Kommentar zur gescheiterten Tuchel-Verpflichtung bei den Bayern
Mia san uneins

Thomas Tuchel wird nicht Trainer beim FC Bayern München. (Foto: dpa)
Sport
Weiden in der Oberpfalz
25.03.2018
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Ausgerechnet am Wochenende der Zeitumstellung lief den Bayern die Zeit weg. Die über Monate verpasste Chance, Thomas Tuchel als neuen Trainer zu gewinnen, macht die bislang nur vermutete Zerrissenheit in der Führungsetage publik.

Das Triumvirat von der Säbener Straße - bestehend aus Karl-Heinz-Rummenigge (pro Tuchel), Uli Hoeneß (pro Heynckes) sowie Hasan Salihamidzic (eigentlich pro Tuchel, aber im Konzert der "Großkopferten" nicht wirklich stimmberechtigt) - verfolgte zu lange unterschiedliche Pläne.

Das naive Verharren, dass Heynckes der Charme-Offensive doch noch erliegt, fordert nun seinen Tribut. Zum einen ist mit Tuchel einer der besten deutschsprachigen Trainer vom Markt. Dessen fachliche Kompetenz in Anlehnung an die Philosophie eines Pep Guardiola ist unbestritten. In Dortmund scheiterte er auch wegen zwischenmenschlicher Differenzen mit Hans-Joachim Watzke, aber da gehören - psychologisch laienhaft gesprochen - immer zwei Parteien dazu.

Und zum anderen stehen die Bayern nun vor dem Dilemma, dass der neue Trainer zur Saison 2018/19 - ob der nun Kovac, Hasenhüttl, Favre oder Nagelsmann heißt - ganz genau weiß: Die 1a-Lösung war er auf keinen Fall. Nicht gerade die beste Basis für eine fruchtbare Zusammenarbeit. Die Bayern müssen endlich handeln: Die Zeit läuft ihnen schon wieder weg.
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