12.01.2018 - 18:08 Uhr
Weiden in der OberpfalzSport

Sportlerehrung ändern - SPD fordert Gleichbehandlung Gold löst Debatte aus

Heftig hat der Sportbeirat vor einem Jahr hinter verschlossenen Türen über Daniel Scheil diskutiert. Der BVS-Sportler hatte am 10. September 2016 bei den Paralympics in Rio de Janeiro im Kugelstoßen (F 33-sitzend) mit 11,04 Meter Gold gewonnen.

Rollstuhlfahrer Daniel Scheil vom BVS gewann bei den Paralympics 2016 in Rio die Goldmedaille im Kugelstoßen. Damit löste er in Weiden unfreiwillig eine Diskussion über die Gleichbehandlung der Sportler bei den Ehrungen der Stadt aus. Archivbild: Götz
von Volker Klitzing Kontakt Profil

Bei der Sportlerehrung der Stadt aber sollte er den Richtlinien der Sportförderung entsprechend nur Silber erhalten. Schließlich bekam er doch Plakette und Nadel in Gold. Der Sportbeirat beschloss mehrheitlich, dass er die Ehrungen für Platzierungen bei Welt- und Europameisterschaften sowie bei Olympia jeweils selbst bestimmt. Mit einfacher Mehrheit.

Die Regelung reicht der SPD-Fraktion nicht mehr. Sie kritisiert die Benachteiligung von Senioren und Behinderten. So erhält ein Deutscher Meister (Einzel) bei den Aktiven Plakette und Nadel in Gold. Schülern, Jugendlichen und Junioren wird für diese Leistung eine Medaille in Gold überreicht, Senioren und Behinderte aber müssen sich mit der Plakette in Bronze und der Nadel in Silber zufrieden geben. In einem Antrag zur Stadtratssitzung (29. Januar) verweist die SPD auf den allgemeinen Gleichheitsgrundsatz, das Gleichbehandlungsgesetz und auf die UN-Behindertenrechtskonvention. Danach sei nicht nachzuvollziehen, warum es für gleichrangige Leistungen in verschiedenen Bereichen unterschiedliche Auszeichnungen gibt. So beantragt die Fraktion die Angleichung. Zudem sollen die Begriffe "Paralympics" und "Special Olympics" in die Sportförderrichtlinien Einzug finden.

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