25.08.2017 - 17:56 Uhr
Weiden in der OberpfalzSport

SpVgg SV Weiden bei der besten Defensive der Liga Reise zum "Fort Knox"

Nach dem glücklichen Remis gegen Aschaffenburg peilt die SpVgg SV Weiden auch in Aubstadt etwas Zählbares an. Doch der TSV verfügt über die beste Defensive der Liga.

Flitterwochen statt Fußballplatz: Die SpVgg SV Weiden muss in Aubstadt auf Torwart Dominik Forster verzichten, der auf Hochzeitsreise weilt. Marko Smodlaka wird ihn vertreten. Bild: A. Schwarzmeier
von Sebastian SchellProfil

Die nächste harte Nuss hat die SpVgg SV Weiden in der Bayernliga Nord zu knacken. Am Samstag geht es um 16 Uhr zum Tabellenzweiten TSV Aubstadt. Die Defensive der Unterfranken ist momentan das "Fort Knox" der Liga und spielte die letzten sechs Saisonspiele stets zu Null. Seit nunmehr 582 Minuten klingelte es nicht mehr im Kasten des TSV.

Nach dem 2:2 gegen Viktoria Aschaffenburg will die Elf von Trainer Stefan Fink versuchen, auch bei den Unterfranken für eine Überraschung zu sorgen. "Die Aufgabe wird heute sicher nicht leichter. Während Aschaffenburg wahnsinnig stark und dominant im Spiel nach vorne war, ist Aubstadt in der Verteidigung momentan das Nonplusultra. Wir müssen selbst gut stehen und hart verteidigen, dann sehen wir weiter", weiß Fink um die Höhe der Hürde. Trotzdem glaubt der Weidener Cheftrainer an eine Chance: "Klar wären wir mit einem Punktgewinn zufrieden. Wir werden sicher nicht viele Torchancen bekommen, was wir aber bereits gewohnt sind. Positiv ist, dass wir im Moment nicht viel Chancen brauchen, um ein Tor zu erzielen." In der Tat glänzten die Schwarz-Blauen gegen Aschaffenburg wiederholt in den Kategorien Chancenauswertung und Effizienz, dazu kam beim Ausgleichstreffer von Benjamin Werner in der Nachspielzeit auch das nötige Quäntchen Glück. Fink ist bewusst, dass diese Faktoren auch heute von Nöten sind und "das Glück aktuell ein wenig aufseiten der SpVgg SV ist".

Der TSV Aubstadt ist aktuell stark im Aufwind. Nach der herben 0:4-Niederlage zum Saisonstart bei der SpVgg Ansbach kassierte die Mannschaft von Trainer Josef Francic in den folgenden sieben Spielen nur noch ein einziges Gegentor. 19 Punkte, Platz zwei und die Aussicht, nach dem starken dritten Rang der Vorsaison, auch heuer in der Spitzengruppe der Bayernliga dabei zu sein, sind der aktuelle Lohn für den TSV. In der vergangenen Saison gingen beide Partien mit 4:0 (in Aubstadt) und 2:0 (in Weiden) an die Rot-Weißen.

Insgesamt also keine guten Voraussetzungen für die Wasserwerk-Elf, was für Fink kein großes Problem darstellt: "Wir sind krasser Außenseiter, in dieser Rolle aber fühlen wir uns wohl. Wir verspüren keinerlei Druck, da wir punktemäßig durch ein paar Überraschungen besser dastehen als gedacht." Auf dem personellen Sektor gibt es negative Neuigkeiten. Andreas Schimmerer fehlt nach seiner Bauchmuskelzerrung weitere zwei Wochen. Zudem stehen Marco Kießling (Urlaub) und Martin Bächer (Hochzeit) nicht zur Verfügung. Unter der Woche ist zudem Torwart Dominik Forster zu seiner Hochzeitsreise aufgebrochen, ihn wird wie schon zum Saisonauftakt in Großbardorf Marko Smodlaka zwischen den Pfosten vertreten.

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