08.05.2018 - 20:00 Uhr
Oberpfalz

Fußball Bayernliga SpVgg SV bemüht den Rechenschieber

Rechenschieber statt rundes Leder: Fußball-Bayernligist SpVgg SV Weiden tauscht in diesen Tagen das Arbeitsgerät. Die Denksportaufgabe lautet: Wie können die Schwarz-Blauen noch den direkten Klassenerhalt schaffen?

Die Chancen auf den direkten Klassenerhalt stehen für die SpVgg SV Weiden eher schlecht. Dennoch wollen Benjamin Werner (links) und Co. in den letzten beiden Saisonspielen noch einmal alles versuchen, um der Relegation zu entgehen. Bild: A. Schwarzmeier
von Alfred Schwarzmeier Kontakt Profil

Die Zahl der Optionen, das weiß Florian Schrepel, ist begrenzt. Genau genommen gibt es deren zwei. "Wir müssen entweder den FC Eintracht Bamberg überholen", sagt der Weidener Trainer. "Oder uns gelingt es, als bester Bayernliga-14. ins Ziel zu kommen." Für beide Modelle, da beißt die Maus keinen Faden ab, sind zwei Siege in den letzten beiden Saisonspielen eigentlich zwingend notwendig. "Wenn wir das nicht schaffen, erübrigen sich wohl alle Rechenbeispiele", beschreibt Schrepel die schwierige Ausgangslage.

Und damit nicht genug: Selbst wenn die Wasserwerkelf zwei Dreier im Heimspiel gegen die Würzburger Kickers II und im Saisonfinale bei der SpVgg Bayern Hof einfahren sollte, muss auch die Konkurrenz mitspielen. Aus eigener Kraft kann die SpVgg SV nicht mehr der Relegation entkommen.

"So lange die Chance da ist, müssen und werden wir an den direkten Ligaverbleib glauben", gibt sich Schrepel kämpferisch. Seinen Spielern hat er in den vergangenen Tagen immer wieder das Gleiche gepredigt: "Auch wenn die Chance gering ist, müssen wir die Grundtugenden des Fußballs in die Waagschale werfen", fordert der Trainer. "Und die heißen Leidenschaft und Kampf."

Die jüngste Erfolgsserie mit 10 Punkten aus 4 Spielen habe der Mannschaft neues Selbstvertrauen eingeimpft, hat Schrepel erkannt. "Wir sind auf einem guten Weg. Die Spieler haben zuletzt gesehen, dass sie wieder Erfolg haben können", berichtet er. Und wenn es nicht reicht? "Dann werden wir die Flinte nichts ins Korn werfen", betont der Coach. Wichtig sei, "mit einem positiven Gefühl in die Relegation zu gehen. Deshalb müssen wir auch in jedem Spiel, noch einmal alles versuchen". In seiner langen Fußballerkarriere hat Schrepel bereits die verrücktesten Dinge erlebt: "In einem Saisonfinale ist oft alles möglich."

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