Kitzbühel-Bezwinger Dreßen startet - Exot beim Langlauf
Jenseits der Streif

Thomas Dreßen will bei Olympia nachlegen. Bild: Michael Kappeler/dpa
Sport
Weiden in der Oberpfalz
11.02.2018
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Ach, wie war das schön! Ein wahrer Höllenritt. Und dann auch noch auf der Streif in Kitzbühel. Mitte Januar hatte ein gewisser Thomas Dreßen die Herzen der deutschen Wintersport-Fans höher schlagen lassen. Nach einem ebenso sagenhaften wie halsbrecherischen Abfahrtsrennen holte er sich sensationell den ersten Platz und darf sich nunmehr König der Streif nennen. Auf besondere Ehrerbietung darf er bei Olympia aber nicht hoffen. Eine Medaille für seine Majestät wäre heute um 3 Uhr nachts ein Riesenerfolg. Die Goldmedaille für Dreßen halte ich für unwahrscheinlich. Aber: Wer die Streif bezwingt, dem ist alles zuzutrauen.

Mit Medaillen wird er dagegen ebenso wenig zu tun haben wie Tonga mit Schneemännern: Pita Taufatofua. Einen klangvollen Namen hat er schon mal. Und der Sportler aus dem Inselstaat ist sich für nichts zu schade. In Pyeongchang tritt er auf Langlaufskiern an. Bloß: Er kann eigentlich gar nicht Skifahren! Schnee ist nun wirklich nicht sein Element, mit der Weltspitze hat er gar nichts zu tun. Trotzdem will er dabei sein. Er, der 2016 in Rio noch im Taekwondo antrat, ist der perfekt Olympia-Botschafter. Dabei sein ist für ihn: alles. Wer ihm mit wehender Tonga-Fahne zujubeln möchte, der muss früh aufstehen: Um 7.15 Uhr steigt er auf die Bretter,
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