10.09.2017 - 22:58 Uhr
Weiden in der OberpfalzSport

SV Grafenwöhr gewinnt Heimspiel gegen Verfolger SpVgg Sv Weiden II mit 3:2 Wahrlich ein Spitzenspiel

Gewonnen - und damit den direkten Verfolger etwas abgeschüttelt. Die Sportvereinigung Grafenwöhr geht im Spitzenspiel der Kreisliga Nord als knapper Sieger hervor. "Wenn auch verdient", wie Trainer Roland Lang sagt.

Moritz Zeitler von der SpVgg SV Weiden II tritt zum Freistoß an, aber die Grafenwöhrer Mauer steht gut. Die Sportvereinigung siegte im Spitzenspiel mit 3:2. Bild: Eger
von Armin Eger Kontakt Profil

Noch vor der Partie punktgleich, zog die SV Grafenwöhr nach dem 3:2-Sieg über die SpVgg SV Weiden (15) auf drei Zähler davon. Es war ein schnelles und gutes Kreisligaspiel vor 300 Zuschauern. Etwas geboten bekamen auch die Besucher am Sportplatz in Erbendorf. Mit 5:0 deklassierten die Plößberger den Gastgeber förmlich und haben sich damit auf Rang drei (14 Punkte) vorgeschoben. Der TSV ist mit 7 Zählern knapp vor dem Relegationsplatz (11.). Gejubelt hat die Elf vom SV Neusorg (13./4), die als Tabellenletzter zur DJK Irchenrieth (10./8) gereist war und dort mit 2:1 gewann.

SV Grafenwöhr 3:2 (2:1) SpVgg SV Weiden

Tore: 1:0 (10.) Florian Träger, 1:1 (19./Eigentor) Maximilian Dipp, 2:1 (38.) David Dobmann, 3:1 (49.) Serhat Kaya, 3:2 (73.) Michael Riester - SR: Klaus Seidl (Störnstein) - Zuschauer: 300

Grafenwöhrs Trainer Roland Lang spricht von einem starken Kreisligaspiel auf hohem Niveau. "Es war eine tolle Partie und unser Sieg war unterm Strich verdient", sagt der Coach. "Wir haben eine klasse Leistung gezeigt." Der Gastgeber begann stark und war das bestimmende Team. Bereits in der 10. Minute klingelte es im Kasten der SpVgg SV Weiden II. Florian Träger hatte aus gut 25 Metern abgezogen und der Weidener Torwart Marko Smodlaka hatte das Nachsehen. Und Grafenwöhr erzielte auch den zweiten Treffer, allerdings auf der falschen Seite, denn Maximilian Dippl köpfte ins eigene Tor. Weiden wurde etwas stärker und hatte auch zwei gute Chancen. Aber Grafenwöhr erhöhte noch vor der Pause durch David Dobmann auf 2:1. Nach dem Wechsel war Grafenwöhr wieder am Drücker. Serhat Kaya brachte die Sportvereinigung mit 3:1 (49.) in Führung. "Wir mussten zweimal verletzungsbedingt wechseln, das brachte einen Bruch in unser Spiel", beschreibt Lang die letzten 20 Minuten der Partie. Seine Mannschaft musste einige brenzlige Situationen überstehen. Aber mehr als der Anschlusstreffer von Michael Riester zum 2:3 (73.) war nicht mehr drin.

DJK Weiden 3:1 (1:1) SVSW Kemnath

Tore: 0:1 (8./Elfmeter) Dominik Lang, 1:1 (12.) Pavel Karlicek, 2:1 (48.) Niklas Aha, 3:2 (84.) Pavel Karlicek - SR: Stefan Betz - Zuschauer: 50 - Gelb-Rot: (88.) Florian Knodt (SVSW)

(asm) Die Ferstl-Elf begann druckvoll und wurde bereits nach acht Minuten mit der Führung belohnt. Lang verwandelte einen Elfmeter. Aus dem Gewühl heraus erzielte Karlicek nur kurze Zeit später den Ausgleich für die DJK. Kemnath ließ sich aber nicht beirren und zwang die Heimelf mit viel Laufbereitschaft immer wieder zu Fehlern. So hätte eigentlich der SVSW Kemnath, die sich Chance um Chance erspielte, bereits deutlich führen müssen. Aber die Gäste brachten den Ball nicht an dem überragenden Weidener Schlussmann vorbei.

In der zweiten Hälfte war ein komplett anderes Spiel zu sehen. Die Heimelf machte Druck und Aha brauchte nach Pass von kurz nach nur einzuschieben (48.). Ab diesem Zeitpunkt war Kemnath von der Rolle und die Weidener hätten das Ergebnis noch deutlich höher schrauben können. Aber es dauerte bis zur 84. Minute, ehe Karlicek einen sauber vorgetragenen Konter zum 3:1-Endstand abschloss.

DJK Irchenrieth 1:2 (1:2) SV Neusorg

Tore: 0:1 (2.) Alexander Stich, 1:1 (16.) Jan Stipek, 1:2 (38.) Michael Dörfler - SR: Andreas Frieser (SV Kohlberg - Zuschauer: 120

(jhä) Ausgerechnet gegen den Tabellenletzten setzte es die erste Heimniederlage der Saison. Bereits nach zwei Minuten gingen die Gäste in Führung, als nach kollektivem Tiefschlaf der Heimelf eine Kopfballverlängerung von Alexander Stich den Weg ins Tor fand. Kurios war das Ausgleichstor für die DJK: Jan Stipek setzte einen Neusorger Abwehrspieler dermaßen unter Druck, dass dieser Stipek anschoss und der Abpraller vorbei an dem herauseilenden Keeper André Walberer ins Tor kullerte. Walberer verletzte sich dabei, wurde durch Ersatztorwart Corbinian Wedlich ersetzt. Dieser sah sich nun einem Sturmlauf der DJK ausgesetzt. Florian Krapf vergab bereits mit der nächsten Möglichkeit die Führung für die Heimelf, als er nur den Außenpfosten traf. Gegen die immer weiter aufrückende Scheidler-Elf verlegte sich Neusorg auf schnelles Umschaltspiel. Einen dieser blitzgefährlichen Konter schloss Michael Dörfler zur abermaligen Führung für Neusorg ab. Irchenrieth antwortete mit wütenden Angriffen und Ersatzkeeper Wedlich musste noch vor der Pause zweimal sein Können unter Beweis stellen.

Auch nach dem Seitenwechsel blieb die DJK tonangebend, allerdings fehlte den Angriffsbemühungen im letzten Drittel das Überraschungsmoment. Bei den wenigen guten Chancen, die sich dennoch boten, fanden die Stürmer immer wieder in Torwart Wedlich ihren Meister. Neusorg beschränkte nur mehr auf das Verteidigen und verdiente sich diesen Auswärtssieg mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung.

FC Weiden-Ost 2:0 (1:0) DJK Ebnath

Tore: 1:0 (11.) Alexander Funk, 2:0 (61.) Valmir Shabani - SR: Sebastian Küffner (1. FC Nagel) - Zuschauer: 45

(gil) Die Heimelf war in Durchgang eins die spielbestimmende Mannschaft, tat sich aber gegen eine kompakt stehende DJK schwer. Einen schnell ausgeführten Freistoß von Heller verwandelte Funk zur 1:0-Führung. Bis zur Halbzeit spielte sich zwar viel in der Hälfte von Ebnath ab, zwingende Chancen ergaben sich aber nicht mehr.

Im zweiten Durchgang wurden die Gäste mutiger und gestalteten das Spiel ausgeglichen. Bis zum 2:0 durch Shabani mussten die Ostler einige brenzlige Situationen überstehen. Auch nach der Zwei-Tore-Führung gaben die Gäste nicht auf. Der heimische FC verwaltete die Führung und kam in der Schlussphase noch zu einigen guten Kontermöglichkeiten, die aber alle nicht genutzt werden konnten.

TSV Erbendorf 0:5 (0:3) SV Plößberg

Tore: 0:1 (2.) Michael Sonnberger, 0:2 (19.) Martin Giering, 0:3 (44.) Tobias Walter, 0:4(70.) Tobias Walter, 0:5 (74.) Max Weniger - SR: Jonas Engelhardt - Zuschauer: 100

(skm) Der TSV Erbendorf, durch viele Urlauber und Verletzte ersatzgeschwächt, erlebte gegen die Gäste aus Plößberg ein Debakel. Dabei ließ der Spielverlauf vor allem in der ersten Halbzeit etwas anderes vermuten: Nach dem frühen 0:1 durch Sonnberger war Erbendorf die bessere Mannschaft und spielte bemüht nach vorne. Vor dem Tor fehlte jedoch das Glück, nicht zuletzt auch aufgrund einiger strittiger Entscheidungen des Schiedsrichtergespanns. Der SVP hingegen war bei Kontern eiskalt und nutzte die Fehler der TSV-Abwehr.

In Halbzeit zwei wurde die Partie etwas ereignisarmer. Erbendorf konnte an die Leistung aus dem ersten Durchgang nicht mehr anknüpfen. Nach dem 0:4 durch Tobias Walter war das Spiel endgültig entschieden.

SC Kirchenthumbach 0:3 (0:1) VfB Mantel

Tore: 0:1 (7.) Florian Bertelshofer, 0:2 (58.) Florian Bertelshofer, 0:3 (78.) Stefan Prölß - SR: Elias Küffner - Zuschauer: 150 - Rot: (54.) Manuel Strauß (SC) Nachtreten

(dfr) Eine weitere deutliche Pleite setzte es für den Sportclub. Dabei sah es zu Beginn noch danach aus, als hätten die Hausherren die Partie im Griff. Doch in der 7. Minute die überraschende Führung durch Bertelshofer. Auch danach blieben die Hausherren am Drücker und kamen über die Seiten immer wieder zu gefährlichen Flanken. Doch konnten die Bälle im Zentrum nicht verwertet werden. Mit der knappen Führung für die Gäste ging es in die Kabinen.

Nach dem Seitenwechsel probierten es die Hausherren weiter. Nach einem Foulspiel an Manuel Strauß verlor dieser die Nerven und trat nach. Folgerichtig sah er dafür die Rote Karte und erwies seiner Mannschaft damit einen Bärendienst. Nur vier Minuten später die Vorentscheidung. Nachdem alle mit einer Flanke von Bertelshofer gerechnet hatten, schoss dieser in die kurze Ecke und traf zum 2:0. Danach plätscherte die Partie vor sich hin. Prölß konnte in der 78. Minute noch auf 3:0 erhöhen, nachdem er die gesamte Heimdefensive schwindelig gespielt hat. Insgesamt war der Sieg für die Gäste verdient, aber am Ende zu hoch.

Tremmersdorf 3:3 (0:2) Anadoluspor

Tore: 0:1/0:2 (20./23.) Özbay, 0:3 (53.) Tombas, 1:3 (56.) Neukam, 2:3 (70.) Dittner, 3:3 (90.+4) Tauber - SR: Johannes Zintl (Reuth b. Erbendorf) - Zuschauer: 150

(rli) Die Schäffler-Elf zeigte von Anfang an Präsenz und hatte dadurch frühe Chancen durch Diepold und Dittner. Nach 20 Minuten bekam die Heimelf dann die kalte Dusche, als Özbay nach einer kurz ausgeführten Ecke aus den Augen verloren wurde und nur noch einnicken musste. Auch das 0:2 resultierte aus einer Unkonzentriertheit der Tremmersdorfer Hintermannschaft, so dass Özbay den Abpraller von TW Arnold nur noch einschieben musste. Auch im Anschluss spielte die Heimelf gefällig weiter, jedoch kassierte sie in der 53. Minute das 0:3. Das Spiel schien gelaufen. Aber die Elf um Spielführer M. Diepold zeigte große Moral und wurde durch Tore von Neukam und Dittner von den zahlreichen Zuschauern beflügelt. Das verdiente 3:3 durch Tauber in der Nachspielzeit belohnte die Heimelf gegen einen spielstarken und außerordentlich fairen Gegner aus Weiden.

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