Pressekonferenz nach dem Oberpfalz-Medien-Cup
Rückblick aus 2016: SpVgg Pfreimd erobert die Herzen

Die Trainer gönnten sich bei der Pressekonferenz ein "Bierchen danach" (von links): Josef Dütsch, Timo Studtrucker, Günter Brandl, Franz Koller, Christian Zechmann, Thorsten Baierlein, Andreas Lang und Stephan Herrmann. Bild: fle
Sport
Weiden in der Oberpfalz
29.12.2016
580
0
 

Die Trainer sind sich einig: Der Oberpfalz-Medien-Cup 2016 ist für alle Teams die Strapazen "zwischen den Jahren" wert. Die SpVgg SV Weiden ist der verdiente Sieger und ein Underdog erhält sogar Lob von seinen Kontrahenten.

Christian Zechmann war nicht nur einer der auffälligsten Akteure des gesamten Turniers: Der spielende Part des Pfreimder Trainderduos stand auch bei der Pressekonferenz Rede und Antwort. Dabei heimste er jede Menge Lob für den kessen Auftritt des Neulings ein, der überraschend auf Platz drei landete. "Wir haben uns wahnsinnig über die Einladung gefreut. Unser Ziel war es, die Großen zu ärgern. Ich denke, das ist uns ganz gut gelungen." Doch nicht nur die Spielweise des Bezirksligisten war eine Bereicherung für das Turnier, auch der Pfreimder Anhang sorgte für richtig Stimmung in der Mehrzweckhalle. "Unsere Fans sind der Wahnsinn. Wir wissen das. Und jetzt wissen es auch die anderen Teams", sagte Zechmann bei der Pressekonferenz.

s Neu-Trainer Franz Koller freute sich über den ersten Erfolg seiner noch jungen Amtszeit. "Ich bin stolz auf meine Mannschaft. Wir sind etwas schleppend ins Turnier gestartet, haben uns dann aber gesteigert. Im Halbfinale und besonders im Endspiel haben wir richtig guten Hallenfußball geboten." Koller erhofft sich vom Prestigeerfolg auch etwas "Rückenwind für die schwierige Restserie in der Bayernliga". Die SpVgg SV habe die Qualität, besser zu spielen, als das über weite Strecken des Jahres der Fall gewesen sei. Der zweite Bayernligist im Feld zählte auf Platz sechs eher zu den Negativ-Überraschungen des Turniers. "Es war ein starkes Teilnehmerfeld und wir hatten eine schwierige Gruppe erwischt", analysierte Günter Brandl, Coach des FC Amberg. Seine gemischte Truppe habe nicht so agiert, wie er sich das vorgestellt hatte. "Aber das ist hier zu verschmerzen." Mehr als das Abschneiden schmerzte Brandl die Verletzung von Daniel Geissler, der unglücklich umgeknickt war.

Für den urlaubenden Etzenrichter Übungsleiter Michael Rösch sprang Routinier Stephan Herrmann in die Bresche. Und der war mit dem zweiten Platz "seiner" Mannschaft durchaus zufrieden. "Freilich hätten wir im Finale gerne mehr Paroli geboten, aber insgesamt gesehen, haben wir ein richtig gutes Turnier gespielt." Bezirksliga-Aufsteiger SpVgg Schirmitz zahlte nach der Einschätzung seines Trainers Josef Dütsch "jede Menge Lehrgeld" mit Platz sieben: "Wir wollten nicht Letzter werden - diese Mission haben wir erfüllt."

Schlusslicht war Landesligist SV Sorghof. Und Coach Thorsten Baierlein wählte klare Worte: "Wer solch eklatante Fehler macht, wird verdient Letzter. Unser Defensiv- und Zweikampfverhalten war dem Niveau dieses Turniers nicht angemessen." Für Timo Studtrucker vom SC Ettmannsdorf war die Atmosphäre beeindruckend und mit dem vierten Platz seines Teams könne er "ganz gut leben". Ins Halbfinale wollte eigentlich der SV Mitterteich, scheiterte aber in der Gruppe am starken Neuling Pfreimd. "Da haben wir uns selbst geschlagen. Platz fünf gegen den FC Amberg war aber ein versöhnliches Ende", sagte Coach Andreas Lang.
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.