26.10.2017 - 21:42 Uhr
Weiden in der OberpfalzSport

SC Luhe-Wildenau empfängt SKC Gut Holz SpVgg Weiden Lokalderby in der 2. Keglerbundesliga

Zum prestigeträchtigen Lokalderby der 2. Kegler-Bundesliga Nord-Mitte erwartet der SC Luhe-Wildenau am Samstag (12.30 Uhr) den SKC Gut Holz SpVgg Weiden. Während die nach fünf Spieltagen noch immer sieglosen Oberwildenauer als Tabellenvorletzter schon mit dem Rücken zur Wand stehen, schicken sich die Gäste aus Weiden an, sich ins sichere Tabellenmittelfeld abzusetzen.

Vom SKC-Blau ins SC-Rot: Gert Erben will es gegen seine früheren Mannschaftskameraden vom SKC Gut Holz SpVgg Weiden wissen. Bild: otr
von Norbert DietlProfil

Lokalderbys zwischen den Keglern aus Weiden und Oberwildenau sind eigentlich nichts Neues. Was neu ist, dass nach dem Aufstieg des SC Luhe-Wildenau in die 2. Bundesliga erstmals in der Derbygeschichte die beiden ersten Mannschaften die Klingen kreuzen. In der Vergangenheit hatte es der SC Luhe-Wildenau stets mit der zweiten Mannschaft der Weidener zu tun. Legt man die derzeitige Tabellensituation zugrunde, haben die Gäste aus Weiden wohl die besseren Karten. Der gastgebende Aufsteiger wartet nach fünf Zweitligaspielen noch immer auf den ersten Saisonsieg. Weiden war zwar auch nicht gerade vielversprechend in die Saison gestartet, hat nach zuletzt zwei Siegen, beide auf der heimischen Bahn am "Wasserwerk", den Anschluss an das Tabellenmittelfeld hergestellt.

Kurze Anreise

Wenn der SKC diese Erfolgsserie am Samstag fortsetzt, würde dies einen riesigen Schritt in Richtung Klassenerhalt bedeuten. Umgekehrt dürften im Falle einer erneuten Niederlage die Aktien der SCler nach nur einem Drittel der Saison schon arg fallen. Vom rettenden Ufer wäre Luhe-Wildenau dann schon fünf Punkte entfernt.

Die kurze Fahrt nach Oberwildenau treten die Weidener äußerst selbstbewusst an. Nicht nur die letzten beiden Siege, vor allem die Art und Weise, wie diese herausgespielt wurden, macht sie stark. Abräumergebnisse von knapp unter und über 1300 Holz werden nicht einmal in der 1. Bundesliga jedes Wochenende abgeliefert. Bei den Heim-Ergebnissen tut sich aus Oberwildenauer Sicht ein deutliches Defizit auf. Die von den Weidenern in ihren Heimspielen erreichten Ergebnisse von klar über 3500 Holz sind Zahlen, von denen der SC nur träumen kann. 3384 Holz (gegen Kaiserslautern) und 3386 Holz gegen Schweinfurt nehmen sich da eher bescheiden aus, wobei man die Bahnen in Weiden und Oberwildenau nicht vergleichen kann. Wenn die Truppe um Kapitän Michael Grünwald nicht endlich die 3400er-Grenze durchbricht, müssen sie sich den Klassenerhalt wohl schon frühzeitig abschminken.

Boskos "Zwischenhoch"

Vom Selbstvertrauen her haben die Gäste die Nase vorn. Beim 5:3-Sieg über Lorsch II übertrafen gleich vier Spieler die 600er-Grenze. Beim SC stehen fünf 600er-Ergebnisse zu Buche, allerdings verteilt auf die ersten fünf Spieltage. Hinzu kommt, dass bei Ivan Bosko das "Hoch" vom 2. und 3. Spieltag (641 und 608 Holz) wohl nur ein "Zwischenhoch" war und die zweite Stütze im SC-Kader, Manuel Kessler, auch zu keiner konstanten Form findet.

Gespannt darf man sein, wie sich Gert Erben schlägt. Der Oberwildenauer Neuzugang spielte im letzten Jahr noch für Weiden und wird gegen seine ehemaligen Mannschaftskameraden besonders motiviert sein. In vier Einsätzen hat er immerhin drei der zwölf Oberwildenauer Mannschaftspunkte geholt, wobei aber auch bei ihm die große Konstanz noch fehlte. Die Zuschauer dürften sich auf eine interessante Begegnung freuen. Eine Niederlage wäre für die Gäste zwar bitter, aber eben kein Beinbruch. Der SC hingegen darf dieses Derby nicht verlieren. Personell sollte es hüben wie drüben keine Überraschung geben. Gert Erben, Ivan Bosko, Michael Grünwald, Manuel Kessler, Daniel Wutz, Manuel Klier und Patrick Fickenscher sind beim SC Luhe-Wildenau aufgeboten. Beim SKC aus Weiden werden Markus Schanderl, Thomas Immer, Thomas Schmidt, David Junek, Stefan Heitzer und Michael Gesierich erwartet.

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