Fußball
Dreikampf um Vizemeisterschaft

Der Haidenaaber Coach Thomas Stock glaubt fest an einen Sieg über den TSV Reuth. Bild: af
Sport
Weiden in der Oberpfalz
19.05.2017
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Spannung pur in der Kreisklasse West: Bislang sind erst zwei Entscheidungen gefallen. Der VfB Mantel steigt auf und die SpVgg Windischeschenbach ab. Ansonsten ist alles vage. Gleich drei Teams stehen vor dem letzten Spieltag punktgleich auf den Rängen zwei bis vier. Wer liegt am Schluss auf dem Relegationsplatz? Brisant dabei ist, dass der ASV Haidenaab und der TSV Reuth im direkten Vergleich aufeinandertreffen. Sollte diese Partie remis enden, so könnte der TSV Kirchendemenreuth der lachende Dritte sein.

Am Tabellenende muss der SV Auerbach II tatenlos zusehen, was die Konkurrenz macht. Die scheinbar besten Karten, den Relegationsplatz zu ergattern, scheint der SV Kulmain II zu haben. Er empfängt das abgestiegene Schlusslicht SpVgg Windischeschenbach. Der TSV Kastl hat noch eine Mini-Chance, muss aber dazu im Derby beim TSV Pressath siegen und auf Schützenhilfe hoffen.

SV Kulmain II So. 15.00 SpVgg W'eschenbach

"Eigentlich waren wir ja schon abgestiegen. Nun haben wir doch noch die Chance, aus eigener Kraft die Klasse zu halten", lässt Kulmains Trainer Markus Schönl die letzten Wochen Revue passieren. "Meine Mannschaft hat jetzt Blut geleckt," sagt er in Hinblick auf die enorm wichtige Partie gegen Windischeschenbach. Schönl, der ein Sonderlob für "Oldie" Christian Griener übrig hat, kann wohl auf Kellner und Reger zurückgreifen. Josef Sperber, der zusammen mit Christopher Högen das Trainerduo bei der SpVgg bildete, ist froh, dass die Saison zu Ende geht. Für ihn war sie anstrengend und lehrreich zugleich.

TSV Krummennaab So. 15.00 SC Eschenbach

Der TSV Krummennaab ist froh, den Klassenerhalt rechtzeitig geschafft zu haben. "Am Schluss ging uns einfach die Luft aus", beschreibt Trainer Markus Tusek die Situation. Zu viele Spieler fielen verletzt aus und ein geregeltes Training war kaum mehr möglich. Mit dem gleichen Aufgebot wie am vergangenen Spieltag reist der SC Eschenbach zum Saisonfinale. Trainer Peter Renner zieht ein positives Fazit der abgelaufenen Spielzeit, ist es doch gelungen, die aus der Kreisliga abgestiegene Mannschaft zu stabilisieren.

SV Riglasreuth So. 15.00 TSG Weiherhammer

Der SV Riglasreuth möchte eine von Verletzungssorgen geplagte Saison erfolgreich beenden und einen Sieg gegen die TSG einfahren. Personelle Veränderungen gibt es im Vergleich zur Vorwoche kaum. Mehrere Spieler fallen weiter verletzt aus. Nachdem die TSG nach längerer Durststrecke endlich wieder einmal ein Spiel gewinnen konnte, will sie die Saison mit einem positiven Ergebnis abschließen. Trainer Tobias Heindl kann in seinem letzten Spiel als TSG-Coach auf das Aufgebot der Vorwoche zurückgreifen.

TSV K'demenreuth So. 15.00 SC Schwarzenbach

In den letzten Wochen agierte der TSV ein wenig glücklos. Die mangelnde Chancenverwertung verhinderte, sich vorzeitig den zweiten Platz zu sichern. Am Sonntag hilft nur ein Sieg gegen den SC Schwarzenbach weiter. Auch wenn es nicht mit der Vizemeisterschaft klappen sollte, können die Haberländer trotzdem auf eine sehr gute erste Kreisklassensaison zurückblicken. "Kirchendemenreuth wird uns logischerweise alles abverlangen, da es seine Chance auf Platz zwei wahren will", mein Thomas Baier. Der scheidende SC-Spielertrainer weist darauf hin, dass nach dem Spiel die Fans zu Speis und Trank auf dem Schwarzenbacher Sportgelände eingeladen ist.

TSV Pressath So. 15.00 TSV Kastl

Nachdem die letzte Chance, auf Platz zwei zu klettern, vorbei ist, will die Elf von Trainer Fritz Betzl die Saison gut zu Ende bringen. Der TSV ist mit dem, was die junge Truppe erreicht hat, zufrieden. Auf keinen Fall wird man Nachbarschaftshilfe leisten, sondern versuchen, das Abschlussspiel positiv zu gestalten. Der TSV Kastl ist realistisch und weiß, dass er nur noch eine Minichance hat, auf den Relegationsplatz zu klettern. Aber solange diese noch besteht, wird die Holub-Truppe versuchen, sie zu nutzen und drei Punkte aus Pressath mitzunehmen. Daran ändert auch die Tatsache nichts, dass die personelle Lage bescheiden ist.

FC Vorbach So. 15.00 VfB Mantel

Der FC Vorbach freut sich auf die Sommerpause, denn dann können endlich die vielen Blessuren auskuriert werden. Nur mit Hilfe von Jugendspielern und angeschlagenen Akteuren konnte man die letzten Spiele über die Runden bringen. Gegen Mantel möchte Spielertrainer Florian Ruder seinem langjährigen Stammtorhüter Johannes Rumsauer, der seine Laufbahn beendet, einen würdigen Abschied bereiten. Die Mannschaft von Trainer Roland Schuller will auch das elfte Spiel in Folge gewinnen. "Wir haben inzwischen 17 Punkte Vorsprung auf die nachfolgenden Mannschaften und können mit Stolz auf die Meister-Saison zurückblicken", freut sich der Coach zurecht.

ASV Haidenaab So. 15.00 TSV Reuth

Die junge Truppe des ASV hat sich stabilisiert und spielt mittlerweile, sowohl taktisch als auch läuferisch, sehr stabil. Sie kommt mit schnellem Umschaltspiel immer wieder zu guten Möglichkeiten. Der TSV spielte eine ähnlich gute Rückrunde und hat mit Michael Bachmeier und Fabian Quast zwei sehr gefährliche Offensivkräfte in seinen Reihen. Daher wird sich ein packendes Saisonfinale entwickeln. ASV-Trainer Thomas Stock ist zuversichtlich, die Reuther schlagen zu können. Befreit und ganz ohne Druck kann der TSV die Aufgabe in Haidenaab angehen, da man eigentlich mit dieser Chance gar nicht mehr gerechnet hatte. Nach langer Verletzungspause kehrt Jonas Walberer in den Kader zurück.
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