Kommentar
Dirk Schuster geht k. o.

Dirk Schuster (Foto: dpa)
Sport
Weiden in der Oberpfalz
15.12.2016
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Bei der überraschenden Entlassung von Augsburgs Kurzzeit-Trainer Dirk Schuster gibt es genau zwei Erklärungsansätze. Entweder die FCA-Verantwortlichen um Manager Stefan Reuter haben komplett die Bodenhaftung verloren und betrachten den "Betriebsunfall" Europa-League aus der vergangenen Saison nun als Standard. Da Reuter bisher aber als integrer und bodenständiger Urheber der Augsburger Erfolgsgeschichte der letzten Jahre in Erscheinung trat, ist dies die unwahrscheinlichere Variante.

Realistischer erscheint da schon die Möglichkeit, dass sich Schuster einen Aussetzer geleistet hat, der ihm jeglichen Rückhalt in der Mannschaft kostete und ihn zugleich als Trainer einer Bundesliga-Mannschaft untragbar machte. "Rein sportliche Gründe", die Reuter als Entlassungsgrund anführte, dienen angesichts von vier Punkten Vorsprung auf den Relegationsplatz und erst 16 Gegentoren als Vorwand.

Wo auch immer Schuster sich nach der Hamburg-Pleite rumtrieb, wo auch immer er sich den Cut und das blaue Auge holte, warum auch immer er das Training nicht leiten konnte - in Zeiten gläserner Profis und Social Media wird es rauskommen. Und Licht ins Dunkel seiner nach wie vor rätselhaften Entlassung bringen.

fabian.leeb@oberpfalzmedien.de
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