30.03.2018 - 21:36 Uhr
Weiden in der Oberpfalz

Kreisklasse West: Der Tabellenzweite mit zwei schweren Spielen Dießfurt am Samstag gegen den alten Rivalen

Mantel. Einen Doppelspieltag beschert das Osterfest den Teams in der Kreisklasse West. Von den führenden Mannschaft scheint der FC Dießfurt die schwierigsten Aufgaben vor der Brust zu haben. Am Samstag erwartet er zum Derby den alten Rivalen aus Pressath, am Montag muss er zum wiedererstarkten TSV Kirchendemenreuth reisen.

von Franz SperlProfil

TSV Reuth

Am Doppelspieltag werden nach Meinung von Spielleiter Hansi Stangl die Weichen für den Saisonendspurt gestellt. Er erhofft sich dabei sechs Punkte, warnt aber gleichzeitig davor, den SV Parkstein zu unterschätzen. Mit dem SC Eschenbach hat man aus der Vorsaison noch eine Rechnung offen, ging der TSV damals doch sang- und klanglos mit 0:4 unter. Bis auf Michael Meissner, hinter dessen Einsatz ein Fragezeichen steht, kann Spielertrainer Michael Bachmeier auf seinen gesamten Kader zurückgreifen.

FC Dießfurt

Trainer Reinhard Marschke steht mit dem FC ein schweres Wochenende bevor. "Das Derby gegen Pressath wird sehr schwer, denn wer Reuth schlägt, der muss richtig gut drauf sein. Aber auch in Kirchendemenreuth zu bestehen, wird kein Zuckerschlecken, alleine schon wegen der für uns ungewohnten Platzverhältnisse," sagt Marschke. Vor allem gilt es, sich gegenüber dem Schwarzenbacher Spiel zu steigern. Bernd Kallmeier wird fehlen, der Einsatz von Marcel Donhauser, Dominik Brüderer und Wolfgang Plößner ist aufgrund von Erkrankungen stark gefährdet, aber dank des großen Kaders ergeben sich daraus keine größeren Probleme.

FC Vorbach

Beim Auftaktspiel gegen Parkstein tat sich der FCV schwerer als erhofft, landete aber doch noch einen knappen Sieg. Nun steht für die Ruder-Elf ein hartes Programm an. Die Heimbilanz des SV Kohlberg mit sieben Siegen bei ebenso vielen Spielen sagt eigentlich schon alles aus. Zudem hat Vorbach keine allzu guten Erinnerungen an das Hinspiel, setzte es doch dort die erste Saisonniederlage. Aber auch der SV Kulmain II, der mit dem Rücken zur Wand steht, darf nicht auf die leichte Schulter genommen werden. Spielertrainer Florian Ruder kann mit Nico Götz und Nico Lautner wieder auf seine beiden "Sechser" zurückgreifen.

SV Kohlberg/Röthenbach

Ein guter Auftakt in die Rückrunde gelang dem SV Kohlberg mit dem 3:0-Sieg. Das einzige, was noch besser gelöst werden muss, sind die Abschlüsse. Der letzte entscheidende Pass kam oft nicht an den Mann bzw. wurde zu überhastet gespielt. Am Wochenende kann das verbessert werden. Samstag gehte es gegen Vorbach und Montag gegen Parkstein. Das Team um Trainer Achim Beck will noch fokussierter auf dem Platz agieren und dem Gegner das Leben so schwer wie möglich machen. Ein paar Urlauber sind wieder zurück.

TSV Pressath

Im Derby gegen Dießfurt will die Betzl-Elf dem nächsten Meisterschaftsfavoriten ein Bein stellen. Die knappe 2:3-Hinspielniederlage zeigt, dass dies kein unmögliches Unterfangen ist, wenn der Einsatz und die Laufbereitschaft wieder vorhanden sind. Das Hinspiel bei der TSG Weiherhammer gewann Pressath mit 5:1. Am Montag gegen Weiherhammer wird es nicht so einfach werden, da sich einige Spieler in den Urlaub verabschiedet haben. Um den Anschluss an die Top fünf zu halten, muss der TSV auf jeden Fall punkten.

TSV Kirchendemenreuth

Mit einen weiteren Dreier in Weiherhammer setzte der TSV seinen Aufwärtstrend fort. Mit derselben Einstellung und dem gleichen Biss wäre im Derby der erste Sieg auf Krummennaaber Terrain möglich. Die Haberländer werden auf einen starken Kader zurückgreifen können. Am Ostermontag trifft der TSV mit dem FC Dießfurt auf einen weitern Meisterschaftsfavoriten. Solche Spiele liegen der Haberlandelf und kommen ihr entgegen. Bisher konnte noch keiner der ersten drei Mannschaften gegen die Mannen um Julian Michl gewinnen.

TSG Weiherhammer

In erster Linie auf unnötige Eigenfehler zurückzuführen ist die verdiente Heimniederlage der TSG gegen Kirchendemenreuth. Am Samstag gibt der ASV Haidenaab seine Visitenkarte ab. Der Gastgebers möchte einen Dreier, um den Umschwung einzuleiten. Dann könnte die TSG positiv gestimmt nach Pressath reisen. Dort wäre Weiherhammer schon mit einem Teilerfolg zufrieden. Spielertrainer Klaus Herrmann hat es momentan nicht leicht, sind doch mehrere Spieler angeschlagen.

SC Eschenbach

Der SC war in Kohlberg, zumindest in der ersten Halbzeit besser, als das Resultat vermuten lässt. Aber nachdem man wieder mit leeren Händen die Heimreise antreten musste, geht der Blick von Trainer Peter Renner schon nach unten. Deshalb ist es für ihn unabdingbar, dass seine Elf in Riglasreuth einen Dreier einfährt. Dann kann sie dem Montagsspiel gegen Spitzenreiter TSV Reuth getrost entgegenblicken. Hierbei baut die Rußweiher-Elf auf ihre Heimstärke, so dass sie auf jeden Fall nicht punktlos aus der Partie gehen will. Verzichten muss Eschenbach auf David Giesel, ansonsten sind alle an Bord.

SC Schwarzenbach

Für die Kicker des SC Schwarzenbach heißt es, die Derbyniederlage so schnell wie möglich abzuhaken und nach vorne zu schauen. Gegen Kulmain müssen drei Punkte her, um nicht nach hinten zu rutschen. Unabhängig vom Ausgang in Kulmain wird auch am Montag ein Dreier gegen Krummennaab angepeilt. Mit Siegen gegen Kulmain und Krummennaab könnte Schwarzenbach einen großen Schritt in Richtung Klassenerhalt machen. Leider sind derzeit einige Spieler angeschlagen.

ASV Haidenaab

Nachdem der ASV am vergangenen Wochenende in Reuth eine deftige Niederlage einstecken musste, wird es darauf ankommen, sich verlorenes Selbstvertrauen zurückzuholen. Aufgrund der Personalmisere fährt der ASV als Außenseiter nach Weiherhammer. Mit einem Punktgewinn, wie in der letzten Saison, wäre die Elf zufrieden. Verletzungsmisere hin oder her, beim Heimspiel gegen den SV Riglasreuth zählt nur ein Sieg, ansonsten droht Abstiegskampf pur. Um das zu vermeiden, muss die junge ASV-Truppe alle Kräfte mobilisieren. Dass das Spiel kein Selbstläufer werden wird, zeigt das knappe Ergebnis der Vorrunde. Beim ASV fallen außer den Urlaubern auch noch André Gierschick und Michael Popp verletzungsbedingt aus.

SV Parkstein

Parksteins Trainer Christian Schwarz ist schon etwas geknickt: "Einen Punkt hätten wir verdient gehabt, aber so ist das. Wenn man unten steht, fehlt halt das Quäntchen Glück." Wegen des kleinen Kaders hat er kaum Alternativen. Aber er macht seinen Jungs Mut. Sie müssten sich durchbeißen und weiterhin versuchen, das Beste aus der Situation zu machen. Mit dem TSV Reuth und dem SV Kohlberg hat es Parkstein an Ostern mit zwei Teams zu tun, die Aufstiegsambitionen haben. Da ist jeder Punktgewinn als Erfolg anzusehen.

SV Kulmain II

Nur ungern erinnert sich Spielertrainer Neumüller an die Hinspielniederlage in Schwarzenbach. Beste Chancen wurden nicht genutzt und dies rächt sich bekanntlich im Fußball. Die Chancenverwertung sollte sich schnellstmöglich ändern, um die so dringend benötigten Punkte noch zu holen. In Vorbach trifft die Bezirksligareserve auf eine Mannschaft, die noch um den Aufstieg mitspielen kann. Vorbach verfügt über eine sehr gute Offensivreihe, die in den Griff zu bekommen, wird Schwerstarbeit werden. Wenn dies aber gelingen sollte und nicht wieder leichtsinnige Fehler gemacht werden, wäre wie im Hinspiel durchaus ein Punkt möglich.

SV Riglasreuth

Für den SV Riglasreuth geht es am Osterwochenende zunächst zu Hause gegen SC Eschenbach, am Montag folgt das Auswärtsspiel beim ASV Haidenaab. Punkte werden dringend benötigt, um dem Abstieg noch zu entgehen. Die Elf von Trainer Rainer Wegmann glaubt weiterhin an sich und kann auf eine sehr gute Vorbereitung in den letzten Wochen zurückblicken. Dies gibt Hoffnung auf ein Erfolgserlebnis am Wochenende. Ausfallen werden David Heinl und Offensivmann Dennis Depolt.

TSV Krummennaab

Der Spielausfall am vergangenen Sonntag in Kulmain bei strahlendem Sonnenschein ist für den TSV Krummennaab unerklärlich und nicht nachvollziehbar. Das Osterwochenende bezeichnet Trainer Markus Tusek als Schiksalswochenende. Sollte man hier nicht sechs Punkt holen, dann dürfte der Zug in Richtung Klassenerhalt abgefahren sein. Dass dabei beide Aufgaben, sowohl am Samstag im Derby gegen Kirchendemenreuth als auch am Montag beim SC Schwarzenbach, sehr schwer sind, tut dem Vorhaben keinen Abbruch. Erfreulicherweise sind wenigsten keine Ausfälle zu beklagen.

Kreisklasse West

Weiherham. - Haidenaab Sa. 16.00 Dießfurt - Pressath Sa. 16.00 Krummenn. - Kirchend. Sa. 16.00 Kulmain II - Schwarzenb. Sa. 16.00 Kohlberg - Vorbach Sa. 16.00 Reuth - Parkstein Sa. 16.00 Riglasreuth - Eschenbach Sa. 16.00

Kirchendem. - Dießfurt Mo. 15.00 Vorbach - Kulmain II Mo. 15.00 Haidenaab - Riglasreuth Mo. 15.00 Eschenbach - Reuth Mo. 15.00 SV Parkstein - Kohlberg Mo. 15.00 Schwarzenb. - Krummen. Mo. 15.00 Pressath - Weiherhammer Mo. 15.00

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.

Nachrichten per WhatsApp