Futsal-Kreisfinale
Schirmitz siegt bei Futsal-Kreisfinale

Am Boden: Der FV Vilseck ließ als perfekter Gastgeber die anderen sieben Mannschaften vor sich und verlor das Spiel um Platz sieben gegen Anadoluspor Weiden (rot-gestreifte Trikots) mit 1:2. Bild: ref
Sport
Weiden in der Oberpfalz
09.01.2017
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Unter Beschuss: Schmidmühlens Keeper Stefan Puchta hielt vier Sechsmeter im Finale. Bild: ref

Ab dem Halbfinale geht es richtig eng zu, denn in beiden Spielen muss wie auch im Finale das Sechsmeterschießen entscheiden. "Fast alle Mannschaften wären in der Lage gewesen das Turnier zu gewinnen", sagt Josef Dütsch, Trainer des Siegers, über die Endrunde der Futsal-Kreismeisterschaft in Vilseck.

Vilseck. Die SpVgg Schirmitz gewann das Endspiel mit 3:2 gegen den SV Schmidmühlen - völlig unerwartet. Denn Titelverteidiger SpVgg SV Weiden war in der Vorrunde ausgeschieden. "Ich war überrascht, weil ich bei so einem Turnier noch nie eine so hohe Qualitätsdichte gesehen habe", erklärt Dütsch nach dem überraschenden Gewinn des Titels: "Die Bezirksmeisterschaft gehen wir nun optimistisch an."

Genau so hat es sich Kreisspielleiter Albert Kellner vor dem Turnier gewünscht: "Favoriten sind für mich die SpVgg SV Weiden, der SV Schmidmühlen, der FC Weiden-Ost und der FC Dießfurt. Ab dem Halbfinale ist aber alles möglich." Aber Schirmitz hatte er nicht auf dem Schirm. In einer starken Gruppe feierte der designierte Sieger nur einen Sieg, ausgerechnet gegen den späteren Finalgegner Schmidmühlen. Mit dem TSV Eslarn, der mit vielen Fans angereist war, und den technisch starken Spielern von Anadoluspor Weiden, hatte Schirmitz zwei hohe Hürden zu nehmen. Durch den Auftaktsieg gegen Eslarn konnte sich Schmidmühlen den zweiten Platz sichern. In der anderen Gruppe blieb der Titelverteidiger hinter den Erwartungen zurück: Die SpVgg SV Weiden war mit einer aus beiden Herrenmannschaften gemischten und sehr jungen Truppe angereist. Den ersten Dämpfer gab es gleich im Lokalderby gegen den FC Weiden-Ost, das der Kreisligist mit 3:0 für sich entschied. Der Sieg gegen Gastgeber FV Vilseck blieb für den Bayernligisten der einzige. Eindrucksvoll zeigten die Kreisligisten Dießfurt und Weiden-Ost sowie der Kreisklassist SV Schmidmühlen, dass sie in der Halle gut mithalten können - alle drei zogen ins Halbfinale ein.

Dort kam es zu zwei sehr umkämpften Partien. "Der Finaleinzug kam schon unerwartet, deswegen bin ich sehr zufrieden. Auch wenn eine Niederlage im Sechsmeterschießen dann sehr bitter ist. Aber es waren schon im Halbfinale ganz enge Spiele", meinte auch Schmidmühlens Spielertrainer Marco Eckstein nach dem Turnier. Der SVS setzte sich in der Sechsmeter-Lotterie gegen Dießfurt durch.

Das gelang auch den Schirmitzern, die gegen Weiden-Ost das bessere Ende für sich hatten. Allerdings musste die Dütsch-Truppe einen Rückschlag hinnehmen. Denn Torwart Julian Ramm verletzte sich an der Hand und konnte nicht weiterspielen. Feldspieler Benedikt Kormann hütete daraufhin den Kasten und glänzte durch einige parierte Sechsmeter. Die FC-Ost-Truppe wird dieses Halbfinale so schnell nicht vergessen, vergab sie doch zwei Zehnmeter innerhalb der letzten Spielminute.

Da es schon im Halbfinale keinen Sieger nach den regulären zwölf Minuten gab, war es keine Überraschung, dass auch das Endspiel aus sechs Metern entschieden werden musste. Schirmitz und Schmidmühlen schenkten sich nichts, doch kein Team konnte den entscheidenden Ball verwandeln. Erst als Marcel Kargus den zehnten Sechsmeter versenkte, durften die Schirmitzer jubeln. Kreisspielleiter Kellner war sehr zufrieden: "Es war ein Turnier auf sehr hohem Niveau. Von den Halbfinalisten hätte jeder den Sieg verdient gehabt. Etwas enttäuscht hat die SpVgg Weiden, aber das zeigt, dass auch in der Kreisliga und der Kreisklasse guter Fußball gespielt wird. Ein Dank geht neben dem Gastgeber und den Sponsoren auch an die Conrad-Sportförderung."

Von den Halbfinalisten hätte jeder den Sieg verdient gehabt.Albert Kellner, Kreisspielleiter
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