17.01.2018 - 16:14 Uhr
Weiden in der OberpfalzSport

Sanierung des Sporttraktes der Realschulen stellt Beteiligte vor besondere Herausforderungen Kampf um Sporthallen

Die im Sommer beginnende Sanierung des Sporttraktes der Realschulen stellt die Stadt, die Vereine und die Schulen vor besondere Herausforderungen. Ein Ersatzplan soll helfen. Doch im Sportbeirat werden auch ganz einfache Lösungen vorgeschlagen.

Luftbild: Michael Ascherl
von Volker Klitzing Kontakt Profil

So warnte Ernst Werner davor, auf Gedeih und Verderb Schüler mit Hilfe von Bussen durch die Stadt zu kutschieren und auf andere Sporthallen zu verteilen. Der örtliche Vorsitzende des Bayerischen Landessportverbandes rechnete vor, dass von einer Doppelstunde gerade mal 30 Minuten für den Sport übrig blieben. "Das lohnt den großen Aufwand nicht." Werner, selbst jahrzehntelang Sportlehrer, hätte kein Problem, würde eine Zeitlang auf den Schulsport verzichtet. Oder: "Gymnastik kann man auch mal im Klassenzimmer machen."

Spazierengehen

Ähnlich äußerte sich der Präsident des Stadtverbandes für Leibesübungen. Ein Ausweichen in die Thermenwelt sei teuer. Statt zu schwimmen könne man auch mal spazieren gehen, sagte Reinhard Meier. Er kündigte an, dass die Schwimmkurse des SV wohl zwei Jahre ausfallen würden. Man solle die Situation insgesamt nicht zu pessimistisch sehen, forderte Hans Sperrer (CSU). Mit Sport-Geschäftsführer Christian Meiler werde sich eine gute Lösung finden.

"Man muss sich schämen"

Für Sperrer ganz wichtig: Dass die Sanierung zum 1. August auch in Angriff genommen werde. Niemand solle nun noch mit "politischen Spielchen" versuchen, das Projekt zu verzögern. Den dringend notwendigen Sanierungsbedarf sieht auch Matthias Loew (SPD). "Man muss sich bei Wettkämpfen ja fast schämen." Zu seinem Vorschlag, sich bei Nachbargemeinden nach freien Turnhallen umzuhören, sagte Herbert Tischler, dies sei schon geschehen. "Doch die sind voll bis obenhin." Tischler forderte oberste Priorität für Vereine und Schulen. "Freizeit- und Lehrermannschaften müssten während der Sanierungszeit zurückstehen.

Während der Diskussion trat Bürgermeister Lothar Höher für eine neue Dreifachhalle ein. Diese könne er sich auch bei der Pestalozzischule vorstellen, wo bisher die Sanierung der alten Halle und ein Neubau einer Einfachhalle geplant werde. Während Matthias Loew sich nicht abgeneigt zeigte, lehnten Sperrer und Meier die Idee ab: zu teuer. Man solle Beschlüsse nicht wieder aufbrechen.

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