22.03.2018 - 22:32 Uhr
Weiden in der Oberpfalz

Kommentar zur Beibehaltung der 50+1-Regel Talente statt Taler

Die Beibehaltung der 50+1-Regel im deutschen Fußball ist eine gute Entscheidung. Wenn Oligarchen und Scheichs à la Roman Abramowitsch (Chelsea) oder Nasser Al-Khelaifi (Paris) die Tür geöffnet würde, ginge die Schere zwischen arm und reich noch weiter auseinander. Die Wahl der Investoren fiele gewiss nicht auf den SC Freiburg oder Mainz 05, um den deutschen Primus FC Bayern vom Thron zu stoßen. Die Münchener selbst, Dortmund oder Schalke distanzierten als hauptsächliche Profiteure die nationale Konkurrenz auf Jahrzehnte.

von Fabian Leeb Kontakt Profil

Geld regiert die Fußballwelt ohnehin schon viel zu sehr - wobei der monetäre Nachteil im europäischen Vergleich gewiss nicht die Schuld daran trägt, wenn sich Hoffenheim gegen Razgrad, Dortmund gegen Nikosia oder Berlin gegen Östersund blamieren. Der deutsche Fußball tut gut daran, den Fokus wieder mehr auf die Ausbildung in den ach so tollen Nachwuchsleistungszentren zu legen: Weniger stromlinienförmige Alleskönner, mehr kreative Freigeister. Weniger gegen den Ball, mehr mit dem Ball. Dann sprudelt die deutsche Talente-Quelle wieder - als Antwort auf das Pulver aus der Wüste oder der russischen Pipeline.

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