VC Corona Weiden eröffnet Mountainbike-Strecke
Downhill von der Rennerhöhe

Die Asse heben fünf Meter ab auf dem neuen Trailparcous des VC Corona Weiden. Dem ersten in der nördlichen Oberpfalz
Sport
Weiden in der Oberpfalz
06.06.2017
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Downhill: Das heißt, schräg in der Steilwand liegen. Freeride: Über Schanzen sind Sprünge bis fünf Meter mit dem Mountainbike möglich. Das alles gibt es seit Pfingsten in der Stadt Weiden. Eine Attraktion in der nördlichen Oberpfalz.

(fz) Gut Ding braucht Weile. Oder was lange währt, wird endlich gut. Das ist das Credo eines jahrzehntelangen Mühens, bei dem die Mountainbiker der Region immer wieder nur die Rückstrahler sahen.

Der Alpenverein startete das Projekt mit einer nicht genehmigten Anlage bei Bechtsrieth. Danach folgten irgendwelche problembehaftete Courts. Die Mountainbiker wurden herumgeschoben. Last, but not least machte der VC Corona Weiden Nägel mit Köpfen. Dem Radsportverein lagen die "Downhillracer" auch nahe, weil sie "exzellenten Radsport" betreiben, wie es Vorsitzender Ernst Ehl ausdrückt.

Große Fangemeinde

Man arrangierte sich mit der Stadt Weiden und fand ein Gelände auf der "Rennerhöhe" oberhalb Schirmitz. Nach den ersten Querelen vor zehn Jahren gab es immer wieder Anläufe, aber der VC Corona hat endlich verlässliche Fakten geschaffen. Der Genehmigung stand nichts entgegen, verdeutlichte Weidens Oberbürgermeister Kurt Seggewiß bei der Eröffnung der Strecke am Wochenende.

"Wir haben ein Sportangebot, das uns von anderen Städten und Landkreisen in der Nordoberpfalz abhebt", so Seggewiß. Wie er hier bei der Eröffnung sehe, ist die Fangemeinde riesig. Über 50 Mountainbiker jeden Alters warteten auf die Freigabe der Strecke durch den Oberbürgermeister zusammen mit dem Corona-Vorsitzenden Ernst Ehl, dem Stadtverbandsvorsitzenden für Leibesübungen, Reinhard Meier, sowie dem Bezirksvorsitzenden Heinz Uhl vom Radsportbezirk Oberpfalz.

Dann stürzten sich die Sportler in einen Abhang hinein, der für die "Fullys" oder "Hardtails" maßgeschneidert war. Biker mit herkömmlichen Geräten waren da etwas vorsichtiger. Ein Radfahrer übernahm sich und setzte seinen Fünf-Meter-Sprung ins Gebüsch. Das Motto: Herausrappeln und weiter geht's.

Die 600 Meter mit fünf Hindernissen in Form von Sprüngen oder Kamelbuckeln sowie elf Steilwandkurven bieten hohen Anspruch. Nach den Kriterien der Deutschen Initiative Mountainbike (DIMB) wird die Strecke als "Rot" (mittelschwer) eingestuft. Leo Putzenlechner und Johannes Kohl sind die Macher der Strecke. Ihr Konzept ist stimmig. Statt einer extremen Herausforderung mit halsbrecherischen Hindernissen für einige wenige Spitzenfahrer bietet diese Strecke Spaß für Mountainbiker mit unterschiedlichem Können. Für die bauliche Umsetzung wandten die beiden zusammen mit Freunden insgesamt 550 freiwillige Arbeitsstunden auf.

Bei Interesse melden

Rudi Kohl, bei der Corona zuständig für Mountainbike, betonte, dass es sich hier um eine Vereinssportanlage handelt. Die Strecke ist nur für Mitglieder zu den bestimmen Zeiten geöffnet. Diese legt die Corona laut Kohl in den nächsten Tagen fest. "Wir können niemand hindern, der das Absperrband umgeht und die Strecke fährt, raten aber dringend davon ab", sagt Kohl.

Bleiben zwei Möglichkeiten: Mitglied bei der Corona werden - oder als Nichtmitglied einen der Verantwortlichen kontaktieren. Der kann dann die Strecke freigeben.
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