06.05.2018 - 21:10 Uhr
Oberpfalz

Wasserball SV Weiden gibt Sieg aus der Hand

Wenn es Spiele gibt, die keinen Sieger verdienen, so muss es auch Spiele geben, aus denen kein Verlierer herausgehen darf. Das Wasserball-Spitzenspiel der 2. Bundesliga ist in diese Kategorie einzuordnen.

Sean Ryder (rechts) will den Wurf eines Gegners blocken: Der SV Weiden verpasste einen Heimsieg im Spitzenspiel der 2. Wasserball-Liga Süd und musste sich mit einem 9:9 gegen die SG Stadtwerke München zufriedengeben. Bild: Büttner
von Autor PRGProfil

Nach dem 9:9-Unentschieden zwischen dem SV Weiden und der SG Stadtwerke München am Samstagabend in der Thermenwelt ärgerten sich jedoch die Gastgeber etwas mehr als der Gegner. Wenn man die Anzahl der vergebenen Torchancen betrachtet, so hätten die Weidener doch als Sieger aus der wichtigen Partie herausgehen können, vielleicht sogar müssen.

Nach dem hochspannenden Wasserball-Krimi müssen die SV-ler im Kampf um die Zweitliga-Meisterschaft auf ein weiteres Spitzenspiel warten. Denn nun ist der Dritte im Bunde wieder im Spiel. Der SV Würzburg könnte mit einem Sieg in Weiden (2. Juni im Schätzlerbad) doch noch aus eigener Kraft nach der Meisterkrone greifen. Der SV Weiden will dies natürlich verhindern und zu Saisonende auf Platz eins stehen.

Die Begegnung verlief über die gesamte Spielzeit sehr ausgeglichen. Die Weidener kreierten von Beginn an sehr viele Chancen nach teilweise sehenswerten Aktionen. Die Möglichkeiten wurden allerdings nicht konsequent genug genutzt. Die kampfstarken Gäste aus München riskierten mit ihrem aggressiven Spiel eine hohe Foulbelastung und hatten Glück, dass die Weidener zu wenig Kapital aus ihrem Überzahlspiel schlugen. Mit einer 4:3-Führung gingen die Max-Reger-Städter in die erste Viertelpause. Weiterhin fahrlässig im Umgang mit hochkarätigen Torchancen, gelang es den Hausherren auch im zweiten Viertel nicht, sich zur Halbzeit deutlicher abzusetzen. Nach 1:1 im zweiten Abschnitt wechselten die Team mit einem 5:4-Halbzeitstand die Seiten.

Die Aigner-Schützlinge waren auch nach dem Wechsel optisch überlegen, gewannen den dritten Abschnitt mit 3:2 und erhöhten den Zwischenstand auf 8:6 vor dem letzten Akt des packenden Matches. Zu Beginn des Schlussviertels gelang den Hausherren mit dem Treffer von Sean Ryder zum 9:6 sogar eine vermeintliche Vorentscheidung. Doch von Aufgabe der SG Stadtwerke keine Spur. Die Gäste ackerten weiter gegen ihre erste Niederlage gegen die Oberpfälzer. Die Weidener vergaben auch im Schlussviertel teilweise hundertprozentige Torchancen und versäumten damit den K.-o.-Schlag. Die Münchener zeigten sich dagegen effizient und nutzten eine halbe Minute vor der Schlusssirene die Chance zum 9:9-Ausgleich.

"Wenn man so viele Chancen in einem Spiel kreiert, muss man cleverer spielen und die Dinge in Ruhe vollbringen. Wir sind uns heute selbst im Weg gestanden und haben München den Punkt geschenkt", ärgerte sich Trainer Thomas Aigner . Er bemängelte die persönliche Fehlerquote seiner Spieler. "Endlich bekamen unsere Zuschauer ein packendes Wasserballspiel zu sehen. Leider konnten wir uns nicht belohnen. Das ist schade, aber das Spiel war eine gute Werbung für unseren Sport", erklärte Kapitän Thomas Kick.

Das nächste Spiel haben die Weidener erst in drei Wochen zu absolvieren. Am 27. Mai, eine Woche vor dem nächsten Höhepunkt gegen Würzburg, empfangen die SV-ler Ludwigshafen im Schätzlerbad.

Statistik

SV Weiden - Stadtwerke München 9:9 (4:3, 1:1, 3:2, 1:3)

SV Weiden: Kreiner im Tor, Neumann (1 Tor), Hinz (1), Trottmann, Kick, Reichert, Ströll (1), Reichert, Janecek, Jahn (1), Ryder (5) T. Hinz - Wasserverweise: Weiden 12, München 17 + Spielzeitstrafe + 2 Strafwürfe - Zuschauer: 120

Wir sind uns heute selbst im Weg gestanden und haben München den Punkt geschenkt.Thomas Aigner, Trainer des SV Weiden
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