27.04.2018 - 21:22 Uhr
Oberpfalz

Fußball Bayernliga Nord SpVgg SV: Nur Derbysieg nährt Hoffnungen

Es ist vollbracht. Vier Wochen vor Saisonende ist die Terminhatz mit teilweise fünf Nachholpartien für einzelne Vereine in der Bayernliga Nord beendet. Der Blick auf die nun begradigte Tabelle verheißt allerdings für die SpVgg SV Weiden nichts Gutes.

Im Hinspiel (1:1) gab es keinen Sieger: Bei der Derby-Neuauflage muss die SpVgg SV Weiden (links Benjamin Werner) beim FC Amberg einen Dreier landen, um noch eine Chance auf den direkten Klassenerhalt zu haben. Bild: A. Schwarzmeier
von Sebastian SchellProfil

Fünf Punkte, bei noch drei Auswärtspartien und lediglich einem Heimspiel, beträgt der Rückstand auf das rettende Ufer. Deswegen kommt dem Oberpfalzderby beim FC Amberg enorme Bedeutung zu. Ein Sieg beim abgeschlagenen Tabellenschlusslicht an diesem Samstag um 14 Uhr im Stadion am Schanzl ist Pflicht, um die Relegation vielleicht doch noch zu vermeiden.

Kein Selbstläufer

"Wir wollen den Schwung aus dem Spiel gegen Erlenbach mitnehmen. Ich hoffe, der erste Sieg in diesem Jahr gibt Selbstvertrauen. Das Derby wird alles andere als ein Selbstläufer", blickt Florian Schrepel auf das vergangene Wochenende zurück. Dort feierte er beim 4:1 gegen den SV Erlenbach seinen ersten Sieg als Interimstrainer, zudem stoppte die SpVgg SV eine Serie von zehn Spielen ohne vollen Erfolg seit dem 28. Oktober 2017 (2:0 beim 1. FC Sand).

"Wir brauchen drei Punkte, um noch im Rennen zu bleiben. Wir wollen vor allem an die Leistung aus der zweiten Hälfte gegen Erlenbach anknüpfen, gerade in der ersten Halbzeit war es noch zu wenig. Wir müssen das Spiel in Amberg als ein Derby annehmen und dagegenhalten", so Schrepel. Keinen negativen Einfluss auf die Mannschaft soll seine Entscheidung haben, mit sofortiger Wirkung seine Doppelfunktion als sportlicher Leiter bei der SpVgg SV Weiden zu beenden (siehe Seite 11).

Auch wenn der FC Amberg eine rabenschwarze Saison auf und neben dem Fußballplatz hinter sich hat und als designierter Absteiger feststeht, wird den Schwarz-Blauen nichts geschenkt werden. Bereits beim 1:1 im Hinspiel bereitete die Mannschaft von Trainer Lutz Ernemann der Wasserwerkelf Probleme. Hauptgrund, dass der FC nur vier Siege in 30 Begegnungen feiern konnte, ist die Unerfahrenheit der Jugend. Mit Kevin Kühlein, der zum Regionalligisten VfB Eichstätt wechselte, verließ im Winter eine der letzten Stützen die Mannschaft. Toptorjäger Sebastian Schulik (12 Saisontore) ist der einzige Akteur über 30 Jahre im Kader.

Wieder Selbstvertrauen

"Defensiv gut stehen und vorne wieder kreativ agieren, dann bekommen wir Chancen. Man hat diese Woche im Training gemerkt, was mit mehr Selbstvertrauen möglich ist. Die Stimmung war wieder besser", umschreibt Schrepel seinen Matchplan. Wenn sich dann auch Benjamin Werner gegen seinen Ex-Verein wieder so treffsicher zeigt wie zuletzt, als er gegen Erlenbach seine Trefferbilanz auf die Zahl zwölf aufbesserte, liegt ein Derbyerfolg im Bereich des Möglichen. Außer den Langzeitverletzten kann das komplette Aufgebot die kurze Reise in die Vilsstadt antreten.

Wir müssen das Spiel in Amberg als ein Derby annehmen und dagegenhalten.Florian Schrepel

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