Verkauf der Grundstücke des Vereins abgesegnet
Turnerbund-Mitglieder billigen Notarvertrag

Jetzt ist es endgültig. Der Turnerbund hat dem Teilverkauf seiner Flächen an die Stadt zugestimmt. Vor dem einmütigen Votum der Mitglieder erläutert Vorsitzender Bernhard Schlicht (links) den Inhalt des Notarvertrags. Bild: hcz
Sport
Weiden in der Oberpfalz
24.08.2017
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Nun ist alles unter Dach und Fach. In einer außerordentlichen Versammlung genehmigen die Mitglieder des Turnerbunds den Notarvertrag über den Teilverkauf der Grundstücke an die Stadt. Wobei nicht wirklich viele TBler bei der Entscheidung mitreden wollen.

Turnerbund-Vorsitzender Bernhard Schlicht hatte unbedingt das Einverständnis der Mitglieder gewollt und deshalb die außerordentliche Versammlung in der Gaststätte "Zum Alten Schuster" einberufen. Von den 1600 Mitgliedern, die in 14 Abteilungen beim TB Sport treiben, waren genau 22 gekommen. Ihnen erläuterte Schlicht den Inhalt des 30-seitigen Vertrags, der ausgearbeitet worden war, nachdem die Stadt ihr Vorkaufsrecht ausgeübt hatte - zwei Monate nachdem man sich mit einem privaten Investor einig geworden war.

Die Anwesenden genehmigten den Notarvertrag einstimmig. "Nicht mit dem Herzen, aber um eine Insolvenz abzuwenden", habe man abgestimmt, verlautete aus den Reihen der Mitglieder. 1 585 000 Euro müssen, so Schlicht, nun binnen zwei Wochen fließen oder als Bürgschaft gestellt werden. Allerdings blieben dem Verein, nach Schuldentilgung und Steuer, lediglich etwa 500 000 übrig. Auch gingen noch 100 000 Euro für die Beach-Volleyballer weg.

Da ihre Plätze samt "Glötznerstüberl"-Weg verkauft wurden, hat man ihnen neue Sportanlagen versprochen. Eine Planung dafür im Schätzlerbad liegt laut Schlicht schon fertig in der Schublade. Auch das restliche Geld dürfe nicht gehortet werden, sagte er. Nur ein Drittel dürfe in die Rücklage fließen. Der Rest müsse ausgegeben werden.

In einem zweiten Tagesordnungspunkt ermächtigten die Mitglieder den Vorsitzenden, nach erfolgter Vermessung und entsprechender Auflassungserklärung die Vermessung anzuerkennen. Hermann Wagner wollte einen weiteren Tagesordnungspunkt einbringen. Rechtsanwalt Schlicht, der mit seiner beruflichen Sachkunde viel Arbeit im Zusammenhang mit dem Grundstücksverkauf hatte, solle doch dafür finanziell entschädigt werden. Schlicht lehnte dies jedoch kategorisch ab: "Ich mache das ehrenamtlich."
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