Wasserball
SV Weiden landet Rekordsieg

Nikolaj Neumann (links) war der treffsicherste Weidener beim 32:5-Rekordsieg über den VfB Friedberg. Alleine sieben Treffer gingen auf sein Konto. Bild: Büttner
Sport
Weiden in der Oberpfalz
04.03.2018
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Die Favoritenrolle war vor dem Spiel klar verteilt: Hier der Titelkandidat SV Weiden, dort das Tabellenschlusslicht VfB Friedberg. Nur der erste Treffer fiel überraschend für die Gäste, dann nahm die Geschichte ihren richtigen Lauf. Am Ende stand ein Kantersieg der Weidener Wasserball, der mit 32:5 (8:1, 8:2, 7:1, 9:1) zu einem Rekord führte.

Ergebnisse jenseits der 20 Tore sind im Wasserball nicht selten. Die 30-er- Marke wird häufiger im Jugendbereich geknackt, bei den Erwachsenen ist dies aber eher eine Seltenheit. Die Weidener stellten mit dem souveränen Sieg gegen die Hessen einen neuen Rekord in der 2. Wasserball-Liga Süd auf und setzten sich mit ihrem Torverhältnis gegenüber der Konkurrenz weiter ab. 121 Tore im Plus ist eine Hausnummer, die eventuell in der Endabrechnung noch eine wichtige Rolle spielen könnte.

In der ersten Spielminute gelang den Gästen, nach einem Fehler der Weidener im Spielaufbau, der umjubelte Führungstreffer. Die Hausherren brauchten aber nicht lange, um klare Verhältnisse in der Therme zu schaffen. Bereits zur ersten Viertelpause führten die Aigner-Schützlinge mit 8:1 Toren. Diese Dominanz behielten die SV-ler über die gesamte Spielzeit bei, was am Ende zum beeindruckenden 32:5-Resultat führte. Einzig Torhüter Matthias Kreiner konnte sich nicht in die Torschützenliste eintragen, aber auch dieses Novum hätte er mit seinem Wurf in der letzten Spielsekunde beinahe geschafft. Der Ball landete jedoch an der Latte, nachdem der gegnerische Torwart bereits überwunden war.

Nikolaj Neumann erzielte mit sieben Toren alleine mehr Treffer als die gesamte gegnerische Mannschaft zusammen. Sean Ryder und Alexander Hinz folgten ihm mit jeweils 5 Treffern. Das Torfestival sorgte nicht unbedingt für Spannung in der WTW, wies aber trotzdem mit einigen geschickt ausgespielten Aktionen einen gewissen Unterhaltungswert auf.

"Natürlich würden wir uns engere und spannendere Spiele für unsere Zuschauer wünschen. Wenn aber der Gegner so wenig Gegenwehr liefert, wird es schnell sehr einseitig im Wasserball. Dann wird es selbst für die Sportler schwierig, die Spannung aufrechtzuerhalten", sagte SV-Trainer Thomas Aigner. Und er wies auf ein Problem hin: "Eine solche Dominanz könnte gefährlich sein, wenn wir gegen die direkte Konkurrenz antreten. Dann müssen wir liefern und können uns keine Aussetzer leisten, das muss auch geübt werden." In Hinblick auf die kommende Auswärtspartie am Samstag sagte Aigner: "In Fulda zum Beispiel werden wir sicherlich richtig gefordert, das ist ein komplett anderes Spiel für uns."

Nach dem Spiel in Fulda geht es am 17. März in der Thermenwelt mit der Partie gegen den 1.BSC Pforzheim weiter. Die Weidener haben sich fest vorgenommen, keinen Punkt mehr liegen zu lassen.

Statistik

SV Weiden - VfB Friedberg 32:5 (8:1, 8:2, 7:1, 9:1)

SV Weiden: Matthias Kreiner im Tor, Nikolaj Neumann (7 Tore), Alexander Hinz (5), Michael Trottmann (2), Thomas Kick (1), Denis Reichert (2), Jakob Ströll (4), Robert Reichert (2), Marek Janecek (3), Sean Ryder (5) und Philipp Sertl (1) - Wasserverweise: Weiden 5, Friedberg 7+Strafwurf
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