15.04.2018 - 22:22 Uhr
Oberpfalz

SpVgg SV Weiden nur 3:3 beim FSV Erlangen-Bruck Hajek-Tore reichen nicht

Die letzten Wochen ließen nichts Gutes erwarten. Doch der Auftritt der SpVgg SV Weiden am Samstag gibt Mut für den Endspurt in der Bayernliga Nord. Auch wenn mehr drin gewesen wäre.

Winter-Neuzugang Adam Hajek traf zwei Mal gegen Erlangen-Bruck, am Ende reichte es für die SpVgg SV Weiden aber nur zu einem 3:3. Bild: A-Schwarzmeier
von Sebastian SchellProfil

Erlangen. Teilerfolg für die SpVgg SV Weiden. Beim 3:3 beim FSV Erlangen-Bruck zeigte die Mannschaft von Trainer Florian Schrepel nach zuletzt schwachen Leistungen wieder eine aufstrebende Tendenz. Trotzdem könnte der gewonnene Punkt in der Endabrechnung zu wenig sein. Zum einen punkteten sämtlichen direkte Konkurrenten im Kampf um die Relegationsplätze. Zum anderen verspielte die Wasserwerkelf eine scheinbar komfortable 2:0-Führung. "Es war heute eine klare Leistungssteigerung erkennbar. Vom Spielverlauf hätten wir drei Punkte verdient gehabt, aber am Ende ist es auch nicht selbstverständlich, dass wir nach dem 3:2 nochmal zurückgekommen sind. Wir glauben weiter an uns, und dass wir da noch rauskommen," analysierte Schrepel die Partie.

Der Interimstrainer und Sportliche Leiter in Doppelfunktion nahm drei Änderungen in seiner Startelf vor. Patrik Kavalir, der begnadigte Martin Polom und Adam Hajek agierten von Beginn an. Und gerade Letzterer brachte frischen Wind in die Offensive der Schwarz-Blauen. Mit viel Schwung und gutem Pressing übernahm die SpVgg SV das Zepter und überraschte die Heimelf. Endlich konnte die Überlegenheit auch in Tore umgemünzt werden.

Winter-Neuzugang Adam Hajek war zweimal zur Stelle und erzielte seine Premierentreffer für seinen neuen Verein (11./32.). "Wir waren mutig und haben zusammen agiert. Dazu haben wir endlich die Tore gemacht und auch nichts zugelassen. Es ist ärgerlich, dass wir dann wieder die Gegentore aus drei Standards bekommen," sagte Schrepel. Tatsächlich verbreitete der FSV Erlangen-Bruck nicht den Hauch von Torgefahr und auch Torjäger Oliver Seybold war bei der Weidener Viererkette gut aufgehoben. Trotzdem war das Spiel plötzlich ausgeglichen, weil Erlangen gute Freistoßschützen in seinen Reihen hatte. Kurz vor der Pause war es Tom Jäckel (43.) und kurz danach Simon Drießlein (47.), welche ruhende Bälle aus ähnlicher Position unhaltbar für Torwart Noah Schmidt im Gehäuse versenkten.

Die Mittelfranken waren jetzt besser im Spiel und wieder musste man Angst haben, dass die Max-Reger-Städter einbrechen. Vor allem, als dann Seybold einen berechtigten Foulelfmeter verwandelte und das Spiel vollends drehte (72.). "Wir waren in dieser Phase zu passiv. Positiv ist aber, dass wir uns diesmal geschüttelt haben und Moral gezeigt haben," freute sich Schrepel über die Reaktion seines Teams. Denn anders als zuletzt kam die SpVgg SV zurück. Auch Kavalir erzielte seinen ersten Treffer im schwarz-blauen Dress und sorgte für das 3:3. Am Ende war gar noch der vierte Treffer möglich, aber eine strittige Situation in der Endphase im Strafraum führte zu keinem Strafstoß.

Es bleibt abzuwarten was dieser Zähler am Ende wert ist. Eine deutliche Tendenz dafür wird es bereits am Samstag geben. Dann erwartet die SpVgg SV Weiden im Sparda-Bank-Stadion den direkten Konkurrenten und Tabellennachbarn SV Erlenbach zum einem richtigen "Endspiel".

Wir glauben weiter an uns und dass wir da noch rauskommen.SpVgg-SV-Interimstrainer Florian Schrepel nach dem 3:3

FSV Erlangen-Bruck: Beck - Sperber, Napolitano, Jäckel (46. Fischer), Basener, Seybold, Arapoglu, Fromholzer, Boji (35. Drießlein), Lunz (46. Bauernschmitt) , Özdemir

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Nachrichten per WhatsApp und Facebook Messenger

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.