ordnung und wir hätten zumindest einen Punkt verdient gehabt." Zitat: Florian Schrepel, Interimstrainer bei der SpVgg SV Weiden

Keine schnelle Kehrtwende bei der SpVgg SV Weiden: Die Schwarz-Blauen müssen sich auch im Spiel eins nach dem Rücktritt von Trainer Stefan Fink geschlagen geben. In Ansbach schnuppern die Weidener allerdings lange Zeit an einem Punktgewinn.

Bis zur 85. Minute hielt der Tabellen-14. ein 1:1, ehe die Mittelfranken in Form von Patrick Kroiß doch noch zuschlugen und den 2:1-Siegtreffer erzielten. Dennoch macht der Auftritt am Ostermontag Hoffnung, den derzeitigen Relegationsplatz noch verlassen zu können. "Unser Spiel heute war auf jeden Fall in Ordnung und wir hätten zumindest einen Punkt verdient gehabt", sagte Interimstrainer Florian Schrepel. "Aber oft ist es leider so, dass du, wenn du unten stehst, auch nicht das nötige Glück hast."

Tatsächlich hielten die Nordoberpfälzer vor allem in Durchgang eins mit Mann und Maus dagegen und verlangten den Ansbachern alles ab. Auch der Rückstand durch einen Treffer des ständigen Unruheherds Patrick Kroiß (21.) beeindruckte die SpVgg SV wenig. Aus einer sicheren Abwehr heraus, waren die diesmal kampfstarken Schwarz-Blauen immer wieder gefährlich und verdienten sich den Ausgleich durch Josef Rodler (37.).

Dieser Treffer gab der angeknacksten Weidener Seele Auftrieb. Fortan war die SpVgg SV die bessere Mannschaft. "Da hätten wir nachlegen können, beziehungsweise müssen", meinte Schrepel. "Dann wäre mehr möglich gewesen." Vor allem in der Anfangsphase der zweiten Hälfte trat die Gästeelf spielerisch verbessert auf und spielte auch mutig nach vorne. Den Sturm und Drang stoppte dann einmal mehr ein Platzverweis - es war der fünfte in den letzten beiden Wochen. Nach Meinung von Schiedsrichter Jonas Beinhofer hatte Benjamin Werner einen Zweikampf in der Luft unfair geführt und bestrafte diese Aktion mit der Ampelkarte (69.). "Das war schon sehr zweifelhaft", beurteilte Schrepel das Strafmaß.

Dennoch blieb die SpVgg SV aktiv und hatte trotz Unterzahl Möglichkeiten zur Führung. Am Ende war es Topscorer Kroiß, der den Unterschied ausmachte. Unwiderstehlich ließ dieser zwei Mann stehen und vollendete kurz vor Schluss mit seinem 20. Saisontor zum 2:1 für Ansbach (85.). "Es sollte einfach nicht sein, aber unser Auftritt macht Mut", sagte Schrepel nach dem Schlusspfiff. Und er kündigte an: "Wir werden in den kommenden Wochen alles für den direkten Klassenerhalt tun." Den Anfang machen kann die Mannschaft bereits am Freitag, 6. April. Dann gastiert um 19.30 Uhr mit dem Tabellen-16. 1. FC Schweinfurt 05 II ein direkter Konkurrent im Sparda-Bank-Stadion.

SpVgg Ansbach: Himmrich, Belzner, Zillmann (79. Manz), Hasselmeier, Schmidt, Störzenhofecker, Kroiß (89. Silaklang), Mechnik, Meyer, Beck, Landshuter (67. Stolz)

SpVgg SV Weiden: Schmidt, Wildenauer, Rupprecht, Heinl (89. Bächer), Graml, Lang (89. Kovac), Hegenbart, Brusch, Busch Rodler (81. Zeitler), Werner

Tore: 1:0 (21.) Patrick Kroiß, 1:1 (37.) Josef Rodler, 2:1 (85.) Patrick Kroiß - SR: Jonas Beinhofer (Murnau) - Zuschauer: 246 - Gelb-Rot: (69.) Benjamin Werner (SpVgg SV)

Unser Spiel heute war auf jeden Fall in Ordnung und wir hätten zumindest einen Punkt verdient gehabt.Florian Schrepel, Interimstrainer bei der SpVgg SV Weiden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.