17.09.2017 - 21:32 Uhr
Weiden in der OberpfalzSport

Fußball Plößberg und Mantel schlagen zurück

Der SV Plößberg schafft in doppelter Unterzahl in letzter Minute den 2:2-Ausgleich, der VfB Mantel holt einen 1:5-Rückstand auf und der SVSW Kemnath streicht sang- und klanglos die Segel - auf den Fußballplätzen der Kreisliga Nord geht es am achten Spieltag hoch her.

Kampf um den Ball mit Haken und Ösen: Die Ostler Michael Högen, Jakob Siegert und Marc Diener (gestreifte Trikots, von links) wollen gegen die Plößberger Enrico Köllner (Zweiter von rechts) und Tobias Walter das Leder erobern. Bild: Gebert
von Alfred Schwarzmeier Kontakt Profil

Beim FC Weiden-Ost (4./13) besteht Diskussionsbedarf: Die Kämpf-Truppe spielte eine Stunde lang mit elf gegen neun. Und dennoch brachten die Weidener einen 2:1-Vorsprung nicht in trockene Tücher. Der SV Plößberg (3./15) schlug in der Nachspielzeit zurück und erzielte noch das 2:2. Mindestens genauso fahrlässig wie die Ostler agierte der TSV Erbendorf (11./8). TSV-Goalgetter Sandro Hösl schoss seine Farben mit fünf Treffern bis zur 47. Minute fast uneinholbar mit 5:1 in Front. Die Steinwaldelf hatte jedoch nicht mit dem Kampfgeist des VfB Mantel (8./11) gerechnet. Der Aufsteiger stellte das Ergebnis noch fast sensationell auf 5:5. Aus dem Rahmen fiel auch das Ergebnis in Kemnath: Der gastgebende SVSW (7./12) sah gegen den FC Tremmersdorf (5./13) kein Land und kassierte mit 2:6 eine deftige Heimpleite.

Spitzenreiter SV Grafenwöhr (1./21) wurde dagegen seiner Favoritenrolle gerecht. Nach Anlaufschwierigkeiten gelang ein 2:1-Sieg bei der DJK Ebnath (12./6). Keinen Ausrutscher leistete sich auch Verfolger SpVgg SV Weiden II (2./18) beim 4:1-Erfolg über die DJK Irchenrieth (10./8). Die DJK Weiden stellte ihre prächtige Form mit einem 3:0-Sieg beim SV Neusorg (13./4) - der vierte Dreier in Folge - unter Beweis.

SV Plößberg 2:2 (1:2) FC Weiden-Ost

Tore: 1:0 (24.) Enrico Köllner, 1:1 (32.) Stefan Kick, 1:2 (38./Foulelfmeter) Marco Lorenz, 2:2 (90./Handelfmeter) Michael Sonnberger - SR: Matthias Schubert (Neustadt am Kulm) - Zuschauer: 120 - Rot: (37.) Max Weniger (Nachtreten) und Toni Weniger (Schiedsrichterbeleidigung), beide Plößberg

Aufregendes Spitzenspiel in Plößberg: 2:2 trennten sich die Tabellennachbarn SV Plößberg und FC Weiden-Ost in einer Partie, in der sich der Gastgeber durch die Undiszipliniertheiten der Weniger-Brüder selbst um ein besseres Ergebnis brachte. Nach 24 Minuten erzielte Enrico Köllner die Führung für Plößberg. Nur acht Minuten später überlief Stefan Kick die SV-Abwehr und markierte den Ausgleich. In der 37. Minute kam es dann zum unrühmlichen Höhepunkt. Nach einer Flanke in den Plößberger Strafraum gingen ein Gästespieler und Max Weniger zu Boden. Letztgenannter trat gegen seinen Kontrahenten nach, was Rot plus Strafstoß zur Folge hatte. Doch damit nicht genug, denn Toni Weniger musste seinen Bruder nach einer Schiedsrichterbeleidigung zum Duschen begleiten. Den Elfmeter verwandelte Marco Lorenz zum 2:1 für die Gäste. Nach der Pause musste man das Schlimmste für die Gastgeber befürchten, doch mit zwei Mann weniger boten sie eine klasse Leistung in der Defensive. Die Leistung wurde in der Schlussminute belohnt, als Michael Sonnberger einen Handelfmeter zum 2:2 verwandelte.

DJK Ebnath 1:2 (0:0) SV Grafenwöhr

Tore: 0:1 (68.) David Jordan, 0:2 (89.) Kaya, 1:2 (90.) Jürgen Schwarz - SR: Kuhbandner (ATV Höchstädt) - Zuschauer: 120 - Gelb-Rot: (78.) Valentin Schmidt (Grafenwöhr)

(sö) In einem starken und bis zum Schluss spannenden Kreisligaspiel setzte sich der Spitzenreiter knapp durch. Von Beginn an ließen die Gäste den Ball gut laufen und erspielten sich dadurch eine Übergewicht. Die Abwehr der DJK verstand es aber meist, durch geschicktes Defensivspiel den Ball aus der Gefahrenzone wegzuhalten. Dennoch ergaben sich einige Chancen für den Gast. So verpasste Renner mit einem Kopfball die Führung, ebenso wie D. Dobmann. Der agile Renner war es auch, der Tomusko zu einer Glanzparade zwang. Auf der anderen Seite setzte Ebnath immer wieder Nadelstiche.

Nach der Pause sahen die Zuschauer ein anderes Spiel. Ebnath agierte gleichwertig und sorgte für Gefahr für das Tor von Gästekeeper Winkler. So war es Reiss, der einen Weitschuss über das Tor setzte, Tom Schinner rutschte in aussichtsreicher Position weg und eine Flanke von Steinkohl verpasste Walter knapp. Mitten in der besten Phase der DJK fiel das 0:1. Nach einem abgewehrten Eckball kam der zweite Ball flach zurück, Jordan stand goldrichtig und netzte ein, allerdings aus klarer Abseitsposition. Unbeeindruckt kämpfte Ebnath weiter. Als die DJK alles auf eine Karte setzte, konterte Grafenwöhr mustergültig und Kaya schob den Ball über die Linie. Im Gegenzug köpfte Schwarz nach Flanke von Daubner zum Anschluss ein. Die Nachspielzeit brachte allerdings nichts mehr ein.

SVSW Kemnath 2:6 (0:2) FC Tremmersdorf

Tore: 0:1 (40.) Patrick Dittner, 0:2 (45.) Philipp Tauber, 0:3 (54.) Patrick Dittner, 1:3 (64.) Norbert Ferstl, 1:4 (68./Foulelfmeter) Patrick Dittner, 1:5 (70.) Markus Scherdl, 2:5 (75.) Christian Ferstl, 2:6 (80.) Christofer Neukam - SR: Hugo Kraus (SV Pechbrunn) - Zuschauer: 100 - Gelb-Rot: (78.) Norbert Ferstl (Kemnath)

(tog) Eine in dieser Höhe auch verdiente Niederlage kassierten schwache Kemnather gegen den FC Tremmersdorf. Von der Kirwa beflügelt, legten die Mannen um Reinhold Quast los wie die Feuerwehr und hätten bereits nach fünf Minuten in Führung gehen können - hier konnte Schlussmann Trautner sich noch auszeichnen. Nach 40 Minuten gingen die Gäste verdient durch Patrick Dittner, der einen Foulelfmeter im Nachschuss im Tor unterbringen konnte, in Führung. In der Nachspielzeit legten die Gäste sogar noch durch Tauber nach. Wer nach der Halbzeit mit einer Trotzreaktion der Einheimischen gerechnet hatte, der wurde bitter enttäuscht, denn bereits nach 54 Minuten schob Dittner nicht unhaltbar zum 0:3 ein. Direkt im Anschluss gelang Norbert Ferstl nach einem Standard der Anschlusstreffer. N. Ferstl hätte sogar auf 2:3 verkürzen können, doch er verzog. Wenige Zeigerumdrehungen später fiel das 1:4 durch den bärenstarken Dittner. Das 1:5 durch Markus Scherdl resultierte aus einem Distanzschuss. Christian Ferstl konnte zwar kurz vor Ende noch auf 2:5 verkürzen, doch im Gegenzug stellte Neukam nach starker Vorarbeit von Tauber den alten Abstand wieder her.

VfB Mantel 5:5 (1:4) TSV Erbendorf

Tore: 0:1 (1.) Sandro Hösl, 1:1 (2.) Niklas Fröhlich, 1:2 (21.) Sandro Hösl, 1:3 (23.) Sandro Hösl, 1:4 (43.) Sandro Hösl, 1:5 (47.) Sandro Hösl, 2:5 (63.) Niklas Fröhlich, 3:5 (65.) Stefan Prölß, 4:5 (74.) Florian Bertelshofer, 5:5 (88.) Andreas Mark - SR: Kai Thiele (DJK Gebenbach) - Zuschauer: 90

(md) Was für eine Aufholjagd des VfB Mantel. Aus einem 1:5-Rückstand machte der Aufsteiger noch ein 5:5. Die erste Halbzeit war eine One-Man-Show von Gästestürmer Sandro Hösl. Bereits in der 1. Minute brachte er die Gäste nach einem Abwehrfehler mit 1:0 in Führung. Doch postwendend erzielte Niklas Fröhlich nach einer schönen Kombination den Ausgleich. Mit einem Doppelschlag (21./23.) erhöhte Erbendorf auf 3:1, als Hösl jeweils freistehend abschloss. Kurz vor der Pause traf der Erbendorfer Goalgetter gar ein viertes Mal zum für den VfB frustrierenden 4:1. Als erneut Hösl kurz nach der Pause seinen fünften Treffer markierte, schien Mantel angesichts eines Vier-Tore-Rückstands mausetot. Aber die Gastgeber schlugen zurück. Erbendorf beschränkte sich nur noch auf das Verwalten des Ergebnisses und sah sich gegen den nie aufgebenden VfB fast nur noch in der Defensive. Niklas Fröhlich (63.) und VfB-Kapitän Stefan Prölß (65.) verkürzten auf 3:5. Nun wurde es noch einmal spannend. Vor allem, als Florian Bertelshofer eine Viertelstunde vor Spielende für den vierten Manteler Treffer sorgte. Die nie aufgebende Heimelf wurde tatsächlich noch für ihren Kampfgeist belohnt. Andreas Mark erzielte durch einen Handelfmeter den umjubelten und verdienten 5:5-Ausgleich. In der Schlussminute hatte der VfB sogar noch den Siegtreffer auf dem Fuß. Aufgrund der 2. Halbzeit war es ein verdientes Unentschieden für die Heindl-Elf gegen am Ende konsternierte Erbendorfer.

SpVgg SV Weiden II 4:1 (2:1) DJK Irchenrieth

Tore: 1:0 (35.) Marco Kieißling, 2:0 (38.) Moritz Zeitler, 2:1 (41.) Ersin Tiryaki, 3:1 (57.) Moritz Zeitler, 4:1 (68.) Michael Riester - SR: Matthias Ehlich (TSV Mehlmeisel) - Zuschauer: 70

(otr) Auch wenn die SpVgg SV Weiden II mit den Gästen aus Irchenrieth teilweise ihre Probleme hatte, war es am Ende ein verdienter und ungefährdeter Sieg, mit dem die Bayernligareserve vom Wasserwerk zumindest losen Kontakt zum Spitzenreiter Grafenwöhr hält. Weiden diktierte das Geschehen und hatte in der 17. und 18. Minute zwei klare Chancen zur Führung. Nach einem abgewehrten Freistoß lenkte Gästeschlussmann Alexander Lingl den Volleynachschuss von Marco Kießling mit einem Reflex zur Ecke. Den Eckball köpfte Michael Riester dann an die Querlatte. Weil Kapitän Moritz Zeitler den Gästetorhüter aus kurzer Distanz direkt anschoss (32.), musste der heimische Anhang noch zwei Minuten warten, ehe Marco Kießling einen Sololauf zum 1:0 abschloss. Weitere vier Minuten später erhöhte Moritz Zeitler per Volleyschuss auf 2:0. Nur zwei Minuten später hätte Zeitler aus kürzester Distanz das 3:0 machen müssen, vergab aber zu lässig diese große Chance. Für diese Fahrlässigkeit wurde man im Gegenzug bestraft, denn Ersin Tiryaki stellte mit einem satten Flachschuss den 2:1-Anschluss her. Nach dem Wechsel hatten die Hausherren das Match aber fest im Griff. Moritz Zeitler (58.) mit seinem siebten Saisontreffer und Michael Riester (68.) sorgten für den 4:1-Endstand.

SV Neusorg 0:3 (0:1) DJK Weiden

Tore: 0:1 (8.), 0:2 (48.), 0:3 (75.) Pavel Karlicek - SR: Johannes Zintl (TSV Reuth) - Zuschauer: 80

(cow) Einen völlig gebrauchten Tag erwischte der SV Neusorg beim wichtigen Heimspiel gegen die nun viermal in Folge siegreiche DJK Weiden. Über die gesamten 90 Minuten trat Neusorg nicht gefährlich vor dem Gästetor auf - ganz anders Weiden. Mit der ersten Torchance des Spiels ging die DJK in Führung. Karlicek traf per Kopf nach einer Freistoßflanke. Im Anschluss daran konnte sich Neusorg bei Corbinian Wedlich und dem Torgestänge bedanken, dass man zur Halbzeit nur 0:1 zurücklag. Für die zweite Hälfte nahm sich der SVN sehr viel vor, jedoch erfolgte nur drei Zeigerumdrehungen nach dem Pausentee der nächste Nackenschlag. Karlicek wurde stark in Szene gesetzt und blieb vor dem Tor eiskalt. Weiden hatte das Spiel danach komplett im Griff und Neusorg konnte nichts mehr entgegensetzen. Gästetorjäger Karlicek traf sogar noch ein drittes Mal, als er nach einem präzisen Querpass nur noch den Fuß hinhalten musste. Mit diesem gerechten Endergebnis stehen nach acht Spielen bereits sechs Niederlagen auf dem Neusorger Konto.

SV Anadoluspor verlegt SC K'thumbach

Die Partie wurde auf Dienstag, 3. Oktober, um 15 Uhr verlegt

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