13.04.2018 - 22:06 Uhr
Oberpfalz

Vor dem Gastspiel beim FSV Erlangen-Bruck Durchhalteparolen bei der SpVgg SV Weiden

Wars das schon? Keine guten Aussichten gibt es für die SpVgg SV Weiden im Endspurt der Bayernliga Nord.

Auch bei Andreas Graml (rechts) kommt derzeit nicht viel herüber. Beim FSV Erlangen-Bruck braucht die SpVgg SV Weiden unbedingt einen Sieg, um die Relegationsplätze noch verlassen zu können. Bild: A. schwarzmeier
von Sebastian SchellProfil

Sechs Spieltage vor Saisonende rangiert die SpVgg SV Weiden in der Bayernliga Nord drei Punkte hinter dem Tabellendreizehnten, der DJK Don Bosco Bamberg, auf einem Relegationsrang. Ganze viermal, bei nur noch zwei Heimspielen, muss die SpVgg SV dabei auswärts antreten. Die erste Hürde steht am Samstag um 16 Uhr beim FSV Erlangen-Bruck an. Trainer Florian Schrepel erwartet eine Trotzreaktion seiner Mannschaft, nach dem desaströsen 1:5 am Mittwochabend gegen die SpVgg Jahn Forchheim: "Das war nicht bayernligatauglich, das muss man so hart feststellen. Ich habe immer noch an diesem Auftritt zu knabbern, das habe ich so nicht erwartet. Wir müssen jetzt schleunigst die Kurve bekommen, wir stecken in einer bedrückenden Situation."

Anders als in der letzten Spielzeit als der 14. Platz im Endklassement ausreichte, müssen die Schrepel-Schützlinge heuer höchstwahrscheinlich einen Rang besser über die Ziellinie eintrudeln. Der beste Tabellenvierzehnte der beiden Bayernligastaffeln Nord und Süd hat den direkten Klassenerhalt in der Tasche. In diesem Vergleich hat im Moment aber klar die Südstaffel, konkret die SpVgg Hankofen-Hailing mit 31 Punkten, die Nase vor der SpVgg SV Weiden (24) vorne. Somit ist jeder Punkt überlebenswichtig, um die Mühlen der Landesligarelegation zu vermeiden.

"Wir müssen weiter daran glauben und brauchen einfach ein Erfolgserlebnis. Wir müssen jetzt einfach etwas was finden und erarbeiten, was wir richtig gut hinbekommen und dürfen nicht aufgeben," sagt Schrepel. Kontrahent FSV Erlangen-Bruck hat sein Saisonziel Klassenerhalt mit 37 Punkten so gut wie in der Tasche. Der letztjährige Aufsteiger aus der Landesliga Nordost spielt eine solide Runde und war stets im Mittelfeld der Liga angesiedelt. Aus der ausgeglichenen Mannschaft von Trainer Normann Wagner sticht vor allem Top-Torjäger Oliver Seybold mit 20 Saisontreffern heraus. Im Hinspiel erwischten die Max-Reger-Städter einen "Sahnetag" und servierten die Mittelfranken mit 4:1 ab. Es war der letzte Heimsieg im Sparda-Bank-Stadion. Seit diesem Erfolg am 12. Spieltag sammelte die Wasserwerk-Elf in 16 Spielen nur sechs Punkte, bei nur einem Sieg. Eine beispiellose Negativserie, die sich auch in den Köpfen der Spieler festgesetzt zu haben scheint. "Das ist sicher ein länger währendes und großes Problem. Wir starten gut, aber bei Rückschlägen brechen wir zusammen. Das geht ja schon über einen längeren Zeitraum. Das liegt auch an einer wenig gewachsenen Hierarchie im Team," analysiert Schrepel.

Kaum Änderungen gibt es im Aufgebot. Der gleiche Kader vom Mittwochabend bekommt die Gelegenheit sich in Erlangen zu rehabilitieren und "Bayernligareife" zu zeigen. Dazu stößt der tschechische Innenverteidiger Martin Polom, der nach seiner Versetzung in die zweite Mannschaft begnadigt wurde. "Martin hat ein Verhalten an den Tag gelegt, was so nicht geht. Es hat sich aber zuletzt tadellos gezeigt und gebessert, weswegen er in den Kader zurückkehrt," erklärt Schrepel.

Ich habe immer noch an diesem Auftritt zu knabbern, das habe ich so nicht erwartet.Florian Schrepel zum 1:5 gegen Forchheim
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