Fußball
Spitzenteams treten auswärts an

Die TSG Weiherhammer brachte dem TSV Kirchendemenreuth in der vergangenen Saison mit 0:3 die einzige Heimniederlage bei. Ob am Sonntag die Partie wieder so schlecht läuft für den TSV? In dieser Szene verfolgt Mathias Höcherl (links, TSV) den TSG-Spieler Tobias Scheibl. Bild: A. Schwarzmeier
Sport
Weiden in der Oberpfalz
18.08.2017
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Der vierte Spieltag will es, dass die ersten sieben Mannschaften in der Tabelle auswärts spielen müssen. Die wohl schwierigste Aufgabe kommt dabei auf die TSG Weiherhammer zu, die in Kirchendemenreuth antreten muss.

Die Kirchendemenreuther verloren in der gesamten Saison 2016/17 nur ein einziges Heimspiel - ausgerechnet gegen die TSG Weiherhammer. Aber auch Spitzenreiter FC Vorbach muss beim Aufsteiger SV Parkstein auf der Hut sein. Dieser gewann sein Auftaktspiel mit 5:2 gegen Vizemeister ASV Haidenaab. Eine besondere Brisanz kommt der Begegnung SC Schwarzenbach gegen den Namensvettern und Nachbarn aus Dießfurt zu. Hier ist der Gastgeber in der Außenseiterrolle.

TSV K'demenreuth So. 14.30 TSG Weiherhammer

Der TSV kommt einfach nicht in die Erfolgsspur. In Riglasreuth ließ er gerechterweise nicht nur zwei Punkte liegen, sondern musste auch den verletzungsbedingten Ausfall von Torjäger Hendrik Troff beklagen. Mit der TSG kommt ein Aufstiegsfavorit ins Haberland. Wenn man die Personalsituation betrachtet, wird dies eine harte Nuss für den TSV. Es kehrt zwar Kapitän Manuel Reich aus dem Urlaub zurück, im Gegenzug werden aber einige Akteure fehlen. "Auf jeden Fall etwas Zählbares mitnehmen", so lautet die Devise von Spieltrainer Klaus Herrmann. Dass dies auf dem kleinen Platz kein leichtes Unterfangen wird, ist der Mannschaft durchaus bewusst. Es wird voraussichtlich die Startelf vom letzten Sonntag auflaufen. Die Urlauber Manuel Eller, Michael Braun und Max Kohl stoßen wieder zum Kader.

TSV Pressath So. 15.00 SV Riglasreuth

TSV-Coach Fritz Betzl kann auf die Leistung seiner Elf in Reuth aufbauen. Im Heimspiel gegen Riglasreuth sollen nun mit der gleichen Kampf- und Laufbereitschaft die ersten drei Punkte der Saison eingefahren werden. Zum Kader stoßen wieder Fabian Waldmann und Daniel Egerer. In der vergangenen Spielzeit musste der SVR eine deutliche 1:6-Klatsche in Pressath hinnehmen. Diesmal möchte er es besser machen. Mehrere Urlauber kehren zum Team zurück. Jedoch werden Torhüter Josef Kellner und Abwehrchef Andreas Dürrschmidt fehlen.

SC Schwarzenbach So. 15.00 FC Dießfurt

In Weiherhammer gab es für die Kicker des SCS nichts zu ernten. Der spiel- und laufstarken Mannschaft hatte man wenig entgegenzusetzen. Nun freut sich der SC auf das Derby. Um aber etwas Zählbares holen zu können, müssen die Jungs um Spielertrainer Uwe Salfer Kampf und Leidenschaft auf den Platz bringen. Zuletzt war aber kein geregelter Trainingsbetrieb möglich, da viele Spieler angeschlagen sind.

"Unser Spiel gegen Krummennaab war nicht gerade berauschend", resümierte "Aushilfscoach" Harald Schmid vom FC Dießfurt. Er erwartet von seinen Jungs im Lokalderby auf jeden Fall eine bessere Mannschaftsleistung. "Wir müssen vor allem auch kämpferisch dagegenhalten, denn der Gegener wird kämpfen bis zum Umfallen." Es fallen nur noch Tobias Hösl und Simon Schmid aus.

SC Eschenbach So. 15.00 SV Kohlberg

Mit dem SV Kohlberg kommt eine gänzlich unbekannte Mannschaft an den Rußweiher. Trainer Peter Renner, der sich selbst im Urlaub befindet, wird vom immer noch verletzten Adem Tokuc vertreten. Der Gastgeber vertraut auf seine Heimstärke, muss allerdings eine andere Leistung als in Vorbach abliefern. Optimistisch stimmt den Coach, dass bis auf Tokuc die anderen Verletzten langsam wieder zurückkehren. SVK-Trainer Achim Beck hat ein Lob für seine Elf übrig: "Wir haben zuletzt in Unterzahl gewonnen und dabei eine vorbildliche Moral gezeigt." Zwei Verletzte und eine Rote Karte sind aber die negative Seiten des Matches gegen Haidenaab. Es fehlen am Sonntag fünf Mann. Dennoch geht der SVK mit Zuversicht in die Partie.

TSV Krummennaab So. 15.00 SV Kulmain II

Mit etwas Glück hätte der TSV aus Dießfurt einen Punkt mitnehmen können. Was Trainer Markus Tusek trotz der Niederlage optimistisch stimmt, war die Einstellung seiner "Rumpftruppe". Genau so will er sie auch am Sonntag sehen. Es kehren beim Gastgeber zwar fünf Mann zurück, aber dafür fallen gleich wieder vier Leute aus den verschiedensten Gründen aus. "Der Tabellenplatz sagt über Krummennaab gar nichts aus. Die haben unter anderem gegen Dießfurt und Weiherhammer gespielt," warnt Kulmains Spielertrainer Andy Neumüller. Gegen Parkstein hat seine Elf etwas glücklich drei Punkte eingefahren, aber Glück muss man sich bekannterweise auch erarbeiten. Neumüller ermahnt seine Mannen zur Konzentration.

SV Parkstein So. 15.00 FC Vorbach

"Wenn man die Chancen nicht nutzt, kann man kein Spiel gewinnen", stellt Parksteins Trainer Christian Schwarz nüchtern fest. Daran müssen seine Jungs arbeiten und am besten gleich am Sonntag gegen den Spitzenreiter, sonst steht man auf verlorenem Posten. Der Kader ist nach wie vor sehr knapp besetzt. Trotz der fünf Tore gegen Eschenbach war FCV-Spielertrainer Florian Ruder mit der Chancenverwertung nicht ganz zufrieden, dabei nimmt er sich selbst nicht mit aus. Dennoch ist er froh, aus den drei Auftaktspielen, die es in sich hatten, die volle Punktzahl erreicht zu haben. "Den SV Parkstein gilt es, nicht zu unterschätzen, der kleine Platz kommt ihnen entgegen", schätzt der Coach den nächsten Gegner ein. Für den sich im Urlaub befindlichen Eric Fastenmeier kehrt Haroun Kahouli nach einer Denkpause ins Team zurück.

Freitag-Spiel

ASV Haidenaab 3:7 (1:5) TSV Reuth

Tore: 0:1 (3./Eigentor), 0:2 (12.) Fabian Quast, 0:3 (25.) Fabian Höcht, 0:4 (26.) Fabian Quast, 1:4 (38.) Lukas Dötterl, 1:5 (43.) Michael Bachmeier, 2:5 (51.) Lukas Dötterl, 3:5 (60.) Christian Küffner, 3:6 (76.) Fabian Mark, 3:7 (85.) Michael Bachmeier - SR: Andre Wächter - Zuschauer: 75

Haidenaab geriet bereits in der dritten Minute durch ein Eigentor in Rückstand. Danach verlor der ASV den Faden. Bereits nach 26 Minuten stand es 0:4 und die Partie war vorentschieden. Kurz nach dem Wechsel probierte die Heimelf nochmal alles und konnte auf 3:5 verkürzen. Die Gäste nutzten ihre viele Konter nicht besonders effektiv und schraubten das Ergebnis dennoch auf 7:3.
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