Kaum Bewegegung in der Tabelle der Kreisliga Nord
Drei Elfmeter, ein Eigentor

Anadoluspor-Spieler Firat Tuna (links) bringt hier den Weidener Benjamin Werner zu Fall. Der Gefoulte selbst verwandelte den Elfmeter in der 23. Minute zur 1:0-Führung der SpVgg SV II. Bild: A. Schwarzmeier
Sport
Weiden in der Oberpfalz
25.03.2018
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Der Plößberger Matthias Freundl (links) kommt vor den DJK-Akteuren Sebastian Treml (Mitte) und Markus Hüttner an den Ball. Die Weidener siegten mit 2:0. Bild: Gebert

In der Kreisliga Nord ist am Wochenende nicht wirklich was passiert. In der Tabelle hat es nach den fünf gespielten Partien - das Spiel Neusorg gegen Kemnath wird abgesagt - kaum Bewegung gegeben. Turbulent geht es bei der SpVgg SV Weiden II zu.

Spitzenreiter Grafenwöhr (44) und der Tabellendritte Tremmersdorf (28) haben am Wochenende noch nicht ins Geschehen eingegriffen. Turbulent ging es beim Tabellenzweiten, der SpVgg SV Weiden II zu. Drei Elfmeter pfeift der Schiedsrichter und ein Eigentor fällt beim 3:1-Sieg der Weidener (2./37) gegen den Tabellenvorletzten SV Anadoluspor (9). Die Bayernligareserve verkürzte den Abstand auf Grafenwöhr damit auf sieben Punkte. Der FC Weiden-Ost (4./26) holte beim SC Kirchenthumbach mit dem 2:1-Erfolg einen Dreier und rückte auf Rang vier vor. Den hatte zuvor der SV Plößberg (24) inne, aber die Walbert-Truppe musste sich bei der DJK Ebnath (8./17) mit 0:2 geschlagen geben. Das 0:0 zuhause gegen den VfB Mantel (6./24) hilft Schlusslicht DJK Irchenrieth (14./9) nicht, um aus dem Tabellenkeller zu kommen.

DJK Irchenrieth 0:0 VfB Mantel

SR: Andreas Kink (SV Störnstein) - Zuschauer: 150

(jhä) Fußballerische Magerkost bekamen die Zuschauer beim Unentschieden des Tabellenletzten gegen die Haidenaab-Elf aus Mantel geboten. Irchenrieth probierte es von Anfang an über weit geschlagene Bälle aus der Defensive, konnte damit aber die VfB-Abwehr nicht in Verlegenheit bringen. Die Gäste wiederum versuchten nach Ballgewinn den Raum schnell zu überwinden, brachten aber den letzten Ball kaum an den eigenen Mann oder liefen ein ums andere Mal in die Abseitsfalle der DJK. Das Angriffsspiel lahmte auf beiden Seiten, so dass die beiden Schlussmänner einen überwiegend ruhigen Nachmittag verbrachten.

Nach der Pause erspielte sich die Elf von Markus Schreiner ein leichtes Übergewicht und konnte das Spielgeschehen durch einige offensive Einwechslungen weiter an den Manteler Strafraum heranverlagern. Der Wille war der Heimelf anzumerken, Zwingendes blieb jedoch weiter Mangelware. Beste Chance war noch ein Fallrückzieher von Parfait Douhadji aus 16 Metern, der Torwart Kevin Tafelmeier vor leichte Probleme stellte. Auf der Gegenseite musste Aushilfskeeper Mario Bohnenstengel sein ganzes Können aufbieten, als er einen gegen seine Laufrichtung abgefälschten Fernschuss entschärfte. Letztendlich kam es zu einer gerechten Punkteteilung, die für die Heimmannschaft im Abstiegskampf allerdings zu wenig sein dürfte.

DJK Weiden 2:0 SV Plößberg

Tore: 1:0 (53.) Karlicek, 2:0 (88.) Karlicek - SR: Roman Solter (TSG Weiherhammer) - Zuschauer: 50

(asm) Plößberg kam von Beginn an gut ins Spiel und hatte in den ersten 10 Minuten zwei gute Einschussmöglichkeiten. Erst visierte Freundl den Pfosten an, dann fand er in Keeper Müller seinen Meister. Die Gäste dominierten weiter und überzeugten durch ihr Kurzpassspiel. Die DJK kämpfte um jeden Meter und blieb durch schnelle Konter gefährlich.

In der zweiten Hälfte hatte die Heimmannschaft den besseren Start und erzielte durch Torjäger Karlicek das 1:0. Der SV Plößberg ließ sich aber nicht beirren und spielte weiter gefällig nach vorne. Nach 60 Minuten hatten die Fans der Gäste den Torschrei bereits auf den Lippen, als Walter freistehend aus kürzester Entfernung abzog, doch Keeper Müller kratzte mit einer tollen Reaktion den Ball von der Linie. Die DJK kämpfte weiter bis zum Umfallen und setzte in der 88. Minuten den entscheidenden Konter. Einen langen Ball von Müller lochte Karlicek zum vielumjubelten 2:0 ein. Unterm Strich geht der Sieg für die DJK dank der starken kämpferischen Leistung in Ordnung.

SC Kirchenthumbach 1:2 (0:2) FC Weiden-Ost

Tore: 0:1 (38.) Michael Werner, 0:2 (45.) Andreas Heller, 1:2 (88.) Manuel Strauß - SR: Johannes Zintl - Zuschauer: 175

(dfr) Die Gäste waren in der ersten Halbzeit die spielbestimmende Mannschaft. Ein kompaktes Mannschaftsgefüge und immer wieder gezielte Angriffe setzten der SCK-Abwehr zu. Die Gastgeber schafften es kaum, Entlastung zu schaffen. Michael Werner erzielte in der 38. Minute die Führung, nachdem Heimkeeper Wöhrl einen Tick zu spät aus dem Gehäuse kam und Werner den Ball vorbeilupfen konnte. Mit dem Pausenpfiff erzielte Heller das 0:2 nach einem gut zu Ende gespielten Angriff über die rechte Seite, wo er nur mehr ins leere Tor einschieben musste.

Nach der Pause wurden die Gastgeber mutiger und bekamen mehr Zugriff. Der 1:2-Anschlusstreffer in der 88. Minute von Manuel Strauß löste nochmal eine hektische Schlussphase aus. Lukas Retsch hatte in der Nachspielzeit noch die große Möglichkeit zum Ausgleich, als er den Abwehrverbund der Gäste ausspielte, aber den Ball über das Tor buxierte.

SpVgg SV Weiden II 3:1 (2:1) SV Anadoluspor

Tore: 1:0 (23./Elfmeter) Benjamin Werner, 2:0 (37./Eigentor) Victor Cantudo Martinez, 2:1 (42./Elfmeter) Murat Kyarov, 3:1 (55.) Chousein Chousein - SR: Matthias Schubert (SpVgg Neustadt am Kulm) - Zuschauer: 100 - Besondere Vorkommnisse: (59.) Patryk Bytomski (SpVgg SV II) scheitert mit Elfmeter an Mert Selvi

Für den ersten Aufreger sorgte der Tabellenvorletzte Anadoluspor, als in der 16. Minute Volkan Kuzpinari einen Freistoß aus gut 20 Metern an den Pfosten setzte. Schon im Gegenzug vergab Werner um wenige Zentimeter die Führung für die Hausherren. Die war in der 23. Minute fällig. Firat Tuna foulte an der Grundlinie des Fünfmeterraums Benjamin Werner. Den Elfmeter verwandelte der Gefoulte sicher zum 1:0. Nach 37 Minuten das 2:0, als Victor Cantudo Martinez eine scharfe Hereingabe der Hausherren ins eigene Tor lenkte. Drei Minuten vor der Pause der nicht unverdiente Anschlusstreffer für Anadoluspor. Lukas Wiesnet holte Burak Akkaya von den Beinen. Murat Kyarov scheiterte mit dem Elfmeter zunächst an dem nach Meinung des Schiedsrichters sich zu früh von der Torlinie gelösten Marko Smodlaka. Beim zweiten Versuch war er erfolgreich.

Der zur Pause eingewechselte Chousein Chousein brachte die Schwarz-Blauen in der 55. Minute mit 3:1 in Front. Vier Minuten später ließ Patryk Bytomski eine Elfmeterchance ungenutzt. Im Kampf um den von Michael Busch an die Querlatte genagelten und zurückspringenden Ball hatte Victor Cantudo Martinez Andreas Schimmerer gefoult. Mert Selvi wehrte den Elfmeter ab.

TSV Erbendorf 3:0 (3:0) DJK Ebnath

Tore: 1:0 (40.) Sandro Hösl, 2:0 (43.) Tomas Zajicek, 3:0 (44.) Sandro Hösl - SR: Stefan Betz - Zuschauer: 80

(skm) Dem TSV Erbendorf reichten effektive fünf Minuten, um einen deutlichen Sieg gegen Ebnath einzufahren. Die Partie begann ausgeglichen, wobei Torchancen auf beiden Seiten weitestgehend ausblieben. Gegen Mitte der ersten Halbzeit übernahm der TSV die Kontrolle über das Spiel und belohnte sich durch ein Tor von Sandro Hösl in der 40. Minute. Von diesem Rückschlag erholte sich die DJK Ebnath nicht mehr und kassierte innerhalb kürzester Zeit weitere zwei Treffer. Tomas Zajicek verwertete zunächst eine Flanke, bevor er Sandro Hösl das 3:0 auflegte.

Nach dem Seitenwechsel flachte das Spiel stark ab. Die Heimelf beschränkte sich vor allem auf die Verwaltung der hohen Führung, während von Ebnath nahezu keine Gefahr mehr ausging.
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