12.01.2018 - 23:24 Uhr
Weiden in der OberpfalzSport

Riesenjubel bei den Devils 6:3 in Deggendorf sichert die Meisterrunde

Was für ein teuflisch guter Auftritt der Blue Devils: Die Weidener siegten am Freitagabend beim Oberliga-Spitzenklub Deggendorfer SC mit. Damit können sie ganz entspannt am Sonntag ins Derby gegen Selb gehen.

Michael Kirchberger (Nummer 19) erzielt in dieser Szene das 1:0 für die Weidener. Die Deggendorfer können den Treffer nicht mehr verhindern. Es war der Auftakt zu einer furiosen Partie der Weidener.
von Rudolf Gebert Kontakt Profil

Weiden/Deggendorf. (mr/gb) 32 Spiele hatten sie Zeit, um ihr großes Ziel zu erreichen. Schon mit dem 31. Spiel machten sie es perfekt. Die Blue Devils siegten am Freitag beim Deggendorfer SC mit 6:3 (4:1, 2:0, 0:2) und haben sich damit vorzeitig für die Meisterrunde der Oberliga Süd, die kommendes Wochenende beginnt, qualifiziert. Die Weidener sind von den Lindau Islanders nicht mehr einzuholen.

Die Gäste aus der Oberpfalz zeigten in Niederbayern vor allem in der Defensive eine sehr gute Leistung und nutzten ihre Chancen konsequent. Da war natürlich auch Trainer Milan Mazanec euphorisch: "Ich bin heute sehr, sehr glücklich", jubelte der Coach. "Ich bin überrascht, dass es schon heute in Deggendorf mit der Qualifikation geklappt hat." Der Tscheche hatte sein Team während der Woche konsequent auf die Spielweise der Deggendorfer vorbereitet, seine Jungs hielten sich nahezu komplett an die Vorgaben: "Wir waren vor allem in der Defensive sehr konsequent." Mazanec gab aber auch zu, dass sein Team in den ersten Minuten etwas Glück hatte und sich dort auf Goalie Johannes Wiedemann verlassen konnte. Der Deggendorfer Trainer John Sicinski sagte, dass es nach dem 1:4 nach dem ersten Drittel natürlich nahezu unmöglich gewesen sei, noch einmal zurückzukommen. Er lobte auch den Auftritt der Gäste: "Vor allem ab dem zweiten Drittel habe ich eine sehr engagierte Weidener Mannschaft gesehen."

Eine Mannschaft, die schon im ersten Abschnitt Sicinkis Torhüter entnervte. Kurz vor der Drittelpause fuhr Daniel Filimonow gefrustet vom Eis Josef Straka und Philipp Siller hatten den SC-Torhüter gerade binnen weniger Sekunden zwei Mal bezwungen und den Rest gegeben. Es waren die Schlusspunkte eines guten Weidener Drittels, in dem die Deggendorfer zwar die Führung von Michael Kirchberger (6.) in Überzahl ausgleichen konnten. Matt Abercrombie hatte aber die Gäste in der 16. Minute schon wieder nach vorne gebracht. Die Deggendorfer hatten zwar ein spielerisches Übergewicht, doch die Mazanec-Truppe nutzte ihre Konter gnadenlos gut.

Die klare Führung hatte den Weidenern mächtig Selbstbewusstsein gegeben, denn im zweiten Abschnitt traten sie noch selbstsicherer auf. Sie übertrieben es aber weiter nicht mit Schnörkeln, sondern spielten einfaches, zielorientiertes Eishockey. Lohn waren die Treffer von Tom Pauker (31.) zum 5:1 und erneut Abercrombie (39.), der den Puck zum 6:1 in den Winkel schlenzte. Die Sache war gelaufen.. Im letzten Abschnitt kamen die Deggendorfer zwar noch auf 3:6 heran, große Hektik kam aber nicht mehr auf. Und danach wurde es sowohl für die Mannschaft als auch für die Fans die bisher schönste Heimfahrt der Saison.

Wir waren vor allem in der Defensive sehr konsequent.Devils-Trainer Milan Mazanec

Deggendorfer SC: Filimonow (ab 19. Brenner), Vavrusa, Wolfgramm, Wiederer, Peleikis, Stern, Sagerer - Deuschl, Gibbons, Leinweber, S. Janzen, Jirik, A. Janzen, Hintermeier, Schembri, Ovaska, Litesov

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