21.12.2016 - 16:43 Uhr
Weiden in der OberpfalzSport

Kommentar zur Eishockey-Posse um Schönheide Sicher ist, dass nichts sicher ist

von Rudolf Gebert Kontakt Profil
Kommentar

Das Positive vorweg: Die Oberliga Süd kann die Saison mit zwölf Vereinen zu Ende spielen. Wahrscheinlich zumindest, denn die Vergangenheit lehrt, dass im Eishockey nur eines sicher ist, dass nämlich nichts sicher ist.

Nach dem üblichen Sommer-Theater um Ligenzusammensetzung, Ligenstärke und Modus hat die Oberliga Süd nun auch ihr Winter-Theater. Im Sommer war wochenlang um die Wunschstärke von zwölf Teams gekämpft worden, bis die drei Bayernligisten Waldkraiburg, Höchstadt und Lindau endlich ihre Bereitschaft zum Nachrücken erklärten. Nun drohte das mühsam aufgebaute Gebilde binnen weniger Tage einzustürzen.

Zunächst der Insolvenzantrag und Rückzug aus dem Spielbetrieb des EHV Schönheide, dann die Rettung des EV Landshut in letzter Sekunde. Beide Fälle zeigen, dass sich die Vereine in der sportlich starken, aber sehr kostenintensiven Oberliga, auf einem schmalen Grat bewegen. Die Verantwortlichen befinden sich in einem ständigen Überlebenskampf.

Mit der Rückkehr der Sachsen scheint zumindest der geplante Modus gerettet zu sein - auch was die Verzahnung mit der Bayernliga betrifft. Dennoch bleibt ein fader Beigeschmack wegen der ausgefallenen Spiele des EHV Schönheide in Bad Tölz und gegen Sonthofen. Das Match in Tölz soll nachgeholt werden. Die Allgäuer, die noch um Platz acht kämpfen, bekommen dagegen die drei Punkte kampflos. Im Sinne des Sports bleibt zu hoffen, dass diese Wertung nicht über den Einzug in die Meisterrunde entscheidet.

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