12.05.2017 - 20:10 Uhr
Weiden in der OberpfalzSport

Fußball Kein Selbstläufer für SpVgg SV

Ich kenne meine Spieler. Jeder möchte dabei sein und wird, wenn es irgendwie geht, auf die Zähne beißenSpVgg-SV-Trainer Franz Koller über die angespannte Personalsituation

Spannung pur in der Bayernliga Nord. Zwei Spieltage vor Saisonende kämpfen primär vier Mannschaften um den direkten Klassenerhalt - darunter die SpVgg SV Weiden, die am liebsten frühzeitig für klare Verhältnisse sorgen möchte.

Auf Stürmer Josef Rodler (rechts) muss die SpVgg SV Weiden in den letzten zwei Saisonspielen wegen eines Handbruchs verzichten. Aber auch ohne den Angreifer möchten die Schwarz-Blauen gegen den SC Eltersdorf einen Sieg landen. Ein Dreier könnte den vorzeitigen Ligaerhalt bedeuten. Bild: A. Schwarzmeier
von Sebastian SchellProfil

Um am vorletzten Spieltag vorzeitig den Ligaverbleib zu schaffen, sind die Schwarz-Blauen aber auf Schützenhilfe angewiesen ist. Sollte am Samstag um 14 Uhr im Sparda-Bank-Stadion gegen den SC Eltersdorf ein Sieg gelingen und gleichzeitig der 1. SC Feucht beim TSV Großbardorf verlieren, wäre ein weiteres Jahr in der Bayernliga gesichert.

"Wir schauen nur auf uns und wollen das letzte Heimspiel der Saison unbedingt gewinnen. Wir wissen aber auch, dass wir bei entsprechenden Ergebnissen alles klar machen können. Unsere Ausgangsposition ist nicht die schlechteste", blickt Trainer Franz Koller optimistisch auf die finale Phase der Saison.

Gründe dafür hat der Weidener Coach aktuell genug. Nicht nur, dass sein Team durch das wichtige 2:2 bei der SpVgg Ansbach in der Vorwoche seit fünf Spielen ungeschlagen ist, auch das Restprogramm der Konkurrenz gibt Anlass zur Hoffnung. "Wir haben mit Eltersdorf und danach den Würzburger Kickers zwei Teams aus dem Mittelfeld der Liga vor der Brust. Unsere Konkurrenten haben aber zum Teil noch Gegner, für die es um den Aufstieg geht. Das kann ein Vorteil sein", hofft Koller.

Auch wenn für den SC Eltersdorf die Luft raus ist, wird das Heimspiel für die Wasserwerkelf nicht zum Selbstläufer werden. Die Mittelfranken sind seit acht Spielen ungeschlagen und belegen aktuell den 6. Tabellenplatz. Trainer Bernd Eigner konnte das Team in seiner ersten Saison nach einem personellen Umbruch im Sommer stabilisieren. In der neuen Saison soll dann der Angriff auf die vorderen Plätze der Bayernliga gestartet werden. Ein Fingerzeig dafür ist der Transfer von Bastian Herzner, der vom SV Seligenporten zu seinem Heimatverein und zu Zwillingsbruder Tobias (15 Saisontore) zurückkehren wird. Im Hinspiel gewann der SCE klar mit 3:0.

Auf die SpVgg SV wartet im letzten Heimspiel der Saison also alles andere als eine leichte Aufgabe. Trotzdem hat Koller keine Bedenken, dass sich sein Team zu viel Druck macht: "Wir haben uns darauf eingestellt, dass es ein Kampf bis zum letzten Spieltag wird. Das haben wir uns selbst eingebrockt, deswegen habe ich nie gejammert. Umso erfreulicher ist, dass wir vielleicht jetzt schon den entscheidenden Schritt gehen können."

Allerdings haben die Weidener personelle Probleme. Neben dem letztmals gesperrten Andreas Wendl und dem beruflich im Ausland befindlichen Marco Kießling fällt Josef Rodler für den Rest der Spielzeit wegen eines Handbruches aus. Dazu sind mit Thomas Wildenauer, Stefan Graf, Alexander Jobst und Tobias Plößner etliche Akteure angeschlagen. "Ich kenne meine Spieler", sagt jedoch Koller. "Jeder möchte dabei sein und wird, wenn es irgendwie geht, auf die Zähne beißen."

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