06.05.2018 - 21:08 Uhr
Oberpfalz

Fußball kreisliga Nord SV Neusorg vergibt wohl letzte Chance

Die SV Grafenwöhr (1. Platz/62 Punkte) benötigt in der Kreisliga Nord nur noch einen Sieg zum Bezirksliga-Wiederaufstieg. Nach dem 2:0-Erfolg bei der DJK Weiden (10./27) führt der Spitzenreiter zwei Spieltage vor Saisonende weiter mit vier Punkten vor der SpVgg SV Weiden II (2./58). Allerdings steht noch ein Urteil des Bezirkssportgerichts aus, da die Weidener gegen die 2:0-Wertung des vor wenigen Wochen stattgefundenen Spitzenspiels Berufung eingelegt haben.

Sandro Hösl (links) brachte den TSV Erbendorf in Neusorg mit 1:0 in Führung. Bild: heh
von Alfred Schwarzmeier Kontakt Profil

Im Tabellenkeller ist eine Entscheidung gefallen: Trotz des 1:0 gegen den FC Tremmersdorf (4./36) muss die DJK Irchenrieth (14./19) den Weg in die Kreisklasse antreten. So gut wie nicht mehr zu retten ist auch der SV Neusorg (13./21) nach der deprimierenden 1:3-Heimniederlage gegen den TSV Erbendorf (8./30), der damit einen großen Schritt in Richtung Ligaverbleib machte. Den Relegationsteilnehmer scheinen nunmehr vier Mannschaften unter sich auszumachen: Die DJK Ebnath (12.), der SV Anadoluspor (11.) und die DJK Weiden (10.) weisen allesamt 27 Punkte auf, nur zwei Zähler mehr hat der SC Kirchenthumbach (9./29) auf dem Konto.

DJK Weiden 0:2 (0:1) SV Grafenwöhr

Tore: 0:1 (42.) Markus Kraus, 0:2 (82.) Dominik Zawal - SR: Sebastian Völkl (SpVgg Moosbach) - Zuschauer: 90

(af) Die DJK Weiden hielt die an Torchancen arme Partie in der ersten Halbzeit weitgehend offen. Die Begegnung spielte sich zumeist im Mittelfeld ab, wo sich beide Mannschaften in Zweikämpfen verloren. Drei Minuten vor dem Wechsel führte eine abgefälschte Flanke doch zum Grafenwöhrer Führungstreffer: Markus Kraus ging energisch zum Ball und köpfte zum 0:1 ein. Nach dem Wechsel nahm der Spitzenreiter das Heft deutlicher in die Hand, ohne sich aber gute Torchancen erarbeiten zu können. Mit einem Weitschuss sorgte Dominik Zawal acht Minuten vor Spielende für die Entscheidung zugunsten der Gäste.

SV Neusorg 1:3 (0:2) TSV Erbendorf

Tore: 0:1 (5.) Sandro Hösl, 0:2 (28.) Bastian Wiesent, 0:3 (75.) Tomas Zajicek, 1:3 (84.) Tobias Holzinger - SR: Andreas Betzl (TSV Pressath) - Zuschauer: 80

(cow) Einen gebrauchten Tag erwischte Neusorg im überlebenswichtigen Spiel gegen Erbendorf. Letztlich konnte der SVN froh sein, dass die Gästeoffensive massig Chancen liegen ließ. Von Beginn an spielten sich Hösl und Co. nach Belieben durch die Neusorger Defensive und belohnten sich früh, als Hösl, mustergültig freigespielt, nur noch einschieben musste (5.). Das frühe Gegentor war Gift für den SVN, der fortan überhaupt nicht ins Spiel fand und ständig nur hinterherlaufen musste. Aus dem Nichts scheiterte Holzinger aus spitzem Winkel am Gästekeeper. Bastian Wiesent hatte beim 0:2 das Glück auf seiner Seite, weil ein Neusorger Abwehrspieler den Ball beim Abwehrversuch verfehlte. Erbendorf und dabei vor allem Top-Torjäger Hösl ließen im Anschluss einige Chancen aus. In der zweiten Hälfte wehrte sich die Heimelf endlich, ohne aber zu gefährlichen Vorstößen zu kommen. Im Gegenteil: Zajicek nutzte 15 Minuten vor Spielende eine weitere Unkonzentriertheit der Gastgeber. Wie einfach Fußball geht, zeigte Neusorg beim Anschlusstreffer durch Holzinger, der ein Zuspiel von Herold verwerten konnte.

VfB Mantel 4:1 (1:0) SV Plößberg

Tore: 1:0 (16.) Stefan Prölß, 2:0 (52.) Florian Bertelshofer, 2:1 (56.) Martin Gierig, 3:1 (57.) Florian Bertelshofer, 4:1 (61.) Niklas Fröhlich - SR: Moritz Fischer (SpVgg Ebermannsdorf) - Zuschauer: 100

(rmd) Beide Mannschaften belauerten sich in der Anfangsphase. Nach gut einer Viertelstunde fiel die Führung für die Heimelf. Florian Bertelshofer legte quer auf Stefan Prölß und dieser schoss zum 1:0 ein. Nur wenig später vereitelte der VfB-Keeper eine Plößberger Großchance. Nach dem Wechsel stellte der Gastgeber das Ergebnis schnell auf 2:0: Nach einem Pass von Niklas Fröhlich sorgte Florian Bertelshofer für die Zwei-Tore-Führung. Plößberg gab sich aber nicht geschlagen. Martin Gierig erzielte das Anschlusstor für seine Farben. Die Antwort des VfB folgte postwendend. Nur eine Minute später stellte Florian Bertelshofer den alten Abstand wieder her. In der 62. Minute baut Niklas Fröhlich die Manteler Führung auf 4:1 aus. Aufgrund einer geschlossenen Mannschaftsleistung gewann die Heimelf verdient.

SpVgg SV Weiden II 7:1 (3:1) SC Kirchenthumbach

Tore: 1:0 (4.) Jonas Heimerl, 2:0 (9.) Niklas Lang, 3:0 (12.) Patryk Bytomski, 3:1 (27.) Fabian Lehner, 4:1 (55.) Niklas Lang, 5:1 (68.) Patryk Bytomski, 6:1 (84.) Tobias Bernkopf, 7:1 (88.) Chousein Chousein - SR: Andreas Kink (SV Störnstein) - Zuschauer: 80

(otr) Die SpVgg SV Weiden II landete mit 7:1 den höchsten Saisonsieg in dieser Kreisligasaison, kommt aber weiterhin an den Spitzenreiter Grafenwöhr nicht heran. Die Hausherren begannen engagiert und führten nach gerademal 12 Minuten bereits mit 3:0. Immer wenn die Heimelf das Tempo anzog, kamen die SC-ler in Schwierigkeiten. Der zwischenzeitliche Treffer zum 3:1 war nur ein Schönheitsfehler, denn die SpVgg SV II diktierte eindeutig das Geschehen und hätte bei konsequenterer Chancenausnutzung schon zur Pause deutlicher führen können. Die sichtlich überforderten Gäste mussten nach dem Seitenwechsel vier weitere Treffer hinnehmen und laufen bei jetzt zwei Punkten Abstand auf den Relegationsrang sogar noch Gefahr, in Bedrängnis zu geraten.

SV Anadoluspor 1:0 (0:0) DJK Ebnath

Tore: 1:0 (75.) Remzi Bozkurt - SR: Sebastian Seidl (SV Störnstein) - Zuschauer: 65

(af) Knapp, aber hochverdient: Der ersatzgeschwächte SV Anadoluspor verbuchte drei wichtige Punkte im Abstiegskampf. Der Sieg hätte unterm Strich noch höher ausfallen können, aber der Gastgeber ließ viele Chancen liegen. Zu oft agierten die Angreifer zu eigensinnig oder der letzte Pass kam zu ungenau. Ebnath hatte im Spiel nach vorne wenig zu bieten und kassierte eine Viertelstunde vor Schluss den entscheidenden Gegentreffer. Mit einer überragenden Einzelaktion brachte Remzi Bozkurt seine Farben auf die Siegerstraße: 20 Meter vor dem Ebnather Tor nahm der Stürmer den Ball an, drehte sich und hämmerte das Leder unhaltbar in den Winkel.

DJK Irchenrieth 1:0 (0:0) FC Tremmersdorf

Tor: 1:0 (83.) Markus Szega - SR: Klaus Seidl (TSV Flossenbürg) - Zuschauer: 90

(jhä) Einen aufgrund des Spielverlaufs glücklichen, aber nicht unverdienten Sieg fuhr die DJK ein. Zwar hatte Irchenrieth bereits nach zwei Minuten die erste klare Einschusschance durch Charlie Gyan, doch war Torwart Sebastian Arnold auf dem Posten. Die Gäste übernahmen anschließend die Spielkontrolle. Ernsthafte Chancen konnten sie jedoch nicht verbuchen. Die Heimelf verteidigte leidenschaftlich. Irchenrieth hatte aber große Mängel im Spielaufbau. Nach dem Seitenwechsel musste zweimal DJK-Keeper Alexander Lingl sein ganzes Können aufbieten, als zuerst Patrick Dittner und wenig später Philipp Tauber aus kürzester Distanz scheiterten. Dem Tor des Tages ging ein krasser Fehler von Torwart Sebstian Arnold voraus: Er faustete unglücklich eine scharf getretene Freistoßflanke von Ferdinand Härtl Richtung eigenes Tor und Markus Szega brauchte den Ball nur noch über die Linie zu drücken. Florian Krapf zog in der Schlussphase allein auf und davon und hatte die Vorentscheidung auf dem Fuß, er verzog aber knapp.

SVSW Kemnath 2:0 (0:0) FC Weiden-Ost

Tore: 1:0 (65.) Markus Meserth, 2:0 (86.) Arthur Quast - SR: Wolfgang Klose (Wunsiedel) - Zuschauer: 90

(af) So läuft's halt mal im Fußball: Der FC Weiden-Ost trat in Kemnath als das spielerisch bessere Team auf, besaß eine klare optische Feldüberlegenheit, aber als Sieger ging der Gastgeber vom Platz. Während die Ostler sich keine glasklare Torchance erarbeiten konnten, glänzte der SVSW mit einer eindrucksvollen Effizienz. Mit dem ersten Torschuss auf das Weidener Gehäuse traf Markus Meserth aus dem Gewühl heraus zum überraschenden 1:0. Der Gast konnte sich auch danach nicht gegen die Kemnather Abwehr durchsetzen. Für die Entscheidung sorgte dann Arthur Quast, als er vier Minuten vor Ende mit einem Volleyschuss aus 17 Metern ins lange Eck das 2:0 erzielte. Danach hätte Kemnath das Ergebnis gegen konsternierte Gäste sogar noch höher schrauben können.

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