13.01.2016 - 02:00 Uhr
Weiden in der OberpfalzSport

Schulden zwingen zum Handeln Turnerbund vor Verkauf seiner Grundstücke für Wohnbebauung

Die Schuldenlast drückt. Und diese Not macht Beine. Deshalb wird es in Sachen Grundstücksverkauf beim Turnerbund konkret. In der Turnratsitzung am Montagabend fiel die Entscheidung: Der Notar ist am Zug.

Wir sind auf einem passablen Weg.
von Simone Baumgärtner Kontakt Profil

Etwa 320 000 Euro Miese sollen es sein, die der TB vom Bau der Hallen für den Tennisclub Grün-Rot tilgen muss. Die dafür vereinbarten Tilgungspausen und Zinsvergünstigungen laufen im Sommer 2016 aus. Doch die Vereinskasse gibt wenig her. "Nun aber sind wir auf einem passablen Weg", meint TB-Vorsitzender Bernhard Schlicht.

Denn nach der Turnratsitzung am Montagabend steht fest: Der Verkauf des etwa 31 800 Quadratmeter großen Vereinsgrundstückes mit Beachvolleyball- und Fußballfeldern am Hammerweg geht in die entscheidende Phase. Der Investor steht in den Startlöchern. Es handelt sich um die Architekten Helmut und Alexander Robl, die mit dem Bauunternehmer Herbert Klein aus Luhe zuschlagen wollen. "Sie waren die Meistbietenden", erklärt Schlicht. Wie ihre Pläne aussehen? "Wir haben viele", sagt Alexander Robl. Mehr verraten will er erst, wenn der Verkauf unter Dach und Fach ist. Fakt ist, das Areal bietet Platz für ein attraktives, zentrumsnahes Wohngebiet. Platz wäre in entsprechenden Reihen- und Kettenhäusern sowie Wohnblöcken wohl für an die 200 Wohnungen.

Das letzte Wort in Sachen Verkauf hat der Turnrat im Februar: "Bei der Sitzung am 15. Februar fällt die Entscheidung auf Basis des notariellen Vertragsentwurfs, der aktuell auf Kosten des Käufers erstellt wird."

Darin soll auch festgelegt werden, dass etwa die Tennisplätze bei der Doppelhalle wegen der Fördermittel für deren Bau bis 31. Dezember 2017 erhalten bleiben. Oder auch, dass das Geld für das Grundstück gleich nach Vertragsschluss an den TB fließt. "Damit könnten wir unsere Schulden auf einen Schlag tilgen, und es bliebe noch deutlich was übrig", rechnet Schlicht vor. Zugleich betont der Vorsitzende, der einst als Sanierer beim TB angetreten sei: "Ich mache nur das, was wir in unserer Situation unbedingt machen müssen."

Wir sind auf einem passablen Weg.Bernhard Schlicht, Vorsitzender des Turnerbunds

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