Fußball
SpVgg SV: Quartett gibt Zusage

Sportvorstand Philipp Kaufmann (rechts) und Jugendkoordinator Rainer Fachtan (links) freuen sich über die Vertragsverlängerungen von vier Stammspielern. Johannes Scherm, Stefan Graf, Florian Reich und Dominik Forster werden auch 2017/18 das schwarz-blaue Trikot tragen. Bild: exb
Sport
Weiden in der Oberpfalz
17.02.2017
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Vorfahrt für eigene Talente: Die SpVgg SV Weiden setzt ihr auf Vorstandsebene beschlossenes Konzept konsequent um. In der Saison 2017/18 sollen fast ausschließlich Spieler im Kader stehen, die am Wasserwerk ausgebildet wurden. Vier Vertragsverlängerungen unterstreichen dieses Vorhaben.

"Das Ganze ist eine Riesenchance, um mich noch mehr zu beweisen", freut sich Florian Reich über den Vertrauensvorschuss, den der Fußball-Bayernligist seinen jungen Spielern gewährt. Reich ist geradezu der Prototyp, wie ihn sich der Verein wünscht: Jung, vereinsverbunden, technisch begabt, hochmotiviert und lernfähig. "Wir können uns behaupten, auch mit einer ganz jungen Truppe", glaubt Reich.

Der 19-jährige Mittelfeldspieler ist nicht der Einzige, der mit seiner Unterschrift für die Spielzeit 2017/18 ein Signal sendet. Auch Stefan Graf (22), Johannes Scherm (21) und Dominik Forster (27), seit sechs Jahren die Nummer eins im SpVgg-SV-Tor, werden den Schwarz-Blauen die Stange halten. "Wir werden zu Saisonende einige Spieler verlieren, die in der Vergangenheit viel geleistet haben", vermutet Graf. Dennoch freut sich der "Allrounder" auf neue Aufgaben: "Wir sind künftig eher in einer Außenseiterrolle, aber das ist eine besondere Motivation." Keine Grund zur Sorge, dass das Experiment in die Hose gehen könnte, hat auch Scherm: "Ich sehe das entspannt. Die Jungen, die nachrücken, haben genügend Potenzial."

Deutlicher Cut


Eine Sichtweise, die auch den SpVgg-SV-Verantwortlichen zu eigen ist. Sportvorstand Philipp Kaufmann spricht von einem "deutlichen Cut, den wir machen werden". Elf oder 12 Spieler vom aktuellen Kader sollen kommende Saison das Grundgerüst bilden. "Wir sind in guten Gesprächen", sagt Kaufmann. Akteure wie Kapitän Thomas Wildenauer, Dennis Paulus oder Marco Kießling sollen unter anderem Kandidaten für eine Vertragsverlängerung sein. Wie es dagegen bei Alexander Jobst oder Andreas Wendl, beide Lehrer, weitergeht, sei schon alleine aus beruflichen Gründen offen. Fest steht, dass Michael Riester (34) zu Saisonende seine Karriere beenden wird.

"Wir werden sondieren, aber keinen Spieler rauswerfen", stellt Kaufmann klar. Gleichzeitig kündigt der Sportvorstand eine "Rückholaktion" an. Vier bis sechs Spieler, die im Nachwuchsleistungszentrum ausgebildet wurden, aber jetzt bei anderen Vereinen spielen, sollen wieder für die SpVgg SV auflaufen. Ein weiterer Eckpfeiler ist der 98er-Jahrgang, der aktuell in der Kreisliga-Mannschaft für Furore sorgt. "Diese Talente werden wir hochziehen und ihnen die Chance geben", kündigt Kaufmann an. Dass das "Fohlen-Konzept" auch wirtschaftliche Gründe hat, verneint der Funktionär nicht: "Natürlich ist alles auch eine finanzielle Frage. Eins ist Fakt: Wir können uns da aktuell nicht mit anderen Vereinen messen."

Festgelegt hat sich die SpVgg SV in der Trainerfrage. Franz Koller, der im Spätherbst 2016 den glücklosen Ex-Profi Tomas Galasek abgelöst hatte, soll auch 2017/18 an der Seitenlinie stehen. "Franz Koller kann mit jungen Spielern umgehen", begründet Kaufmann die bevorstehende Vertragsverlängerung - unabhängig davon, in welcher Liga Weiden künftig spielen wird. Keine Zweifel hat diesbezüglich Dominik Forster. "Mit der Landesliga beschäftigt sich die Mannschaft nicht. Wir sind stark genug, die Bayernliga zu halten."
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