01.09.2017 - 22:02 Uhr
Weiden in der OberpfalzSport

Kreisklasse Ost: DJK Neustadt/WN muss Tabellenführung in Waldthurn verteidigen Vom Jäger zum Gejagten

In der Kreisklasse Ost hat die DJK Neustadt/WN den Platz übernommen, der ihr besonders zusagt. Nun soll die Tabellenführung mit einem Punkt Vorsprung beim FSV Waldthurn verteidigt werden. Die Dagner-Truppe will die DJK aber am Fahrenberg ärgern. Nach der Niederlage im Spitzenspiel steckt man beim TuS Schnaittenbach keinesfalls den Kopf in den Sand. Der auswärts anfällige SV Störnstein wird für die Rehabilitation herhalten müssen. Punktgleich (9) sind auf Augenhöhe der SV Altenstadt/Voh., der nach zwei Niederlagen im Vohenstraußer Stadtderby gegen den SV Waldau nach einem Erfolgserlebnis strebt.

von Ernst FrischholzProfil

TuS Schnaittenbach Sa. 17.30 SV Störnstein

Anfangs die Chancen nicht genutzt, zwei Standards kassiert, das ergab eine unnötige Niederlage mit einem dezimierten Team. Futsch war die Tabellenführung für den TuS und Trainer Turan Bafra. Der sagt: "Mund abwischen, es geht weiter. Wir wollen zeigen, dass uns dies nicht aus der Spur bringt: Jetzt setzten wir mit einem Sieg die DJK Neustadt unter Druck." Oheim und Richter sind im Urlaub, Krisch und Hiltl weiter verletzt, dafür sind Habrich, Voit und Kuchar wieder mit von der Partie. Beim Gast analysierte Trainer Tobias Schiener einen glücklichen Erfolg nach einer turbulenten ersten Hälfte gegen Altenstadt/Voh.. Gegen Titelaspiranten und auf fremdem Geläuf hat sich der SV bislang kaum mit Ruhm bekleckert. "Einstellung und Engagement" fordert Schiener, wenn seine Truppe in die Nähe eines Teilerfolgs kommen will.

FSV Waldthurn So. 15.00 DJK Neustadt/WN

Beim Spiel in Luhe war der FSV nach Anfangsproblemen gut im Spiel, nach vorne zu harmlos, stellte Coach Markus Dagner fest. Gegen die DJK bemüht Dagner einen alten Spruch: "Wie haben keine Chance, und die wollen wir nutzen." Sein Rezept lautet, trotz personellen Engpasses, den Tabellenführer möglichst lange zu ärgern. "Das aber wird schwer, weil wir immer zu schnell den Ball verlieren", monierte Dagner. Mit dem verdienten Sieg gegen Schnaittenbach hat sich die DJK an die Tabellenspitze gesetzt und hat nicht vor, den Platz an der Sonne gleich wieder abzugeben. Die Jungs um Spielführer Basti Forster sind sich im Klaren, dass sie keinen Spaziergang am Fuße des Fahrenbergs vor sich haben. Sie wissen, was sie wollen. Trainer Bernd Häuber ist im Urlaub. Für ihn wird Co-Trainer Stefan Hanker an der Außenlinie stehen.

TSV Flossenbürg So. 15.00 FC Weiden-Ost II

Mit dem klaren Sieg in Vohenstrauß hat der TSV eine erste Duftmarke gesetzt. Trainer Mario Neuber fordert die gleiche kämpferische Einstellung und spielerische Linie wie gegen sein ehemaliges Team. "Die Basis ist nicht schlecht, weil die Urlauber wieder zurück sind und nur noch Stefan Birkner verletzt ist." Trotz des Respekts vor den spielstarken "Ostlern" hat der TSV einen Heimsieg fest im Visier. Beim Gast freute sich Trainer Martin Oppitz über den dritten Sieg in Folge. Dadurch gelang der Sprung ins obere Tabellendrittel. "Trotzdem ist noch viel Sand im Getriebe", moniert Oppitz. Der Flossenbürger Sieg in Vohenstrauß sollte für seine Truppe ein Warnschuss sein. Es wird einige Umstellungen geben.

TSV Pleystein So. 15.00 FC Luhe-Markt

Der sichere Sieg bei Ehenfeld/Hirschau war für TSV-Coach Hans-Jürgen Mühling eine Pflichtaufgabe. "Vorne haben wir gut gespielt, aber hinten Schnitzer fabriziert, die die SG nur nicht bestrafte", monierte der Coach. Das sollte gegen die offensivstarken Bauer und Co. nicht passieren. Weiterhin muss der Trainer Windirsch, Namberger und Zehent ersetzen. Sittauer ist wieder dabei. Die Trainingseinstellung seiner Mannen stimmt Mühling besonders zuversichtlich. Der Gast geht in das erste von drei Auswärtsspielen - und das beim Tabellendritten. Balsam auf die geschundene Seele war der erste Sieg gegen Waldthurn, wie Vorsitzender Andreas Hammer anmerkt. Auf dieser Basis könne der FC aufbauen. In Sachen neuer Trainer hat sich noch nichts getan. Oliver Wagner, Daniel Ries und Patrick Hofstetter müssen langfristig ersetzt werden.

SpVgg Pirk So. 15.00 Ehenfeld/Hirschau II

Tolle Einstellung, gutes Spiel und als besseres Team in Unterzahl durch einen Elfmeter verloren. Der letzte Spieltag gestaltete sich bitter für die SpVgg. "Aufrichten und immer weiter, dann holen wir uns auch den Lohn ab, weil die Moral stimmt", motiviert Trainer Stefan Kleber. Die Stimmung ist trotz der mageren Punktausbeute gut und das Team brennt darauf, sich für seinen Aufwand zu belohnen. Beim Gast hat die personelle Notlage in Waldthurn und daheim gegen Pleystein durchgeschlagen. Neun Gegentore sind ein bedenklicher Trend für Trainer Martin Winkler. Womöglich bekommt Winkler von der ersten Mannschaft aus Hirschau Unterstützung, denn die Ausfälle in der Defensive sind einfach nicht zu kompensieren. Auf jeden Fall fährt die SG nicht nach Pirk, um die Punkte dort ohne Gegenwehr abzuliefern.

ASV Neustadt/WN So. 15.00 SpVgg Vohenstrauß II

Im vierten Auswärtsspiel erwischte es den ASV in Waldau. Nach einem berechtigten 2:4-Rückstand kam die Pianka-Elf nach der Pause bravourös zurück, erzielte den Ausgleich, um kurz vor Schluss doch noch den fünften Treffer hinnehmen zu müssen. Trotzdem verleihen Leistung und Moral Auftrieb. "Das Spiel ist abgehakt und der Fokus auf die kommende Aufgabe gerichtet", sagte der Coach. Schwach war die Vorstellung der Vohenstraußer "Zweiten" gegen den Aufsteiger Flossenbürg, analysierte Trainer Markus Grosser. Angesichts der mageren Punkteausbeute stellt sich die SpVgg auf den Abstiegskampf ein. Es gehe darum, dass die jungen Spieler Teamgeist, Einsatz und Kampfbereitschaft an den Tag legen. Die nächste Gelegenheit bietet sich beim gut gestarteten Aufsteiger, dessen starke Offensive ein Problem darstellen wird.

SV Altenstadt/Voh. So. 15.00 SV Waldau

"Nach der obligatorischen Niederlage in Störnstein müssen wir punkten, um uns im Mittelfeld zu etablieren", gibt Altenstadts Trainer Markus Karl vor. Entscheidend sei, ob die gute Offensive der Gäste in den Griff zu bekommen ist und ob die eigenen Chancen effektiv verwertet werden. Die Moral ist gut und sollte im Derby noch besser sein. "Es zählt nur ein Sieg." Der Nachbar aus Waldau war mit drei Punkten vom Vorsonntag zufrieden. "Vier Gegentore zeigen uns aber, dass wir uns in der Defensive deutlich steigern müssen", hebt Co-Trainer Norbert Bauer heraus. Hausner kehrt aus dem Urlaub zurück, Rewitzer hat sich erneut verletzt, und die "alten Patienten" Walberer, Woppmann und Troppmann fehlen.

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