Oberpfalz-Medien-Cup
Rückblick aus 2016: SpVgg SV schafft Hattrick

Marco Kießling (am Ball) war der herausragende Akteur im Finale. Der SpVgg-SV-Stürmer erzielte drei Treffer und schoss seine Farben fast im Alleingang zum Turniersieg. Bild: A. Schwarzmeier
Sport
Weiden in der Oberpfalz
29.12.2016
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Auf den Rängen herrschte beste Stimmung: Unter den weit über 1000 Zuschauern taten sich vor allem die Anhänger der SpVgg Pfreimd hervor, die ihre Mannschaft lautstark unterstützten. Bild: A. Schwarzmeier

Ein volles Haus, rasanter Hallenfußball und jede Menge Tore: Der Oberpfalz-Medien-Cup hat bei seiner Premiere gehalten, was er im Vorfeld versprochen hat. Und zum dritten Mal in Folge geht der Turniersieg an einen alten Bekannten.

Die Duelle zwischen der SpVgg SV Weiden und dem SV Etzenricht gehörten beim ehemaligen Medienhaus-Cup immer zu den Klassikern. Und auch nach der Umbenennung des größten Hallenfußballturniers in der Region setzt sich die Tradition fort. In einer Neuauflage des Endspiels von 2014 trafen erneut Schwarz-Blau und Blau-Schwarz aufeinander. Und wie vor zwei Jahren, als sich Weiden knapp mit 3:2 durchsetzte, triumphierte die klassenhöhere Mannschaft. Der Bayernligist dominierte das Endspiel beim Oberpfalz-Medien-Cup beinahe nach Belieben und holte sich vor rund 1300 Zuschauern mit einem souveränen 5:1-Finalerfolg zum dritten Mal hintereinander den Turniersieg.

Kießling trifft dreifach

Zum Protagonisten avancierte dabei Marco Kießling. Der 19-Jährige trug sich in der alles entscheidenden Partie gegen den Landesligisten gleich drei Mal in die Torschützenliste ein. "Natürlich ist es etwas Besonderes, wenn man bei so einer Veranstaltung im Endspiel so oft trifft", sagte Kießling. Gleichzeitig verteilte er ein großes Lob an seine Mitspieler: "Wir haben vor allem im Finale gezeigt, wie man Hallenfußball spielt."

Reichlich Anerkennung verdiente sich allerdings auch der unterlegene Gegner. Der SV Etzenricht hatte dem Turnier lange Zeit den Stempel aufgedrückt. Beinahe mühelos marschierte das Team mit drei Siegen durch die Gruppenphase, ehe es im Halbfinale etwas ins Stolpern kam. Beim 3:2 über die SpVgg Pfreimd führte der SVE bereits mit 3:0, ehe der Bezirksligist noch einmal heran kam und etwas unglücklich mit 2:3 den Kürzeren zog.

Für die Pfreimder war der Halbfinal-K.-o. aber kein Grund zur Enttäuschung. "Wir wollten unter die letzten Vier und einen guten Ball spielen", meinte Spielertrainer Christian Zechmann. "Das haben wir geschafft." Und nicht nur das. Im Spiel um Platz drei holten sie einen 1:3-Rückstand auf, zwangen den Landesligisten SC Ettmannsdorf ins Neunmeterschießen und triumphierten dort mit 3:2. Auch wenn sich SCE-Trainer Timo Studtrucker am Spielfeldrand ärgerte: Mit dem vierten Platz feierten die Schwandorfer ihre bislang beste Platzierung in der Weidener Mehrzweckhalle.

Von Feierlaune waren die beiden Vertreter des Teilkreises Amberg weit entfernt. Der mit einer bunten Mischung aus Bayernliga-erprobten Akteuren und Nachwuchskräften angereiste FC Amberg blieb hinter den Erwartungen zurück. Platz sechs, nach einer abschließenden 3:4-Niederlage gegen den wacker kämpfenden SV Mitterteich, kann nicht den Ansprüchen der Vilsstädter genügen. Die an diesem Tag fehlende Konkurrenzfähigkeit bestätigte der beste FCA-Akteur Marco Wiedmann: "Unser Ziel war das Halbfinale. Dazu hat es nicht gereicht." Noch schlechter schnitt der SV Sorghof ab. Der Landesligaaufsteiger blieb als einziger ohne Sieg und wurde Letzter. Dagegen darf die SpVgg Schirmitz den 3:1-Erfolg im Spiel um Platz sieben als Erfolg verbuchen, nachdem die Truppe von Coach Josef Dütsch in den Gruppenpartien ohne Dreier geblieben war.

Rodlers Kunststück

Als Sieger durften sich nach sechsstündigem Hallenfußball-Marathon nicht nur die Spieler der SpVgg SV Weiden fühlen. Eine eins mit Stern verdiente sich auch die vorzügliche Organisation durch das Helferteam des Bayernligisten. "Das Turnier war toll, das Publikum auch", freute sich SpVgg-SV-Sportvorstand Philipp Kaufmann. "Wir sehen uns nächstes Jahr wieder." Vielleicht gelingt dann Josef Rodler ein ähnliches Kunststück wie gestern: Der Weidener Stürmer erzielte beim 3:0 gegen Mitterteich den ersten Turniertreffer und im Endspiel auch den letzten.
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