25.08.2017 - 22:50 Uhr
Weiden in der OberpfalzSport

Meine Meinung zum Dembele-Transfer "Aki" Watzke zeigt's den Fußball-Schnöseln

Von Josef Maier

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Kommentar

"Aki" Watzke, Boss von Borussia Dortmund, ist Sauerländer. Geradlinigkeit, Ehrlichkeit, Direktheit - das sind die Wesenszüge, die man den Leuten aus diesem westfälischen Landstrich nachsagt. Und Sturheit. Aber in diesem Fall ist Watzke nicht stur, sondern einfach nur konsequent geblieben. Er hat beim Dembélé-Wechsel erreicht, was er wollte. Wenn er den Franzosen, der sich auf beschämende Weise aus dem Ruhrpott davongestohlen hat, schon nicht halten konnte, dann sollte wenigstens Barcelona richtig bluten. Und das hat er grandios geschafft.

Da bietet endlich einer diesen Fußball-Schnöseln und Mega-Klubs wie Barcelona die Stirn, die glauben, sich alles erlauben zu können. Neymar, Dembélé, Antony Modeste in Köln oder No-Name Abdelhamid Sabiri in Nürnberg - die Arbeitgeber werden von den Spielern immer öfter erpresst.

Laufende Verträge? Pah, die interessieren diese jungen Ego-AG's überhaupt nicht. Dabei wären die Berater dieser Spieler die ersten, die klagen würden, wenn auf der Monatsabrechnung nur ein Cent fehlen würde. Für diese Leute sind Verträge nur eine einseitige Sache. Pflichten hat nur die Gegenseite. Aber Watzke grätschte da jetzt dazwischen. Der Klub bestimmt die Regeln, ist sein Credo.

Einige meinen, Watzke habe versucht, Dembélés Karriere zu zerstören. Ein völlig deplatzierter Vorwurf: Das erledigt der Spieler mit seinem Verhalten schon selber.

Und dass der Franzose jetzt vielleicht das Vierfache verdient, was er beim BVB bekommen hat, bringt ihn ohnehin nicht weiter in seiner Karriere. Charakter, lieber Ousmane, kann man sich mit keinem Geld der Welt kaufen.

josef.maier[at]oberpfalzmedien[dot]de

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