Nur ein Steinwurf zum Sportabzeichen

Die erfolgreichen Sportler mit (hinten, von rechts) Vorsitzendem Markus Bäumler, Rekordhalter und Abteilungsleiter Hans Hiermaier, Spartenleiter Johannes Beierl, Prüfer Toni Beierl sowie dritten Vorsitzendem Ludwig Kastl (Zweiter von links). Bild: fsb
Sport
Weiden in der Oberpfalz
14.11.2017
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Der Schlagballwurf bereitet heute vielen Kindern Probleme. Hans Hiermaier empfiehlt ihnen, mit Steinen auf abgeernteten Feldern zu üben. Dann rückt das Sportabzeichen in greifbare Nähe. Hiermaier selbst hat es bereits zum 53. Mal erworben.

Rothenstadt. Bereits erreicht haben es auch eine Reihe von Sportlern des VfB Rothenstadt. Zur Übergabe der Deutschen Sportabzeichen 2017 hatte Hans Hiermaier, Leiter der Ski- und Fitnessabteilung, Kinder, Jugendliche und Erwachsene ins Sportheim geladen. Er dankte Vorsitzendem Markus Bäumler, dritten Vorsitzendem Ludwig Kastl, einem Urgestein des Vereins, dem Organisator und Homepagepfleger Rainer Rosenau, Spartenleiter Johannes Beierl sowie den zusätzlichen Prüfern Toni Beierl und dem verhinderten Kilian Schönberger für deren tatkräftige Unterstützung.

Für das vom Deutschen Olympischen Sportbund verliehene Abzeichen mit Urkunde wird all das verlangt, was einen fitten Sportler auszeichnet: Ausdauer, Kraft, Schnelligkeit und Koordination. Ziel ist die körperliche Fitness allgemein. Die Vielseitigkeit der geforderten Sportarten - Dauerlauf, Wurf oder Stoß, Sprint, Weitsprung und Schwimmen - gebe, so Hiermaier, dem Sportler für das Alter mehr als eine einseitige Sportart, die unter Umständen zu Schäden führen könne.

Seit drei Jahren seien die Bedingungen für den Erwerb des Sportabzeichens geändert. Vorher erhielt man für den ersten erfolgreichen Abschluss das Sportabzeichen in Bronze, bei dreimaligem Erreichen in Silber und bei fünfmaligem Erwerb in Gold. Nun wird jede Einzelleistung in Punkte umgerechnet und danach das entsprechende Abzeichen verliehen, wobei nun eine Steigerung von Jahr zu Jahr von Bronze über Silber zu Gold möglich ist: eine echte Leistungsanforderung.

Hiermaier hatte festgestellt, dass besonders der Schlagballwurf viele Kinder vor Schwierigkeiten stelle. Vielleicht sei der Schulsport hier nicht mehr so breit ausgelegt, andererseits gebe es heutzutage viel weniger Möglichkeiten, das Werfen zu trainieren. Er empfahl deshalb, auf abgeernteten Feldern mit Steinen zu üben. Mit das Wichtigste, was jedes Kind als erstes lernen sollte, sei das Schwimmen. Leider gebe es heute wieder mehr Nichtschwimmer als vor zehn Jahren. Für den Erwerb des Sportabzeichens könne man nicht früh genug mit dem Training beginnen. Umso mehr freue es ihn, dass von 30 Startern 19 erfolgreich waren.

Bei der Jugend erhielten das Abzeichen in Bronze Ismael Imran (in Abwesenheit) zum zweiten Mal, in Silber Julian Döhnel, Jaden Ochs, Vincent Steiner und (in Abwesenheit) Daniel Kraus erstmals, Malie Deniz zum zweiten und Paulina Steiner zum vierten Mal. Mit Gold wurden erstmals Jakob Hecht, Oliver Oppitz und Nicolas Kick (verhindert) ausgezeichnet, Felix Riedl zum zweiten Mal, Sissy Hiermaier zum vierten, Jamina Rosenau zum achten Mal.

Bei den Erwachsenen erwarben sechs Sportler erstmals gleich das Abzeichen in Gold : Ali Murat, Michael Lache und der erkrankte Kilian Schönberger, der es schon neunmal als Jugendlicher geschafft hatte. Zum vierten Mal holte Tanja Steiner Gold und zum neunten Mal Marco Schönberger. Eine besondere Ehre wurde dann Hans Hiermaier zuteil: Vorsitzender Bäumler überreichte ihm zum 53. Mal das Abzeichen in Gold - eine Leistung, die ihresgleichen suche. Bäumler nannte ihn "ein weiteres Urgestein des VfB" und dankte ihm als Initiator und für seine jahrzehntelange Tätigkeit für den Erwerb der Sportabzeichen.
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